Archiv für Libyen

Kurznachrichten Libyen – 31.03.2020

libya-mapsnworld.com
Militärische Lage – Coronakrise – ‚Einheitsregierung‘ – Migranten – Verschiedenes

Militärische Lage

+ Am 30.03. abends schoss die LNA eine türkische Drohne in der libyschen Hauptstadt Tripolis ab. Eine weitere Drohne wurde südlich von Tripolis abgeschossen

+ Die LNA gibt bekannt, ein türkisches Flugzeug südlich von Tripolis nach Start vom Mitiga-Flughafen abgeschossen zu haben.

+ Bei Kämpfen in der Straße zum Abu-Salim-Gefängnis in Tripolis konnten die LNA-Streitkräfte…..

Kurznachrichten aus Libyen – 26.03.2020

Militärische Lage – Coronakrise – Übergangsregierung (Tobruk) – Einheitsregierung (Tripolis) – Verschiedenes

Militärische Lage

+ Es fand ein großangelegter Angriff auf den westlich von Tripolis gelegenen LNA-Luftwaffenstützpunkt al-Witia durch die Milizen der ‚Einheitsregierung‘ statt, der von der LNA zurückgeschlagen werden konnte. Die Milizen, die von syrischen Söldnern, die die Türkei ins Land gebracht hatte, unterstützt wurden, scheinen große Verluste erlitten zu haben. Sieben syrische Söldner wurden gefangengenommen.
Die LNA verweist darauf, dass es sich um einen massiven…..

Die Lage in Libyen nach dem Berliner Gipfel

Die Berliner Libyen-Konferenz ist in der Sache sehr zu begrüßen, doch wurden das geschlossene Abkommen mehrfach unterwandert. Das Beispiel Libyen zeigt: Frieden und Sicherheit lassen sich nicht mit militärischen Mitteln herstellen. Nötig ist ein Umstieg auf eine zivile Sicherheitspolitik ohne Militär, die nicht mehr auf Gewalt und Krieg beruht.

Das 55-Punkte-Abkommen, das die am Libyen-Krieg beteiligten Regionalmächte am 19. Januar in Berlin vereinbart haben, ist als erster Schritt zur Beendigung dieses Krieges zu begrüßen, auch wenn leider nicht alle dschihadistischen Gruppen darin einbezogen wurden. Diese Konferenz war der dritte Versuch nach gescheiterten Anläufen Italiens und Frankreichs.

Die dringende – und komplizierte – Aufgabe lautet nun, die vereinbarte Waffenruhe zwischen den Milizen und Truppen des im Osten Libyens residierenden, 76 Jahre alten Generals Chalifa Haftar und den Regierungssoldaten des Ministerpräsidenten Fajez Sarradsch zu konsolidieren und in einen belastbaren Waffenstillstand zu überführen. Verantwortlich dafür ist ein Militärkomitee, zu dem je fünf Vertreter dieser libyschen Konfliktparteien unter UN-Moderation gehören, die seit dem 3. Februar in Genf miteinander verhandeln. Dieses Komitee soll auch Schritte ergreifen, um alle nicht-libyschen Kämpfer zu demobilisieren. Unklar ist, ob Russland und die Türkei dem Folge leisten werden, da sie mit Söldnern in Libyen präsent sind…..

Das Mittelmeer von morgen

Deutsche Außenpolitiker fordern Bundeswehreinsatz in Libyen. Einfluss der europäischen Mächte geht zurück

