Archiv für Geheimdienste/NSA/Überwachung/BigData

Neue Studie zeigt, wie populäre Apps systematisch intime Nutzerdaten weitergeben

Norwegische Verbraucherschützer:innen haben heute eine neue Untersuchung zu Online-Werbung veröffentlicht, in der sie eindringlich vor den Folgen illegaler Datensammlung warnen. Basierend auf den Ergebnissen wollen Verbraucher- und andere zivilgesellschaftliche Organisationen in Europa ihre Behörden auffordern, die höchst fragwürdigen Praktiken der Online-Werbeindustrie zu beenden.

Perfekte App-Nutzer:innen aus Sicht der Werbeindustrie: Unbeschwert und von allen Seiten einsehbar. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Jeremy Bishop

Dating-Apps, Zyklus-Tracker oder harmlos scheinende Tastatur-Apps: Norwegische Datenschützer:innen haben sich zehn beliebte Smartphone-Apps näher angesehen, darunter Tinder, My Days oder Wave Keyboard. Alle der untersuchten Apps gaben personenbezogene und in aller Regel…..

Staatstrojaner werden in der Schweiz intensiv eingesetzt

In der Schweiz werden Staatstrojaner mittlerweile intensiv eingesetzt. Dies berichtet die NZZ am Sonntag. Staatstrojaner verletzen jedoch die digitale Intimsphäre und untergraben die IT Sicherheit von uns allen. Der Einsatz ist daher weitgehend unzulässig.

Die NZZ am Sonntag titelt heute «Staatstrojaner werden intensiv eingesetzt» (eine Zusammenfassung gibt es bei Watson).

Wir wurden für den Artikel zu einigen wichtigen Punkten befragt, die wir nicht im Detail beantworten konnten. Das liegt daran, dass es die Sicherheitsbehörden in der Schweiz üblicherweise vorziehen, nicht über den Einsatz von Staatstrojanern zu sprechen – wie es der Artikel bestätigt.

Informationen gelangen deshalb nur fragmentarisch an die Öffentlichkeit. Auch die….

Angestellte von Amazon-Tochter schauten Videos aus privaten Überwachungskameras

Sie durften es nicht und haben es doch getan: Mitarbeitende des zu Amazon gehörenden Unternehmens Ring haben Videos von Kund:innen angeschaut. Vier Mitarbeitenden wurde deshalb gekündigt, schreibt der Internetkonzern an fünf US-Senatoren. Doch die Dunkelziffer dürfte höher liegen.

Ein türspion auf einer rot lackierten Tür ist zu sehen.Wer ist denn da? Ring-Kameras speichern Videodaten, auf die Mitarbeitende unbefugt zugegriffen haben Alle Rechte vorbehalten Robert Row I Flickr

Das US-Unternehmen Ring musste Mitarbeitenden kündigen, weil sie unerlaubt auf sensible Kund:innendaten zugegriffen haben. Das geht aus einem Antwortschreiben der Heimüberwachungsfirma an fünf US-Senatoren [PDF] hervor, über das US-Medien wie Vice am Dienstag berichteten. Die Mitarbeitenden haben demzufolge Videos aus privaten Überwachungskameras geschaut, die auf den….

Bündnis von digitalen Bürgerrechtsorganisationen fordert Verbot automatisierter Gesichtserkennung

Aktionstag gegen den ‘Verunsicherungsbahnhof’ Südkreuz am 27.11.2017 in Berlin. Bild: Endstation Jetzt/CC BY-2.0

Bundesinnenministerium will Gesichtserkennung an zahlreichen Bahnhöfen und Flughäfen installieren

In den USA haben einige Städte wie San Francisco Gesichtserkennung verboten. US-Abgeordnete wollen deren Einsatz zumindest begrenzen, um Entwicklungen wie in China zu verhindern (In den USA gibt es relativ zur Bevölkerung mehr Überwachungskameras als in China). China ist “Vorbild” auch für den Westen, was den Einsatz von anlassloser Überwachung und Verfolgung durch Gesichtserkennung betrifft (Chinesische Roboter mit Gesichtserkennung). Das hat, wie Hongkong zeigt, unmittelbar Auswirkungen auf die Wahrnehmung von fundamentalen Bürgerrechten und dem Aufenthalt im öffentlichen Raum (Demonstranten versuchen Überwachung auszuschalten).

