Archiv für Medien/Journalismus

Syrien: Offene Kriegsproganda im Spiegel

In Syrien gehen die Kämpfe weiter, die Türkei schickt Tausende Flüchtlinge in Richtung EU und die Medien haben nun ein Problem: Sie müssen dem deutschen Michel erklären, warum Erdogan zwar eigentlich irgendwie böse, aber jetzt gerade trotz allem nicht ganz so böse ist. Wie das gemacht wird, will ich hier aufzeigen.

Die aktuellen Entwicklungen im Krieg in Syrien sind schnell erzählt. Die Türkei hat zusammen mit Dschihadisten der Al-Qaida eine Offensive gegen syrische Truppen gestartet. Es gibt heftige Kämpfe, beide Seiten melden Erfolge. Aber was wirklich los ist, werden wir wohl erst im…..

Kriegshetze und Aushöhlung der Demokratie . . . durch mediale Propaganda

Viele moderne Kriege wären ohne die Massenmedien nicht möglich gewesen. Im Dienste oder in geheimer Kumpanei mit den Machthabern manipulieren Journalisten der Mainstreammedien stets durch falsche, einseitige, erlogene und verleumderische Darstellungen das Bewusstsein der unkritischen Menschen und stacheln sie zu Angst und Hass auf, um sie für den Krieg bereit zu machen. Es sind die Schreibtischtäter, deren Verantwortung für das unendliche menschliche Leid des Krieges derjenigen der direkt handelnden Politiker und Militärs nicht nachsteht. Und ohne verlässliche wahre Informationen ist die Demokratie bereits aufgehoben.

► Die Prinzipien der Kriegspropaganda

Der britische Politiker und Friedensaktivist Arthur Ponsonby (1871-1946), der zehn Jahre nach dem Ersten Weltkrieg die Feststellung traf, der Journalismus habe sich nie stärker diskreditiert als im Ersten Weltkrieg, formulierte aus seinen Beobachtungen zehn Prinzipien der Kriegspropaganda, die bis heute ihre Gültigkeit haben……

The Show must go on….Wie die Medien Geflüchtete ins richtige Licht rückt

Beitrag des russischen Fernsehens: Türkei geht gegen russische Journalisten vor

Die Türkei tut alles, um den Konflikt mit Russland zu verschärfen. Am Wochenende wurde die Redaktion von Sputnik in der Türkei durchsucht und Journalisten festgenommen. Das wird die Gespräche zwischen Erdogan und Putin am 5. März nicht einfacher machen.

Die westliche Presse regt sich (zu recht) auf, wenn sie in irgendeinem Land bei der Arbeit behindert wird. Wie verlogen diese Beschwerden sind, kann man sehen, wenn es andere trifft: Dann berichten die westlichen Medien nicht einmal darüber.

Dass die türkischen Behörden am Wochenende massiv gegen die russische Nachrichtenagentur Sputnik vorgegangen sind, war der westlichen Presse keine Meldung wert. Dabei sollte man meinen, dass Journalisten – auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind – doch das gleiche Ziel haben: Freie und ungehinderte Berichterstattung. Aber darüber scheinen die Kollegen der „Qualitätsmedien“ eine ganz eigene Meinung zu haben.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über das Vorgehen der türkischen Behörden gegen Sputnik berichtet. Vor dem Hintergrund des Konfliktes zwischen Russland und der Türkei in Syrien und dem für den 5. März angesetzten Gespräch zwischen Erdogan und Putin dürfte dieser Vorfall nicht zu einer positiven Gesprächsatmosphäre beigetragen haben. Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wenn eine gute Atmosphäre vor dem möglichen Treffen zwischen Erdogan und Putin in Moskau geschaffen werden soll, dann war der Vorfall um die…..

…..und noch….
Bericht im Russischen Fernsehen: „Trump ist der erste schwarze Präsident und ein Friedensstifter“

Das russische Fernsehen schaut in der Sendung „Nachrichten der Woche“ jeden Sonntag über den großen Teich und berichtet über die politische Woche in den USA. In dieser Woche ging es um Frieden mit den Taliban und neuesten Meldungen aus dem Wahlkampf. Ich habe den Beitrag des russischen Fernsehens wie üblich übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Vereinigten Staaten und die afghanischen Taliban haben ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die Amerikaner haben sich verpflichtet, ihre und die NATO-Truppen….