In Berlin werden neue Forderungen nach einem Einsatz der Bundeswehr in Libyen laut. Bereits in der vergangenen Woche hatte Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, für einen Marine- oder Luftwaffeneinsatz plädiert. Am Wochenende urteilte der CDU-Außen- und Militärpolitiker Johann Wadephul, in Libyen kämen “schwierige sicherheitspolitische Aufgaben auf uns zu”. Zugleich wird die Wiederbelebung des EU-Marineeinsatzes “Sophia” zur Verhinderung von Waffenschmuggel nach Libyen diskutiert. Außenminister Heiko Maas kündigt eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Bekräftigung des Waffenembargos gegen das Land an; materielle Sanktionen sind aber offenbar nicht vorgesehen. Würden sie verhängt, träfen sie Staaten, auf deren Kooperationsbereitschaft Deutschland in seiner Nah- und Mittelostpolitik angewiesen ist. Wie Experten bestätigen, lösen Staaten wie Russland und die Türkei die europäischen Mächte als zentrale äußere Einflusskräfte in Libyen ab. Damit sei das Land, heißt es, “eine Vorschau auf das Mittelmeer von morgen”.

“Nicht wegducken”

Forderungen nach einem Libyen-Einsatz der Bundeswehr, wie sie vor……

Neues Video zeigt syrische Söldner die auf den Straßen der libyschen Hauptstadt patrouillieren

Einen Tag, nachdem Emmanuel Macron auf der Berliner Friedenskonferenz die Verlegung von türkischen Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Kampf in Libyen verurteilt hat, ist ein neues Video aufgetaucht, das eine Gruppe ausländischer Kämpfer zeigt, die durch die Straßen von Tripolis schlendern.

Die regionale Publikation Libya Review beschreibt das kurze Video als eine Gruppe von syrischen Söldnern die mit türkischer Unterstützung durch die Hauptstadt ziehen. Macron hat am Sonntag die türkische Absicht kritisiert, die Tausende von Dschihadisten zum Kampf gegen General Khalifa Haftar in Libyen schicken wollen. Macron äußerte “akute Besorgnis über die Ankunft syrischer und ausländischer Kämpfer in der Stadt Tripolis. Erdogan, Putin, Macron, Pompeo und andere führende Persönlichkeiten waren bei den Gesprächen anwesend, die außer der gemeinsamen Verpflichtung, den Zustrom ausländischer Waffen und Kämpfer zu stoppen, wenig definitive Vereinbarungen hervorbrachten.

Laut der Nahost-Nachrichtenseite Al-Masdar scheint einer der Kämpfer ein syrischer Teenager zu sein, ein anderer begrüßt die Gruppe mit “Libyen heißt Sie willkommen”:

Das Video von der Libya Review wurde genau am Tag der Berliner Libyen-Konferenz veröffentlicht.

Obwohl Macron und andere europäische Führer den Zustrom ausländischer Kämpfer am Sonntag verurteilten, sagte Serraj in einem Interview, er würde jede Unterstützung von außen begrüßen. In dem Interview wurde er ganz offen über die Syrer befragt und schien die nun nicht mehr so “verdeckte” Initiative zu unterstützen.

Auf der anderen Seite des Konflikts beschuldigte Haftars libysche Nationalarmee sowohl Erdogan als auch die GNA, die Wiedergeburt des ISIS in der Region zu fördern.

Ende letzter Woche bestätigte das Pentagon ein “kleines” Wiederaufleben der islamischen Staaten in Libyen, wobei der stellvertretende Vorsitzende der Joint Chiefs, General Paul Selva, seine Besorgnis darüber zum Ausdruck brachte, dass man ISIS Raum zum Atmen gäbe, um sich als “dritte Partei im Kampf in Libyen” wieder zu konstituieren.

Die Heuchelei Frankreichs und der USA, die “Besorgnis” über Terroristen in Libyen zum Ausdruck bringen ist nicht zu übersehen, wenn man bedenkt, dass es ihre eigene Militärintervention von 2011 gegen Gaddafi und die Unterstützung für dschihadistische “Rebellen” war, die diese aktuelle Krise überhaupt erst ausgelöst hat.

Wie wir bereits erwähnt haben, wird der libysche Stellvertreterkrieg 2.0 im Jahr 2020 zu den verheerendsten und tödlichsten geopolitischen Krisen gehören.

Berliner Konferenz bereitet militärische Besetzung Libyens vor

Du hast mit Sicherheit mitbekommen, die Libyen Konferenz in Berlin stattgefunden hat.

