Archiv für Top-Artikel aus dem englischen

Ist das US-Militär „im Besitz“ des Wetters? Die „Aufrüstung des Wetters“ als Instrument der modernen Kriegsführung.

Von Prof. Michel Chossudovsky

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Dieser zuerst im September 2017 veröffentlichte Artikel ist im Zusammenhang mit der derzeitigen Protestbewegung und der andauernden Protestbewegung sowie der Debatte über den Klimawandel (COP 25*) von Bedeutung.

 

Wettermanipulation wird zum Bestandteil der nationalen und internationalen Sicherheit und könnte einseitig erfolgen… Sie könnte offensive und defensive Anwendungen aufweisen und sogar zur Abschreckung eingesetzt werden. Die Fähigkeit, Niederschläge, Nebel und Stürme auf der Erde zu erzeugen oder das Weltraumwetter zu modifizieren… und die Erzeugung von künstlichem Wetter sind alle Teil eines integrierten Baukastens von [militärischen] Technologien”. (Studie im Auftrag der US-Luftwaffe: Weather as a Force Multiplier, Owning the Weather in 2025, August 1996 [Das Wetter als Kampfkraftmultiplikator der Streitkräfte, Bis zum Jahr 2025 im Besitz des Wetters, August 1996])

Techniken zur Veränderung der Umweltbedingungen sind seit über einem halben Jahrhundert für das US-Militär verfügbar.

Das Thema ist umfangreich dokumentiert und sollte Bestandteil der Klimadebatte sein.

Bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 25) in Madrid trafen sich Delegierte aus fast 200 Ländern. Der Schwerpunkt lag auf den Treibhausgasemissionen.

Gemäß dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über den Klimawandel von 1992 ist “jedes Land der Erde vertraglich verpflichtet, ´gefährliche Klimaveränderungen zu verhindern´ und Wege zu finden, die weltweiten Treibhausgasemissionen auf faire Art und Weise zu reduzieren”: Ein eingeschränkter Konsens, der sich auf die verächtlichen Auswirkungen der CO2-Emissionen (aus fossilen Brennstoffen) auf die Weltgesamttemperatur konzentriert.

Was in der Debatte auf der COP jedoch sallop unterlassen wurde, ist die Manipulation des Klimas für militärische Zwecke.

Die umfassendere Thematik der Techniken zur Veränderung der Umweltbedingungen (ENMOD*) muß angesprochen und sorgfältig analysiert werden. Auch sollte verstanden werden, daß die Instrumente der Wetterkriegsführung Teil des US-Arsenals an Massenvernichtungswaffen (WMD) sind, und daß ihr geplanter Einsatz durch das US-Militär gegen “Feinde” nicht nur ein Verbrechen gegen die Menschheit darstellt, sondern, um es vorsichtig auszudrücken, eine Bedrohung für unseren Planeten darstellt. Hier weiter…..

Eine neue Definition der Kriegsführung

Anhänger Donald Trumps weisen oft darauf hin, dass er keine neuen Kriege begonnen hat. Man könnte feststellen, dass es nicht an Versuchen mangelte, da seine auf gefälschten Beweisen basierenden Marschflugkörperangriffe auf Syrien und seine jüngste Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani unbestreitbar Kriegshandlungen waren. Trump hat auch die Truppenstärke sowohl im Nahen Osten als auch in Afghanistan erhöht und gleichzeitig die Häufigkeit und Letalität von Angriffen mit bewaffneten Drohnen weltweit erhöht.

Der Kongress hat irgendwie unernst mit einer Verschärfung des Kriegsrechtsgesetzes von 1973 herumgespielt, um es einem Präsidenten zu erschweren, ohne Beratung oder Genehmigung der Legislative Kriegshandlungen durchzuführen. Aber vielleicht sollte die Definition von Krieg selbst erweitert werden. Der Bereich, in dem Trump und sein Team von narzisstischen Soziopathen am aktivsten waren, war die Verhängung von Sanktionen mit tödlicher Absicht. Außenminister Mike Pompeo hat in seinen Erklärungen ausdrücklich erklärt, dass die Ausübung eines “extremen Drucks” auf Länder wie den Iran und Venezuela darauf abzielt, die Menschen so sehr leiden zu lassen, dass sie sich gegen ihre Regierungen erheben und einen “Regimewechsel” herbeiführen. In Pompeos verquerer Rechnung werden Orte, die Washington missbilligt, auf diese Weise wieder zu “normalen Ländern”.

Die Sanktionen können töten. Die von den Vereinigten Staaten verhängten….