Bevor Gesichtserkennung punktuell und dann flächendeckend auch bei….

Wie Assange in der Botschaft überwacht wurde

Der ehemalige CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn zeigt in seinem Vortrag, wie umfassend der Wikileaks-Aktivist in der ecuadorianischen Botschaft überwacht wurde.

36C3: Wie Assange in der Botschaft überwacht wurdeAndy Müller-Maguhn bei seinem Vortrag (Bild: Detlef Borchers)

Bereits unter dem ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, der dem Australier Julian Assange politisches Asyl in der Botschaft seines Landes in London gewährt hatte, wurden Assange und seine Besucher mit Hilfe von Überwachungskameras ausspioniert. Unter seinem Nachfolger Lenin Moreno wurde die Qualität der Kameras erheblich verbessert und um eine bis dahin fehlende Aufzeichnung der Gespräche ergänzt. Auch die Kontrollen wurden erheblich verschärft: Alle Seiten der Pässe der Besucher wurden fotgrafiert, die IMEI-/IMSI-Nummern ihrer Mobiltelefone notiert, andere Aufnahmegeräte…..

Britischer High Court bestätigt: Britische Geheimagenten haben die Lizenz zum Töten

Britische Geheimagenten haben jetzt auch ganz offiziell die Lizenz zum Töten. Das ist keine Geschichte von James Bond, sondern eine Entscheidung des Londoner High Court.

Westliche Politiker und Medien werfen Russland immer wieder – und zwar bis heute ohne einen einzigen Beweis – vor, dass seine „Killerkommandos“ angeblich Menschen umbringen. Diese Vorwürfe sind an Doppelmoral kaum zu überbieten, denn was der Westen Russland vorwirft, tut er selbst unbestritten im großen Stil. Allein mit ihren Drohnenmorden haben die USA Tausende unschuldige Zivilisten ermordet. Und das bei dem Versuch, angebliche Terroristen –…..

Schweiz: Big Data für noch mehr staatliche Überwachung

Schweiz: Big Data für noch mehr staatliche ÜberwachungBild TBIT, thx! (Pixabay Lizenz)

In der Schweiz wird derzeit wieder ein massiver Kompetenzausbau für noch mehr staatliche Überwachung vorangetrieben. Um aber unbequeme politische Diskussionen zu vermeiden, versucht man, bestehende Gesetze nachträglich über ein „Finanzgesetz“ zu ändern.

Big Data im Schweizer Überwachungsstaat
Nicht nur in Deutschland setzt der Staat immer mehr auf Überwachung….

Schweiz: Ausbau des Überwachungsstaates – durch die Hintertür

Illegale Überwachungsmassnahmen sollen in der Schweiz nachträglich legalisiert, der Überwachungsstaat ausgebaut werden.

Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) steht erneut in der Kritik: Als Alt-Nationalrätin Margret Kiener Nellen beim NDB einen Datenbankauszug verlangte, tauchte ihr Name rund 70 Mal in den Systemen des Schweizer Geheimdienstes auf. Und das, obwohl Kiener Nellen keine Zielperson ist und kein Verdacht gegen sie besteht. Es gab weitere Fälle von Parlamentarierinnen und Parlamentariern, die ohne Verschulden in den Datenbanken des Geheimdienstes auftauchten.

Die Kritik folgte auf dem Fusse. Der Fichenskandal, bei dem zwischen 1900 und 1990 rund 900’000 Staatsschutz-Fichen angelegt wurden, ist noch immer präsent. Kiener Nellen warf dem Nachrichtendienst «Sammelwut» vor. Thomas Fritschi, Leiter……

Facebook sagt nein, aber Experiment zeigt das irgendwie mitgehört wird

Facebook sagt nein, aber Experiment zeigt das irgendwie mitgehört wird

 

Studie zum Datenschutz Amazon, Netflix und Spotify fallen durch

Eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung untersucht den Datenschutz bei Amazon, Netflix und Spotify in der EU und in den USA. Sie zeigt, dass die Unternehmen längst nicht alle Vorgaben der DSGVO zufriedenstellend umsetzen.