Weiß Du was der Witz an der ganzen Sache ist? Schau Dir die eingeladenen Gäste an, siehst Du da Vertreter Libyens? Es wird eine Libyen Konferenz ohne Libyer gemacht! Das ist typisch für die westlichen Eliten.
So betonte der russische Außenminister Sergei Lawrow auch im Anschluss an die Konferenz:
Die Veranstalter der Konferenz haben ihre anfängliche Idee, die Konferenz ohne libysche Vertreter zu berufen, fallen gelassen, weil wir darauf bestanden haben.
Deswegen die europäische Kolonialpolitik geht weiter, denn die Denkweise über andere entscheiden zu können, wie sie leben sollen sitzt halt tief drin.Via Wjatscheslaw Seewald

Bei der Libyen-Konferenz, die am vergangenen Sonntag in Berlin stattfand, ging es nicht um „Frieden“ in dem kriegszerstörten Land, sondern um die Verteilung der Beute. Sie erinnert fatal an die Konferenzen, auf denen die Kolonialmächte des 19. Jahrhunderts ganze Regionen und Kontinente unter sich aufteilten.

Das zeigt allein schon die Zusammensetzung der Konferenz. Am Tisch saßen die Staats- und Regierungschefs der mächtigsten Groß- und Regionalmächte, aber kein Vertreter des Landes, über dessen Schicksal entschieden wurde. Die beiden wichtigsten Kontrahenten im libyschen Bürgerkrieg, Premierminister Fayiz as-Sarradsch und General Chalifa Haftar, waren zwar nach Berlin beordert worden…..

Was bedeutet die Einigung auf der Libyen-Konferenz tatsächlich?

Die deutsche Presse feiert die Ergebnisse der Libyen-Konferenz. Im Ausland sind Medien und Beobachter deutlich skeptischer.

Am Sonntag fand in Berlin die Libyen-Konferenz statt und sie endete mit einer gemeinsamen Erklärung für eine Waffenruhe und ein Waffenembargo. Das klingt gut und macht Hoffnung. Der Spiegel berichtet darüber und in dem Artikel kann man lesen, wie dankbar alle Merkel sind:

„Uno-Generalsekretär António Guterres dankte Merkel für ihren Einsatz für eine friedliche Lösung.“

Aber was bedeutet die Einigung tatsächlich?

Man muss wissen, dass die Konfliktparteien nicht einmal direkt miteinander gesprochen haben. Schon eine Woche zuvor bei einem Treffen in Moskau waren die Delegationen in verschiedenen Räumen und russische Diplomaten mussten hin- und herlaufen, um die jeweiligen Positionen der anderen Seite mitzuteilen. Sarradsch, der Chef der international……

CIA-Agent Haftar ist der Darling der EU, um Libyen unter Kontrolle zu bringen

Der Oberbefehlshaber der Libyschen Nationalarmee Chalifa Haftar (Archivbild)© AFP 2019 / Abdullah Doma

Kanzlerin Merkel lud ein zum Sondergipfel über Libyens Zukunft. Auch Putin kam.

Die EU will in Libyen notfalls militärisch eingreifen, die dortigen Warlords umfunktionieren zu einer hübsch aussehenden Pseudoregierung, natürlich sollen die Flüchtlingsströme per Gummiboot enden und die EU will sich zu einer Mittelmeerunion ausweiten.

Der Darling der EU ist General Haftar; dieser führt die Libysche Nationalarmee (LNA) an und kontrolliert 90 Prozent des Landes und alle wichtigen Erdölvorkommen, Raffinerien sowie Exporthäfen. Haftar wurde einst US-Staatsbürger und arbeitete einige Jahre lang für die CIA. In Libyen wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Aus dem US-amerikanischen Exil unterstützte er 1996 einen erfolglosen Umsturzversuch gegen Gaddafi.

2011 kehrte Haftar in seine Heimat zurück und beteiligte sich am Aufstand gegen Gaddafi. Er hat anscheinend auch bedeutende Kontakte zu Russland, weshalb Putin wohl auch keinen nennenswerten Protest übte bei dem Sondergipfel.