“Im Internet spielt zufällige Nachrichtennutzung eine wichtige Rolle”

Internetnutzer leben nach einer empirischen Studie nicht in einer “Filterblase”

Wer das Internet, soziale Medien und Suchmaschinen nutzt, bewegt sich oft in einer Filterblase – zumindest hört man es so immer wieder. Aber stimmt das? Forscher der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, der Hohenheim Universität und des Leibniz Institut für Sozialwissenschaft in Köln, haben in einer aufwendigen Studie die Internetnutzung von rund 5000 Studienteilnehmern analysiert. Das Ergebnis ist interessant. Laut Untersuchung kommen die Nutzer von Facebook und Google mit einer breiten Auswahl an Nachrichten in Kontakt. Im Telepolis-Interview geht der Kommunikationswissenschaftler Frank Mangold auf die Studie ein und erklärt, was die Ergebnisse bedeuten.

Herr Mangold, seit geraumer Zeit ist von dem Begriff “Filterblase” die Rede. Oft wird er im Zusammenhang mit dem Internet gebraucht. Demnach würden sich viele Nutzer des Internets in Filterblasen bewegen, also nur Webseiten nutzen, die ihre Meinung bestätigen. Ist es wirklich so einfach?
Frank Mangold: Ganz sicherlich nicht! Zumindest scheinen nach unseren…..

Das russische Fernsehen über MeToo und Weinstein: „Wie unter Stalin“

Das Urteil im Weinstein-Prozess hat Schlagzeilen gemacht, auch in Russland. Aber in Russland ist der Blick auf den Fall Weinstein und die MeToo-Debatte ein völlig anderer, als in Deutschland.

Das russische Fernsehen hat immer wieder über den Fall Weinstein und auch über MeToo und Gender berichtet und ich habe die Berichte übersetzt, um aufzuzeigen, dass es zu diesen Themen auch andere Meinungen auf der Welt gibt, als sie die westlichen Medien propagieren. Ich habe auch schon die These aufgestellt, dass die medialen Vorverurteilungen, die mit solchen Kampagnen einhergehen meiner Meinung nach den Rechtsstaat untergraben und diese These zur Diskussion gestellt.

Am Sonntag hat sich nun das russische Fernsehen in der Sendung „Nachrichten der Woche“ erneut mit dem Fall Weinstein und der MeToo-Debatte beschäftigt. Da man in Russland auf diese Themen völlig anders schaut, als im Westen, habe ich den Beitrag des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Am 24. Februar wurde der amerikanische Filmproduzent Harvey Weinstein…..

….und noch….
Britische Presse: Großbritannien will mit dem Brexit auch die Europäische Menschenrechtskonvention verlassen

Großbritannien scheint nicht nur die EU, sondern auch die Europäische Menschenrechtskonvention verlassen zu wollen. Das hat der Sunday Telegraph am Sonntag gemeldet, aber in Deutschland habe ich dazu noch keine Meldung gefunden.

Die Verhandlungen über den Brexit werden schwierig, vielleicht gar unmöglich. Bis zum Jahresende müssen die EU und Großbritannien eine Einigung finden, sonst kommt es doch zum harten Brexit. Das Szenario ist nun noch einmal wahrscheinlicher geworden.

In Frankreich konnte man diese Tage in der Zeitung lesen…..

Blutsverwandt: Kriegswille und Rassismus

Bildquelle: Public Broadcasting Service

Die Tagesschau unterscheidet nicht zwischen echter und nur politisch korrekter Trauer über die Opfer von Gewalt

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Sie wäre so nötig gewesen und hätte soviel bewirkt: eine Schweigeminute in der Tagesschau. Nur die Bilder aus Hanau sprechen und die Erschütterung über rassistischen Serienmord wirken lassen. Der Fernseh-Öffentlichkeit erlauben, den Schmerz mit den weinenden Angehörigen der Toten für einen kurzen Augenblick zu teilen. Aber nein, die Redaktion ARD-aktuell übersteigerte alles, staatstragend wie üblich, mit einem Steinmeier-O-Ton: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. …Wir trauern, nehmen Anteil und sehen, dass wir eins sind in unserer Trauer und einig gegen Hass, Rassismus und Gewalt.“ (1) Tönende Phrasen, derweil der Rassismus hierzulande erstarkt. Und zwar parallel zur Kriegslust, mit der sich Deutschland vorzugsweise gegen die islamische Welt richtet. (2)

Rassismus im Innern und Deutschlands Kriegshandeln im Ausland…..

