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USA: Das Außer-Kontrolle-Geraten des egalitären Rassismus

von Thierry Meyssan

Die Reaktionen auf die Ermordung des schwarzen George Floyd durch einen weißen Polizisten beziehen sich nicht auf die Geschichte der Sklaverei in den Vereinigten Staaten, sondern – ebenso wie die systematische Opposition gegen Präsident Trump – auf ein tief greifendes Problem der angelsächsischen Kultur: den puritanischen Fanatismus. Man muss sich an die innere Gewalt erinnern, die dieses Land während der beiden Bürgerkriege der Unabhängigkeit und der Sezession erschüttert hat, um die aktuellen Ereignisse zu verstehen und ihr Wiederaufleben zu verhindern. Achtung: In den Vereinigten Staaten predigt die politische Klasse jetzt einen egalitären Rassismus. Alle gleich, aber getrennt.

JPEG - 75.2 kBEs könnte Humor sein, aber leider ist es ein puritanischer Slogan, der als solcher genommen werden soll: „Schwarze Männer sind eine gefährdete Spezies.“ (Black Men are an endangered species).

Die angelsächsischen Puritaner

Etwa vierhundert Gläubige der Kirche Englands flohen aus ihrem Land, wo sie als Fanatiker galten. Sie flüchteten nach Leiden (Holland), wo sie nach der calvinistischen Tradition, genauer gesagt, der puritanischen Auslegung des Christentums, leben konnten. Vermutlich auf Wunsch von König Jakob I. schickten sie zwei Gruppen nach Amerika, um dort gegen das spanische Reich zu kämpfen. Die erste Gruppe gründete das, was die Vereinigten Staaten werden sollten, die zweite ging in Mittelamerika verloren.

Später übernahmen die Puritaner die Macht in England mit Lord Cromwell. Sie enthaupteten den päpstlichen König Karl I., gründeten eine egalitäre Republik (Commonwealth) und kolonisierten Irland, indem sie dort massenhaft Katholiken massakrierten. Dieser blutrünstige Versuch war kurzlebig und…..