Die große Mehrheit der Migranten/Flüchtlinge, die über das Mittelmeer Italien…..

….passend dazu aus dem Archiv…..
Der lange Arm der CIA: Libyen-Krieg will nicht enden

Schon damals spielte der Auslandsgeheimdienst der USA, die CIA, mit seiner Handpuppe General Chalifa Haftar, eine herausragende Rolle: Der einstige Offizier der Libyschen Armee setzte sich 1987 mit Hilfe der CIA in die Vereinigten Staaten ab, sagte sich von Gaddafi lo…..

Weitere syrische Söldner angekommen

Türkei nutzt Waffenstillstand, um militärische Position zu stärken. NOC (National Oil Corporation) erklärt wegen Schließung der Ölfelder und Häfen den Ausnahmezustand.

Neuer Transport syrischer Söldner nach Libyen

Erneut sorgt ein Video in den sozialen Netzwerken für große Aufregung. Es zeigt, wie ein Flugzeug voll mit syrischen Söldnern auf dem Weg nach Libyen ist. Da der Transport mit einer Zivilmaschine erfolgt, wird ein enormes Risiko für Zivilisten befürchtet, die in Libyen mit Linienmaschinen unterwegs sind.

Das Address Journal hat eine Namensliste veröffentlicht mit den Personen, die die Überstellung von syrischen Söldnern über die Türkei nach Libyen zu…..

….passend dazu….
Und immer geht’s ums Öl

Wenn man Kanzlerin Merkel glauben darf, dann geht es bei der Libyen-Konferenz nur um Frieden. Doch insgeheim denken fast alle Beteiligten an Öl. Auch in der Irak-Krise spielt das “schwarze Gold” eine wichtige, wenn auch versteckte, Rolle.

In Libyen liegt die Ölproduktion wegen des Bürgerkriegs am Boden. Das ärgert vor allem den italienischen Energiekonzern Eni – dessen Anteil an der libyschen Öl- und Gasproduktion beträgt rund 45 Prozent. Italien hat…..

Stellungnahme zu Moskau-Gesprächen

RKLÄRUNG DER ALLIANZ DER LIBYSCHEN NATIONALVERSAMMLUNGEN ZU DEN MOSKAUER GESPRÄCHEN BEZÜGLICH DES LIBYENKONFLIKTS

Die Allianz der libyschen Nationalversammlungen, zu der Organisationen der Zivilgesellschaft, nationale Parteien, Menschenrechtsverbände, Schriftsteller, Wissenschaftler, Diplomaten und Akademiker gehören, hat die jüngsten Bemühungen in Moskau, die zur Beendigung des Krieges und zu einer friedlichen Lösung der Libyenkrise führen sollten, aufmerksam verfolgt.

Wir begrüßen die aufrichtigen Bemühungen neutraler Parteien, die Libyer dabei zu unterstützen, den Krieg zu beenden und ihre Probleme zu lösen. Jedoch richten wir unsere Erklärung an die Teilnehmer der Berlin-Konferenz zu Libyen und bekräftigen Folgendes:

1. Die Türkei kann kein ehrlicher und erstrebenswerter Vermittler zwischen…..

Wie ist die Lage vor der Libyen-Konferenz am Wochenende in Berlin?

Libyen beherrscht die Schlagzeilen und für das Wochenende ist in Berlin eine Libyen-Konferenz geplant, auf die einerseits viele Hoffnungen gesetzt werden, deren Erfolgsaussichten andererseits aber auch sehr skeptisch eingeschätzt wird.

Seitdem der Westen Libyen 2011 zerstört hat, herrschen im Land Bürgerkrieg und Chaos. Eine Zusammenstellung der Hintergründe finden Sie hier.

Derzeit ist das Land im Wesentlichen zwischen zwei Parteien aufgeteilt. Einerseits ist das die international anerkannte Regierung, die jedoch außer der Hauptstadt Tripolis und einem kleinen Küstenstreifen keine Kontrolle über das Land hat. Andererseits ist das das Parlament, das sich in den Osten des Landes abgesetzt hat und auf dessen Seite General Haftar…..