Der Weg zu Angriffskriegen ist mit Kriegspropaganda und Lügen gepflastert

Bildergebnis für „Der Weg zu Angriffskriegen ist mit Kriegspropaganda und Lügen gepflastert“

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erfüllt seine Aufgabe nicht, im Gegenteil, er trägt mit zur Spaltung des Landes durch eine Berichterstattung bei, die Ressentiments schürt und auf Manipulation setzt. Diese Auffassung vertritt Maren Müller vom Verein „Ständige Publikumskonferenz“. Im zweiten Teil des Interviews mit Müller, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer geht es unter anderem um die Staatsnähe der öffentlich-rechtlichen Medien und die Schwierigkeiten, wenn es um einen konstruktiven Dialog mit Vertretern großer Medien geht. Von Marcus Klöckner.

Verlassen wir die konkreten Beispiele. Ihre Kritik an der Tagesschau setzt sich zwar immer wieder mit Einzelbeispielen auseinander, aber Ihnen geht es um mehr. Aus Ihrer Sicht wird die Tagesschau als öffentlich-rechtliches Medium seinem Auftrag nicht gerecht. Zuerst: Wie lautet dieser Auftrag?

Maren Müller: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen frei von…..

Coronavirus: NewsGuard warnt vor Falschinformationen

Coronavirus: NewsGuard warnt vor Falschinformationen und aktualisiert ständig die Liste der Webseiten die Fake News verbreiten.

Noch mal zu Erinnerung wer dahinter steckt…..

Die Firma Newsguard, in deren Führungsgremium ehemalige Chefs von CIA und NSA sitzen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Usern schon im Browser durch farbliche Markierungen mitzuteilen, welche Nachrichtenseiten vertrauenswürdig sind und welche nicht.

Wie die Einschätzung ausfallen würde, war natürlich von vornherein klar, wenn man sich das Advisory Board der Firma anschaut. Dort sitzen unter anderem:

-General a.D. Michael Hayden: Ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency (NSA) und ehemaliger Principal Deputy Director of National Intelligence. Das war immerhin der Mann, der einer der wichtigsten Whistleblower unserer Zeit gejagt hat: Edward Snowden. Wie ist er zum Garanten für „unabhängige Bewertungen“ geworden?
-Elise Jordan, ehemaliger Redenschreiber von Condoleezza Rice
-Anders Fogh Rasmussen, ehemliger dänischer Ministerpräsident und ehemaliger Nato-Generalsekretär
-Tom Ridge, ehemaliger First Secretary der Homeland Security
-Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia (also kontrolliert Wikipedia sich über newsguard quasi selbst)

Es geht bei Newsguard also nicht darum, wie gut oder schlecht ein Medien recherchieren, sondern darum, ob sie der US-Politik gegenüber treu sind. anti-spiegel.ru

Dubiose US-Firma spielt Medienwächter

NewsGuard: Dubiose US-Firma spielt Medienwächter….Im Kampf gegen „Fake News“ will NewsGuard entscheiden, was Leser glauben dürfen. Doch die bisherigen Bewertungen wecken Zweifel an der Neutralität…..

NZZ beschimpft Assange – und muss eine Replik publizieren

© nzz

Die NZZ identifizierte sich mit verleumderischen und ehrverletzenden Aussagen gegen den UN-Sonderberichterstatter über Folter.

Die NZZ-Redaktion erlaubte einer Gastautorin, dem Schweizer Rechtswissenschaftler und UN-Sonderbeauftragten über Folter, Nils Melzer, prominent auf einer ganzen Seite «absurde» Aussagen zur Isolationshaft Assanges zu unterschieben und ihn einer «Verschwörungstherorie» zu bezichtigen. Zudem habe ausgerechnet der UN-Sonderberichterstatter über Folter einen «lockeren Umgang» mit dem Begriff der Folter. «Beunruhigend» sei, dass seriöse Medien und prominente Personen des öffentlichen Lebens bereit seien, Nils Melzer Glauben zu schenken.

Diese und viele weitere happigen Vorwürfe verbreitete die NZZ-Redaktion, ohne dem massiv Angegriffenen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, wie es der Schweizerische Presserat in solchen Fällen vorschreibt.