Krieg der Zeitalter zur Verhinderung der eurasischen Integration

Die Neue Seidenstraße könnte die Vereinigten Staaten veranlassen im kommenden Jahrzehnt gegen Rußland, China und den Iran anzutreten

Von Pepe Escobar

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Die Tobenden Zwanziger begannen, durch die gezielte Ermordung des iranischen Generals Qasem Soleimani, mit einem Knall.

Jedoch erwartet uns im Verlauf dieses Jahrzehnts ein noch lauterer Knall: die unzähligen Neigungen des Neuen Großen Spiels in Eurasien, mit denen sich die Vereinigten Staaten an Russland, China und dem Iran, den drei Hauptknotenpunkte der eurasischen Integration, messen.

Jedes bahnbrechende Ereignis in Geopolitik und Weltwirtschaft muß im kommenden Jahrzehnt hinsichtlich dieses epischen Konflikts analysiert werden.

Der Tiefe Staat und essentielle Teile der herrschenden Klasse in den Vereinigten Staaten sind absolut entsetzt darüber, daß China dabei ist die „unentbehrliche Nation“ bereits wirtschaftlich zu überholen und Rußland sie militärisch bereits überholt hat. Das Pentagon bezeichnet die drei eurasischen Knotenpunkte offiziell als „Bedrohungen“.

Hybride Kriegstechniken – mit eingebauter rund um die Uhr-Dämonisierung – werden stark zunehmen, mit dem Ziel die chinesische “Bedrohung”, die russische “Aggression” und die “Förderung des Terrorismus” durch den Iran einzudämmen. Der Mythos vom “freien Markt” wird, in der weiterhin euphemistisch als als neue “Regeln” des Handels definierten Verhängung einer Flut von illegalen Sanktionen, ertrinken.

Jedoch wird das kaum ausreichen, um die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China….hier weiter……

Warum so viel Hass des Westens gegen den Iran?

Eigentlich sollte man doch denken, dass jetzt, da die Islamische Republik Iran den versehentlichen Abschuss zugegeben hat, der Hass gegen den Iran im Westen abflauen könnte, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Um das zu analysieren, bedarf es aus muslimischer Sicht eines Blicks auf die „Naturgesetze der Menschheit“, die im Heiligen Quran nachlesbar sind.

Es hat keinen Sinn den Vers abzumildern, schön zu reden oder gar zu leugnen. Er entspricht voll und ganz den Tatsachen, die nicht nur aktuell zu beobachten sind. Die Westliche Welt glaubt in Herrenmenschenmanier [1] sämtliche Werte, sämtliche Begriffe, sämtliches Verständnis von Gut und Böse, kurz einfach Alles vorgeben zu können, und der Rest der Welt hat zu folgen. Nicht einmal die höchste Rechtleitungsinstanz Gott geht dabei so rigoros und gnadenlos vor, wie es die Westliche Welt tut.

Die Westliche Welt bestimmt, wer oder was Terrorist oder…..

uncuttipp

Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklich?

Medien und Politik erzählen uns den ganzen Tag lang, dass 97% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Aber eine Überprüfung dieser Behauptung ergibt ein ganz anderes Bild.

Die Zahl der 97-prozentigen Einigkeit kommt aus einer Metastudie aus dem Jahr 2013 und wird uns seit dem als unbestreitbare Wahrheit präsentiert. In dieser Metastudie hat ein gewisser John Cook knapp 12.000 Forschungsarbeiten zu den Themen Klima und Umwelt darauf untersucht, ob sie dem Menschen die Schuld am Klimawandel geben, oder nicht. Und als Ergebnis hat Cook präsentiert, dass sich 97 Prozent der Studien und Arbeiten einig wären, dass der Mensch an allem Schuld ist.

Ich hoffe, sie sitzen bequem, denn nun kommt´s: Das war gelogen. Und zwar dreister, als man es sich hätte vorstellen können: Es sind ganze 0,54 Prozent der Arbeiten der Meinung, dass der Mensch auch nur zu mindestens 50 Prozent am Klimawandel schuld ist. Das ist kein Scherz und nun werde ich Ihnen aufzeigen, wie man mit mathematischen Tricks aus 0,54 Prozent 97 Prozent macht.

Markus Fiedler hat sich die Metastudie, deren Daten und Ergebnisse alle öffentlich zugänglich sind, angeschaut und sie überprüft.

In diesem Artikel schreibe ich eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse.