Der deutsch-russische Schatz

Merkel verhandelt mit Putin über Libyen. Berlin kündigt internationale Libyen-Konferenz an

Die Bundesregierung kann wichtige außenpolitische Vorhaben in der arabischen Welt nicht mehr ohne Unterstützung durch Russland realisieren. Dies belegen Ergebnisse der Verhandlungen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führte. Demnach wird Moskau den “Berlin-Prozess”, mit dem sich die Bundesregierung zum einflussreichen Mittler im Libyen-Krieg aufschwingen will, künftig grundsätzlich unterstützen. Ohne Moskau war es Berlin nicht gelungen, die internationale Libyen-Konferenz durchzuführen, mit der sie den “Berlin-Prozess” einem ersten Höhepunkt zuzuführen sucht. Vor der Moskau-Reise der Bundeskanzlerin hatten sich deutsche Außenpolitiker ungewohnt anerkennend über den Einfluss geäußert, den Russland in den vergangenen Jahren gewonnen hat. Früher habe man “in Washington angerufen”, wenn man etwas in Syrien habe erreichen wollen, erklärte der FDP-Außenpolitiker Bijan Djir-Sarai……

Libyen-Krise: Marschall Haftar zu Gesprächen mit Fajis al-Sarradsch in Moskau angekommen

In this March 18, 2015 file photo, Gen. Khalifa Haftar, then Libya's top army chief, speaks during an interview with the Associated Press in al-Marj, Libya. © AP Photo / Mohammed El-Sheikhy

Der Anführer der Libyschen Nationalarmee (LNA), Khalifa Haftar, ist in Moskau eingetroffen, wo er Gespräche mit dem Premierminister der Regierung der Nationalen Einheit, Fajis al-Sarradsch, führen wird. Dies teilt die Agentur RIA Novosti am Montag unter Verweis auf eine informierte Quelle aus Libyen mit.

Der Anführer der Libyschen Nationalarmee (LNA), Khalifa Haftar, ist in Moskau eingetroffen, wo er Gespräche mit dem Premierminister der Regierung der Nationalen Einheit, Fajis al-Sarradsch, führen wird. Dies teilt die Agentur RIA Novosti am Montag unter Verweis auf eine informierte Quelle aus Libyen mit.  

Al-Sarradsch werde am Montag nach Moskau kommen, so die…..

Libyen: Die Chronologie und die aktuelle Situation

Die Situation in Libyen ist unübersichtlich, taucht aber immer wieder in den Schlagzeilen auf. Daher habe ich eine Chronologie zusammengestellt und die heutige Situation zusammengefasst.

Ich wollte schon lange zu der Situation in Libyen schreiben, bin dazu aber bisher nicht gekommen. Heute fand ich ich bei der TASS eine gute und kompakte Zusammenstellung, die ich auch ähnlich geschrieben hätte. Ich habe sie daher übersetzt, auch um Ihnen zu zeigen, wie die Situation in Libyen von russischen Journalisten beurteilt wird.

Beginn der Übersetzung:

Der seit 2014 andauernde Bürgerkrieg in Libyen nimmt eine unerwartete Wendung. Die Türkei tritt in die Kämpfe ein, die von der von den Vereinten Nationen….