Noch bedenklicher: Die NZZ setzte den grossen Titel und den Lead über der……

SARS-CoV-2: Tagesschau verbreitet gefährliche FakeNews

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Wir haben den Eindruck, dass man in Deutschland das Virus, das nun schon seit gut zwei Monaten China in Beschlag genommen hat, bislang eher beiläufig betrachtet hat. Es gibt natürlich Wichtigeres. Man muss sich über vermeintliche Homophobie gegenüber Trans aufregen. Man muss die rechte Gefahr beschwören und in Erfurt einen sozialistischen Putsch vorbereiten, und natürlich muss darüber gestritten werden, ob Windräder Häuser direkt oder nur indirekt gefährden dürfen.

Das mag begründen, warum die Journalismus-Darsteller bei der Tagesschau noch mehr schwimmen als sonst. Aber, dass die ARD-Tagesschau nun – in der gesammelten Unkenntnis der Redaktion und unter Zuhilfenahme von……

Der Spiegel über Syrien: Besonders plumpe Propaganda am Dienstag

Bei den Berichten über die Situation in Syrien zeigt der Westen – und allen voran seine Medien – sein hässliches Gesicht. Das war am Dienstag gleich in zwei Spiegel-Artikeln besonders deutlich.

Bevor wir zu den Spiegel-Artikeln und ihren Stilmitteln kommen, kurz einmal zur Situation in Syrien. In der nordöstlichen Provinz Idlib herrschen islamistische Terroristen, die aus der Al-Qaida hervorgegangen sind. Diese Gruppen sind von der UNO ganz offiziell als Terrorgruppen eingestuft worden. Es gibt also keinen Zweifel, wer dort herrscht.

Die Türkei unterstützt diese Terroristen und hat seit dem…..

Offener Brief an die Medien: Hört endlich auf, die Gesellschaft zu spalten!

berichterstattung photoPhoto by Tim Reckmann | a59.de

Ich wende mich heute an Deutschlands Journalisten. An die vielen Lokalreporter, die Redakteure der Leitmedien, die Polittalker und nicht zuletzt an die Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ich habe Angst! Noch vor wenigen Jahren lebte ich in einem Land, das ich trotz aller Herausforderungen als beständig, sicher und gesellschaftlich stabil kannte. Vier Jahrzehnte lang fühlte ich mich zuhause in Deutschland, das mir eine neue Heimat bot, nachdem ich den Iran mit meiner Familie in den 1970er Jahren hatte verlassen müssen. Umsichtige Politiker und verantwortungsvolle Journalisten gaben mir selbst zu Zeiten des „Kalten Krieges“ und des „RAF“-Terrors, aber auch in den schwierigen Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung und später in einer immer unübersichtlicheren Welt globale….

Smarte Zensur

Bei jeder Gelegenheit hält Facebook ein Loblied auf Transparenz und Meinungsfreiheit. Wie ernst es dem Netzwerk damit ist, zeigt sich, wenn es selbst zum Nachrichteninhalt wird.

Mark Zuckerberg spricht über Redefreiheit© Facebook (Ausschnitt)

Facebook ist für viele Menschen das Tor zur Welt da draußen. Laut einer Erhebung von Pew Research bezieht mittlerweile mehr als jeder zweite erwachsene US-Bürger (52 Prozent) Nachrichten auf Facebook. Vor dem Hintergrund der jüngsten Datenskandale und Fake-News-Schwemme mag dieses Vertrauen überraschen. Doch in den USA, wo seit 2004 20 Prozent der Zeitungen schließen mussten und viele Bürger keine Lokalzeitung mehr haben, stößt Facebook in ein Vakuum. Der Konzern hat einen 300 Millionen Dollar schweren Fonds zur Journalismusförderung aufgelegt, mit dem er lokaljournalistische Projekte finanziert. Facebookchef Mark Zuckerberg hat schon vor Jahren das Ziel ausgegeben, »die perfekte personalisierte Zeitung für jede Person auf der Welt zu schaffen«. Dass sich Facebook als Retter des Journalismus geriert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, schließlich hat der Konzern mit der Abschöpfung des Werbemarkts das Zeitungssterben selbst befeuert.

Die Frage ist nur, inwiefern Facebook ein funktionales Äquivalent für Lokalzeitungen sein kann – und ob es dem Konzern gelingt, eine kritische…..