Digitales Fenster: Bei Amazon, Spotify und Netflix müssen Nutzer:innen ihre Privatsphäre weiterhin selbst schützen. CC-BY 4.0 Afsal CMK

Die Heinrich-Böll-Stiftung in Brüssel hat sich in einer Studie mit dem Datenschutz auf Amazon, Netflix und Spotify beschäftigt. Im Grundsatz zeigt die Studie, dass EU-Nutzer:innen der drei Dienste trotz der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht verhindern können, durch unternehmenseigene und externe Tracker überwacht zu werden. Dies gilt auch für die ebenfalls untersuchten Android-Apps der Dienste.

Zudem seien die Datenschutzbestimmungen unverständlich und….

US-Gericht gibt NSA mehr Überwachungsrechte

Die NSA bekommt per richterlichem Beschluss eine legale Basis für die Überwachung von US-Bürgern – wenn diese „zufällig“ ins Netz gehen.

Die US-Regierung kann Informationen über US-Bürger sammeln, ohne einen Haftbefehl zu erwirken, wenn die Informationen versehentlich während der rechtmäßigen Überwachung von Ausländern im Ausland gesammelt werden, entschied ein US-Berufungsgericht am Mittwoch.

Das 2. Berufungsgericht der USA in New York entschied….

Bundesrat will über Finanzvorlage zentrale Analysemöglichkeiten für Vorratsdaten schaffen

Der Bundesrat will zentrale Analysemöglichkeiten für Daten aus der Vorratsdatenspeicherung schaffen. Dieser Ausbau der Ermittlungs- und Überwachungsmöglichkeiten soll aber nicht über eine Anpassung des entsprechenden Gesetzes sondern via einer Finanzvorlage ins Gesetz geschmuggelt werden.

Im September 2019 hat der Bundesrat das Vernehmlassungsverfahren zum Bundesgesetz über administrative Erleichterungen und die Entlastung des Bundeshaushalts eröffnet. Die Digitale Gesellschaft wurde nicht zum Vernehmlassungsverfahren eingeladen. Wir haben zufällig davon erfahren und sind über den Inhalt der Vorlage erstaunt.

Mit dem vom Bundesrat vorgelegten Bundesgesetz sollen neue Ermittlungsmethoden für Strafverfolgungsbehörden und den Nachrichtendienst geschaffen werden. Das Gesetz soll zentral die Visualisierung von Kontakt-, Kommunikations- und Bewegungsprofilen ermöglichen. Diese neuen Möglichkeiten gehen….

Hey Alexa, wir müssen reden!

Amazon plant, Alexa massenhaft in deutschen Wohnzimmern zu platzieren.

Hey Alexa, wir müssen reden!Foto: Zapp2Photo/Shutterstock.com

Der alljährliche Vorweihnachtsstress hat wieder große Teile der Bevölkerung erfasst. Statt den besinnlichen Charakter der…..

Internet- und Telefonanbieter speichern Aufenthaltsort und Internetkennungen tagelang auf Vorrat

Pressemitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung vom 06.12.2019: 

Obwohl Gerichte die umstrittene verdachtslose Vorratsdatenspeicherung ausgesetzt haben, sammeln deutsche Telekommunikationsanbieter trotzdem von jedem Kunden Informationen über ihre Kontakte und Bewegungen, die nicht zur Abrechnung nötig sind. Dies ergibt sich aus einer jetzt, aufgrund der Nachfrage des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, veröffentlichten Erhebung der Bundesnetzagentur.[1] Die Daten werden auf Anforderung an Strafverfolger und Abmahnkanzleien weiter gegeben. 

Konkret wird der Aufenthaltsort von Handynutzern (Funkzelle) zu Beginn einer Verbindung, die….