In der Zuschauerrolle

EU-Mächte warnen vor äußerer Einmischung in Libyen. Russland und Türkei erwägen Prozess zur Beendigung des Kriegs

Außenminister Heiko Maas warnt vor der Einmischung auswärtiger Staaten in Libyen. “Die anhaltende Einmischung von außen schürt die Krise”, heißt es in einer Erklärung zum Libyen-Krieg, die Maas gestern mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Italien und Großbritannien und dem EU-Außenbeauftragten unterzeichnete: Sie sei “zum Nachteil der nationalen Interessen des Landes”. Frankreich und Großbritannien waren die treibenden Kräfte beim Krieg gegen Libyen im Jahr 2011; Deutschland und Italien intervenieren in dem Land seit Jahren – in Sachen Flüchtlingsabwehr. Hintergrund der plötzlichen Warnung vor auswärtiger Einmischung ist, dass Russland und die Türkei sich per Kooperation mit Bürgerkriegsparteien eine starke Stellung in dem Land gesichert haben. Beobachter berichten von Bestrebungen in Moskau und Ankara, ähnlich wie in Syrien (“Astana-Prozess”) auch in Libyen auf ein Ende des Kriegs hinzuarbeiten – unter russisch-türkischer Führung. Das wäre ein weiterer Schlag für die westliche Hegemonie. Berlin will dies mit einer eigenen internationalen Libyen-Konferenz verhindern.

Mitverantwortung für den Krieg

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr einen neuen Anlauf gestarte….

Libyen: Haftars Armee ist in die Stadt Sirte eingedrungen

Die Libysche Nationalarmee von Marschall Khalifa Haftar ist in die Stadt Sirte eingetreten.

Die Marine übernahm die Kontrolle über den Hafen der Stadt, während die Truppen von Khalifa Haftar die Kontrolle über den Militärstützpunkt Al-Saadi sowie einige Stadtgebiete übernahmen.

Einwohner der Stadt begrüßten die Kolonnen des Militärs, die in die Innenstadt geschickt werden.

Es sei daran erinnert, dass der libysche Führer Muammar Gaddafi 2011 von Rebellen in der Nähe von Sirte getötet wurde. Danach brach in Libyen ein Bürgerkrieg aus und der Staat spaltete sich.

Libyen – Der nächste große Stellvertreterkrieg

Nach Italiens Außenminister Di Mayo ist heute auch der griechische Außenminister Dendias eiligst nach Libyen geeilt – um General Haftar zu treffen, dessen “Libyens Nationale Armee“ die islamistische und sog. “Libyens Regierung der nationalen Einheit“ (die von USA, EU, einst auch Italien, und allen voran der Türkei unterstützt wird) wohl zerschlagen wird. Nun hat der türkische Präsident Erdogan polternd angekündigt reguläre türkische Truppen nach Libyen zu schicken, um die islamistische (weil “Muslimbruder“-nahe) “Libyens Regierung der nationalen Einheit“ mit allen Mitteln erhalten will. Türkei NATO-Partner Italien und natürlich Griechenland wollen den “neo-osmanischen“ Bestrebungen im Mittelmeer (siehe auch Türkei Ansprüche auf Zypern-Gas-Felder) irgendwie entgegen zu wirken. Eine Art Allianz. Der griechische Außenminister ist nach dem Treffen mit General Haftar umgehend nach Ägypten geflogen – die Haftars Truppen zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten massivst mit Waffen unterstützen. Der nächste große Stellvertreterkrieg – Libyen. Das Video vom Treffen

Via Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine

LNA weist Unterstellungen von sich

Libyen/LNA. Anschuldigungen von UN-Sondergesandten Salamé und ‚Einheitsregierung‘, zivile Flughäfen anzugreifen, weist die Libysche Nationalarmee als absurd zurück.
Das Generalkommando der Libyschen Nationalarmee (LNA) veröffentlichte am 2. November eine Presseerklärung zu den „ständigen und absurden Versuchen“ der UN-Sondermission (UN-SMIL) und der sogenannten ‚Einheitsregierung‘, „die öffentliche Meinung in die Irre zu führen“ bezüglich der LNA-Luftangriffe auf den militärischen Bereich des Mitiga-Flughafens bzw. Mitiga-Luftwaffenstützpunktes.

Der Leiter der UN-SMIL, Ghassan Salamé, hatte in Begleitung des Innenministers und des Verkehrsministers der ‚Einheitsregierung‘ von Tripolis am 29. Oktober 219 den Mitiga International Airport inspiziert und anschließend die Angriffe der LNA auf den Mitiga-Airport verurteilt.