 

„Die Tagesschau ist systematisch auf die Weltsicht westlicher Nachrichtenagenturen fixiert“

Bildergebnis für „Die Tagesschau ist systematisch auf die Weltsicht westlicher Nachrichtenagenturen fixiert“

Warum haben vielen Medien ein Problem damit, auch Meldungen von nichtwestlichen Agenturen zu veröffentlichen? Woran lässt sich festmachen, dass es in der Tagesschau ein Objektivitätsproblem gibt? Was hat das ARD-Nachrichtenflaggschiff mit Feindbildern und Propaganda zu tun? Maren Müller, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, als Kritiker des öffentlich-rechtlichen Nachrichtenjournalismus bekannt, liefern in ihrem aktuellen Buch über die Tagesschau eine wichtige Lehrstunde in Medienkritik ab. Im ersten Teil eines zweiteiligen Interviews mit den NachDenkSeiten zeigen Bräutigam und Klinkhammer auf, warum sie an der Tagesschau kaum ein gutes Haar lassen. Von Marcus Klöckner.


In Ihrem aktuellen Buch über die Tagesschau kommt sehr oft das Wort „Meinungsmacht“ vor. Mit etwas Naivität lässt sich fragen: Was hat die Tagesschau mit „Meinung“ zu tun? Die Tagesschau ist eine Nachrichtensendung. Dort werden die harten Fakten präsentiert, es wird gesagt, „was ist“. Oder?
 
Volker Bräutigam: Oder eben nicht. Die Tagesschau sendet nachweislich…..

Bilder sagen mehr als tausend Worte – und können richtig lügen

© Rubikon

Eine Invasion russischer Truppen in die Ostukraine hat es nie gegeben. Die gezeigten Fotos waren falsch. Fälschen ist ganz einfach.

Der deutsche IT-Spezialist Jens Bernert hat die Fotos in den Medien, die den Einmarsch russischer Panzer in der Ostukraine zu zeigen vorgaben, genau untersucht. Es waren in Wirklichkeit Bilder von anderen Orten und anderen Anlässen, teils bis zu fünf Jahren zurückliegend. Der durch diese falschen Bilder erzeugte Glaube an die Invasion russischer Panzer aber ist bis heute geblieben.

Jens Bernerts sehr informativer Artikel mit etlichen Beispielen von gefälschten Fotos in westlichen Medien ist letzte Woche auf der deutschen Online-Plattform Rubikon erschienen:

«Die gefälschte Invasion
Propaganda ließ einen Krieg, der de facto nie stattfand, zur Wirklichkeit…..

Dirk Pohlmann und Markus Fiedler haben in Hamburg auch die Berufung vor dem OLG gewonnen

Markus Fiedler und ich haben in Hamburg auch die Berufung vor dem OLG gewonnen. Und das OLG Ergebnis ist noch weitreichender als das erste Urteil.

In Fußgängerdeutsch: es gibt kein Recht auf Anonymität in Wikipedia, wenn man Themen des gesellschaftlichen Meinungsstreites bearbeitet, noch dazu parteiisch. Die Regeln der Wikipedia gelten nicht im deutschen Medienrecht.

Das wird die Tätigkeit der Wikipedia-Junta dann doch in ein neues Licht stellen.

Micha Joanni kommentierte das mit “A Hund isser schon, der Kompa!” Als Preuße habe ich diesen nordösterreichischen/südbayrischen Satz nicht richtig verstanden und so kommentiert. (Wurde aber jetzt aufgeklärt. ich beherrsche jetzt einen Brocken Südbayrisch mehr):

Sprich mir nicht schlecht von Jagdhunden. Es gibt zu wenige. Im Beruf des Journalisten (und des Rechtsanwaltes) ist jahrzehntelang, viel zu lange, Schoßhund eingezüchtet worden. Die “Rekompaisierung” ist überfällig. Darf ich daran erinnern, dass Fiedler und ich ins Risiko gegangen sind, wir sind mit Wikihausen die Urheber der Causa Feliks.

Übrigens genau mit der juristischen Analyse meinerseits, dass ich die deutsche Rechtsprechung so verstehe, dass die Regeln des Medienrechtes analog auf Wikipedia angewandt werden müssen.

Was in der Wikipedia zur Lachnummer gemacht wurde, zum Beispiel von den Heckenschützen-Trollen KarlV und Jonaster. Zum Glück müssen jetzt nicht Fiedler/Pohlmann 30.000 Euro zahlen, sondern Feliks. Aber – wer zahlt eigentlich für Feliks? Er selbst? Oder war das ein Wikipedia Musterprozess unter offiziellem Ausschluss von Wikipedia? Immerhin hat ja Feliks zurückgezogen, und so den für Wikipedia angerichteten Schaden minimiert. Er hatte nichts davon. Das war im Interesse Wikipedias. Via Dirk Pohlmann

 