Hunderttausende private Überwachungskameras in den USA

Dem Magazin Gizmodo ist es gelungen, mithilfe von Daten aus Amazons Überwachungs-App „Neighbors“ genaue Karten mit Standorten der Ring-Überwachungskameras zu erstellen. Bürgerrechtler sind erstaunt, wie verbreitet das System schon ist.

Gizmodo hat Daten aus Amazons Heimüberwachungs-App „Neighbors“ ausgewertet und konnte damit die Verbreitung der Überwachungstechnologie Ring in den USA visualisieren. Ring war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil…..

Top-Agent: Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein kompromittierten US-Politiker für den israelischen Geheimdienst

Bildergebnis für Jeffrey Epstein mossad

In einem Interview mit Zev Shalev, ehemaliger CBS News Executive Producer und preisgekrönter investigativer Journalist für Narativ, behauptete der ehemalige Senior Executive für Israels Directorate of Military Intelligence, Ari Ben-Menasche, dass Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell bereits in den 1980er Jahren mit dem israelischen Geheimdienst gearbeitet hätten.

So erklärte Ben-Menasche, der selbst an Waffengeschäften der Iran-Contra-Operation beteiligt war, seinem Interviewer Zev Shalev, dass er Mitte der 80er Jahre von Robert Maxwell (Ghislaines Vater) Jeffrey Epstein vorgestellt worden sei. Ben-Menasche gab nicht an, in welchem Jahr er Epstein traf. Ben-Menashe sagte Shalev, dass

“er [Maxwell] wollte, dass wir ihn [Epstein] als Teil unserer Gruppe akzeptieren……. Ich leugne nicht, dass wir damals eine Gruppe waren, es war Nick Davies (Foreign Editor der Maxwell gehörenden Zeitung Daily Mirror), es war Maxwell, es war ich und unser Team aus Israel, wir taten, was wir taten.”

Frühere Berichte von Seymour Hersh und anderen zeigten…..

Japanische U-Bahn testet Gesichtserkennung als Fahrkartenersatz

Die U-Bahngesellschaft in Osaka testet den Zutritt per Gesichtsscan statt mit Fahrkarte. Die in Japan verbreiteten Masken gegen Erkältung stören dabei jedoch.

In Japan wird erstmals Technologie zur Gesichtserkennung als Ersatz für Fahrkarten an Bahnsteigsperren getestet. Die U-Bahnbetreibergesellschaft in der Hamburger Partnerstadt Osaka stellte am Montag Reportern an einem Bahnhof das neue Verfahren vor, wie die Zeitung Mainichi Shimbun berichtete.

Hierzu lässt der Bahngast zunächst sein Gesicht fotografieren und elektronisch abspeichern. Sobald er an eine der überall in Japan an Bahnhöfen installierten….

Überwachung Netzpolitischer Zombie

Unionsparteien wollen die Vorratsdatenspeicherung reaktivieren. SPD stellt sich quer. EU-Staaten planen »automatisierten Geheimdienst«
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Sie ist einfach nicht totzukriegen: die Vorratsdatenspeicherung (VDS). Obwohl höchstrichterlich untersagt, gibt es auf nationaler und europäischer Ebene erneut ernstzunehmende Bestrebungen, das Instru­ment einer verdachtsunabhängigen und anlasslosen Massenüberwachung durchzudrücken. Ein entsprechender Vorstoß von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und seines sächsischen Amtskollegen Roland Wöller (CDU) auf der am Freitag zu Ende gegangenen Innenministerkonferenz (IMK) in Lübeck ist zwar gescheitert. Gleichwohl wollen die Unionsparteien das Thema forcieren und bauen dabei auf die….

Edward Snowden erklärt, wie Dein Handy zu einem Undercover-Überwachungsgerät geworden ist

Inzwischen sollte es für jeden, der darauf achtet, kristallklar sein, dass die individuelle Autonomie und Freiheit von mächtigen Kräften attackiert wird, und die in der Lage sind, die Gesellschaft nach ihren eigenen Launen zu gestalten und zu formen.