Laut der LNA handelte es sich dabei um einen medialen…..

….und noch in Libyen….
„Die Libyer haben auf die im Wasser treibenden Menschen gezielt“

Vor der libyschen Küste waren Mitarbeiter des Schiffes „Alan Kurdi“ bei der Seenotrettung mit Maschinengewehren bedroht worden. Ein Augenzeuge berichtet von dramatischen Szenen. Sind private Retter für solche Einsätze ausgebildet? Hier weiter…..

Öl und Islam – Libyens Bürgerkrieg heizt sich auf

General Haftar, Libyen. Bild: Libyan Gazette

General Haftar kämpft mit Loyalitätsproblemen und islamistische Milizen greifen nach immer mehr Macht. Libyens Bürgerkrieg heizt sich weiter auf.

Khalifa Haftar in Libyen

Die Intervention der Türkei zur Unterstützung der Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) hat Khalifa Haftars libysche Nationalarmee (LNA) über Gharyan hinaus gebracht. Weitere Berichte weisen auf Haftars Mangel an Personal hin, was durch die Überstellung von 600 Polizeibeamten aus Bengasi an die Front am 10. September belegt wird. Seine Streitkräfte sollen die libysche Abgeordnete Serham Sergawi gewaltsam entführt und sie als repressive Persönlichkeit bezeichnet haben.

Unterdessen hat das Verhalten seiner Truppen im Süden ethnische Spannungen ausgelöst, wobei die Tebu-Milizen die Haftar-Ahali gezwungen haben, Murzuq zu verlassen. Dieser lokalisierte Konflikt hat zur Vertreibung von 60 Prozent der Zivilbevölkerung der Stadt und ihrer Familien geführt. Es wird berichtet, dass von den VAE gesponserte Vermittlungsbemühungen zwischen den Tebu- und…..

Kämpfe um Mursuk und Tripolis

Libyen – Wikipedia

Bild:Wikipedia

Libyen.Mursuk/Tripolis. Viele Tote und Verletzte bei Kämpfen um Mursuk. Tschad schließt Grenze zu Libyen. Auch südlich von Tripolis erneut schwere Zusammenstöße.

Oasenstadt Mursuk umkämpft

Nach eigenen Angaben konnte die South Protection Force letzte Woche die Kontrolle über die im Süden gelegene Oasenstadt Mursuk erlangen. Vorausgegangen waren zweiwöchige Kämpfe mit Einheiten der Libyschen Nationalarmee (LNA) und Tibu-Stammesmitgliedern.

Die South Protection Force gehört zu den Milizen der Sarradsch-‚Einheitsregierung‘.

Die LNA, die im Februar die Stadt eingenommen hatte, sagte, in Mursuk seien…..

Folgen des Libyenkriegs für andere Staaten

Eine der katastrophalen Folgen des Krieges gegen Libyen im Jahr 2011 war die Erstarkung des Terrorismus in mindestens 14 Ländern.

Unter dem Titel „Wie Camerons Krieg in Libyen den Terrorismus in 14 Ländern Auftrieb gab“ veröffentlichte am 12. Augst 2019 Truepublica einen Artikel von Mark Curtis.

Mark Curtis schreibt: „Libyen ist acht Jahre nach dem NATO-Krieg in eine neue Konfliktphase eingetreten. Ich zählte mindestens 14 Länder, in denen der Terrorismus als unmittelbares Ergebnis dieses Krieges Auftrieb bekam. Die Hinterlassenschaft von David Cameron, Nicolas Sarkozy und Barack Obama, die den libyschen Führer Muammar Gaddafi stürzten, hatte für Europäer und Afrikaner schmerzliche Folgen. Trotzdem ist man so weit wie nie davon entfernt, diese Personen für ihre Entscheidung, gegen Libyen Krieg zu führen, zur Rechenschaft zu ziehen.“

Gebiete ohne Regierung

Der Krieg von 2011, in dem die Nato mit islamistischen Kräften vor Ort …..