OLG Hamburg: Deanonymisierung von Autoren politischer Beiträge zulässig

Ein gewisser „Feliks“ hatte am Landgericht Hamburg zunächst eine einstweilige Verfügung erstritten, die es den Mandanten verbot, Feliks echten Namen zu verraten. Feliks gehört zu den ca. 300 Wikipedia-Autoren, die in kontroversen Beiträgen im Ergebnis die Macht haben, diese zu kontrollieren — dieses, obwohl er häufig extrem subjektiv editiert und Interessenkonflikte nicht offenlegt. So kontrollierte er eine beträchtliche Anzahl an Wikipedia-Biographien von Politikern der Linkspartei sowie politische Lemmata, obwohl er selbst Mitglied der Linken ist, sogar mal im Vorstand der bayrischen PDS saß. Wer immer Feliks‘ (extreme) Meinung zum Nahost-Konflikt nicht, musste damit rechnen, gebrandmarkt und verächtlich gemacht zu werden.

Das Landgericht Hamburg hatte vor einem Jahr die einstweilige Verfügung unter….

Das Zittern bei der ARD-Tagesschau

Offener Brief an die ARD-Tagesschau.


Der öffentlich-rechtliche Sender verschweigt seinen Konsumenten beharrlich, dass Syrien noch immer schlicht um seine Existenz kämpft und sich derzeit ganz konkret der Aggression solcher Staaten wie der Türkei und Israel erwehren muss. Er deckt diese Tatsache zu, indem er in propagandistischer Manier einer Flüchtlingskatastrophe das Wort redet, welche auf die Operationen der Syrischen Arabischen Armee (SAA) in Idlib zurückzuführen sei. Es ist wichtig, die Dinge klar auszusprechen: Die ARD-Tagesschau betreibt mit dieser Erzählung Desinformation.


Vorwort

Der folgende Brief ist – wie auch alle anderen an dieser Stelle veröffentlichten – keinesfalls ausschließlich, ja nicht einmal erstrangig an den explizit aufgeführten Adressaten gerichtet. Vor allem aus diesem Grunde handelt es sich ja auch um öffentlich gemachte Briefe. Sie sind ein…..

Tiergartenmord: Wie der Spiegel Propaganda als Enthüllungen verkauft

Der Spiegel hat sich mal wieder zum Tiergartenmord geäußert. Aber anstatt neue Entwicklungen aufzuzeigen, wurde nur das einseitige Narrativ wiederholt und alles weggelassen, was nicht ins vom Spiegel gewollte Bild passt.

Unter der Überschrift „Tiergarten-Mord – Russischer Geheimdienst spielte offenbar zentrale Rolle bei Erschießung“ hat der Spiegel einen Artikel veröffentlicht, der von Desinformation einerseits überquillt, andererseits aber wirklich alles weglässt, was nicht die Meinung unterstützt, die der Spiegel seinen Lesern aufoktroyieren möchte.

In Sachen Tiergartenmord gibt es keine Neuigkeiten, aber der Spiegel hat trotzdem in einem langen Artikel noch einmal darauf hingewiesen, dass angeblich Russland schuld ist, wie man gleich zu Beginn des ersten…..

Update zu einer Reihe jüngerer Erfolge des Fonds

Mark Zuckerberg Mr Data Accumulator Star Trek przeróbka

Fall 21: Erfolg vor dem Landgericht Münster. Das Gericht verbietet Facebook die Löschung eines Beitrags aus dem Satiremagazin „Der Postillon“ („War Hitler ein Gamer“) und die Sperrung des Nutzers. Verboten wurde auch, diese Sanktionen mit dem pauschalen Hinweis auf einen Verstoß gegen die „Gemeinschaftsstandards“ vorzunehmen, ohne diese „repressiven Maßnahmen“, so das Landgericht, zu begründen (nämlich mit dem Hinweis, wogegen genau man verstoßen haben soll).

Neuer Fall 29. Thilo Schneider, Autor des politischen Blogs „Die Achse des Guten“ hat am 08.02.2020 einen Link zu seinem eigenen Artikel veröffentlicht und dem Link die Worte vorangestellt „Plötzlich Hitler. Neuer Beitrag auf…“, dann folgte der Link zu seinem Text „Die schönste Selbstverstümmelung seit Van Gogh“. Facebook löschte den Beitrag am 08.02.2020 und sperrte Schneider für 30 Tage. Es wurde lediglich mitgeteilt, er habe gegen die „Gemeinschaftsstandards“ verstoßen. Facebook wurde heute abgemahn….