Tech-Monopole wie die von Google und Facebook haben die Macht, deine bürgerlichen Freiheiten auszuradieren, oft ohne dass du es überhaupt bemerkst – auch wenn es direkt vor deinen Augen, oder in diesem Fall direkt auf deinem Computer- oder Handy-Bildschirm geschieht.

Im Laufe der Jahre wurde Google zur grössten „Bibliothek“ in der Geschichte der Welt. Während alles ursprünglich als unvorstellbarer Segen begann, indem es Menschen Zugang zu Informationen ermöglichte, zu denen sie zuvor vielleicht noch nie Zugang hatten, hat sich inzwischen dieses Unternehmen zu einem massiven und ebenso unvorstellbaren Steuergerät entwickelt.

Seit Juni 2019 hat Google nun das Spiel verändert, und du kannst nicht mehr auf diesen riesigen Schatz an Informationen zugreifen, wie du es in der Vergangenheit getan hast.

Dies kann schlicht verheerend sein, indem du (unter anderem) nicht nur daran gehindert wirst, wahrheitsgetreue Informationen über Gesundheitsfragen zu finden, sondern auch aktiv zu Informationen geführt wirst, die dich irreführen. Es ist also ein doppeltes Problem.

In einem Video, das am Schluss dieses Beitrags verlinkt wird….

Was plant Google mit den Gesundheitsdaten?

Der IT-Konzern Google erweitert seinen Aktionsradius in das Gesundheitswesen. Mit der Fitbit-Übernahme und Deepmind-Projekten zur Analyse von Patientendaten stellen sich aber Datenschutzfragen.

Was passiert mit den Daten der Fitbit-Nutzer bei Google?(Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Im gemeinsamen Wettlauf um eine Firmenübernahme ist Google zuletzt fitter als Facebook gewesen. Für einen Kaufpreis von 2,1 Milliarden US-Dollar will der Suchmaschinenkonzern den Wearable-Hersteller Fitbit übernehmen. Google wäre nicht Google, wenn der Konzern bei dem Kauf nicht in erster Linie an die Gesundheitsdaten gedacht hätte, die über die smarten Armbänder und Fitnesstracker erhoben werden. Doch die Fitbit-Übernahme ist….

Schnüffelstaat III: Und das Fichieren geht weiter

«Wetten, dass der Geheimdienst die Klimabewegung überwacht!»

Nach dem Fi­chen­skan­dal von 1989 fi­chiert der Ge­heim­dienst mun­ter wei­ter. Ca­the­ri­ne We­ber vom Ver­ein Grund­rech­te Schweiz weiss auch, wie.

work: Ca­the­ri­ne We­ber, war­um ha­ben Sie kein Han­dy?

Ca­the­ri­ne We­ber: Ich kann und will nicht im­mer und über­all er­reich­bar sein. Und es lebt sich her­vor­ra­gend so.

Es hat nicht et­wa da­mit zu tun, dass 1989 der Fi­chen­skan­dal auf­flog und Sie er­fuh­ren, dass Sie vom Ge­heim­dienst il­le­gal über­wacht wur­den?

Na­tür­lich hat mich die­se Er­fah­rung ge­prägt. Ich ha­be kei­ne Lust, mei­ne Da­ten frei­wil­lig und un­frei­wil­lig zu hin­ter­las­sen. Und ja: Nach 1989 wuss­ten wir, dass der Ge­heim­dienst Te­le­fo­ne….

….Passend noch dazu….
Die Sammelwut ist ungebrochen

Auch 30 Jahre nach dem Fichenskandal überwachen die Staatsschützer legale politische Tätigkeiten. Die Kompetenzen sind umfassender als je zuvor und die Datenbanken wachsen exponentiell.

Im April 2019 rief der Verein grundrechte.ch unter dem Titel «Die Überwacher überwachen» dazu auf, Gesuche um Einsicht in die Datenbanken des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) zu stellen. Der Grund war ein einfacher: Anhand von Antwortschreiben des NDB auf Auskunftsgesuche Dritter wussten wir, dass grundrechte.ch ebenfalls bei den Staatsschnüffiern registriert ist.

Kurz vor den Sommerferien traf dann unsere umfangreiche Fiche….