Für alle, die sich diese wissenschaftliche Arbeit von…..

uncuttipp

Wie die bayerische Polizei das Predictive Policing nach Deutschland brachte

Die Münchener Polizei setzte als erste in Deutschland Software zur Vorhersage von Wohnungseinbrüchen ein. Im Interview analysiert Soziologe Simon Egbert den darauffolgenden Hype und die Grenzen der Technologie.

In welcher Wohnung wird als nächstes eingebrochen? Von wem droht Gefahr? Wo sollten Beamte eingesetzt werden? Seit 2013 nutzen deutsche Polizeibehörden zunehmend datengetriebene Software, um solche Prognosen zu erstellen. Die Prognosen betreffen Gebiete mit hohem Risiko für…..

Die Straße nach Groß-Eurasien

Von Pepe Escobar

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Die Treffen des Astana Clubs gehören, neben dem Boao Forum in China und den Diskussionen des russischen Valdai Clubs zu den wichtigsten alljährlich stattfindenden Konferenzen in Eurasien. China, Rußland und Kasachstan sind die Speerspitze der eurasischen Integration. Daher verwundert es nicht, daß das 5. Treffen des Astana Clubs sich mit dem Großraum Eurasien befassen mußte ein Synonym, so die Hoffnung, für eine „neue Architektur der weltweiten Zusammenarbeit.“

Der Astana Club besteht aus einer faszinierende Mischung eurasischer Persönlichkeiten, einschließlich Europäern und Amerikanern. Hier sind nahezu alle relevanten Schattierungen des geopolitischen Spektrums vertreten. Die Gremien sind sehr gut strukturiert (ich selbst habe zwei davon moderiert). Die Diskussionen sind offen und die Leugnung von Fakten wird stark verpönt. Hier weiter……

China – Die Belt and Road Initiative – Die Brücke, die die Welt umspannt

Von Peter Koenig

Vom Autor redigierte und genehmigte Übersetzung©: Andreas Ungerer

Die auch als Neue Seidenstraße bezeichnete Belt and Road Initiative (BRI)*, basiert auf einer 2.100 Jahre alten und Seidenstraße genannten Handelsroute zwischen den Nahen Osten und Ostasien. Sie schlängelte sich über die riesige Landmasse des eurasischen Kontinents bis in den äußersten Osten Chinas hinweg. Auf ihr wurde bevorzugt nach der auf Harmonie und friedlicher Koexistenz basierenden taoistischen Philosophie gehandelt – einer Form des Handels im ursprünglichem Sinn dieses Begriffs, ein Austausch mit einem beiderseitigen Gewinn, der beide Handelspartner gleichermaßen begünstigt hat.

Der heutigen westlichen Welt ist dieses Konzept abhanden gekommen. Die Handelsbedingungen werden ausschließlich von dem ´stärkeren´ Partner bestimmt. Der Westen gegen den ärmeren Süden – dem Süden, wo sich die meisten natürlichen Rohstoffvorkommen befinden. Die Schätze von Mutter Erde wurden und werden vom Westen – oder Norden – gefordert, um einen Lebensstil in Luxus, Fülle und Verschwendung aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Dieser sei Jahrhunderten andauernde Trend des westlichen Kolonialismus besteht aus der Ausbeutung und Plünderung sowie der Versklavung und Vergewaltigung ganzer Völker des Globalen Südens durch den Globalen Norden, um den derzeitigen und beruhigenden Sprachgebrauch der Weltbank zu verwenden. Hier weiter…..

China, die USA und die Geopolitik über Lithium

Von William F. Engdahl

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Seit dem weltweiten Vorstoß zur Entwicklung der Massenproduktion von Elektrofahrzeugen vor einigen Jahren, geriet das Element Lithium als strategisches Metall in den Fokus. Die Nachfrage in China, der EU und den Vereinigten Staaten (VS) ist derzeit enorm hoch, und zur Sicherung der Kontrolle über die Lithiumvorkommen hat sich bereits eine eigene Geostrategie entwickelt, die der zur Kontrolle der Erdölressourcen ähnlich ist.

Chinas Schritte zur Sicherung der Quellen

Für China, das insbesondere beabsichtigt der Welt größte Produzent von Elektrofahrzeugen zu werden, hat die Entwicklung von Materialien zur Herstellung von Lithiumbatterien in dem 13. Fünfjahresplan (von 1016-2020) Vorrang. Obwohl China eigene Lithiumvorkommen besitzt, ist deren Ausbeute gering, und so hat China damit begonnen Schürfrechte für Lithium im Ausland zu erwerben. In Australien baut das von dem australischen Konzern Tinaqi kontrollierte chinesische Unternehmen, Talison, Lithium ab und besitzt die im westaustralischen Greenbushes……

Wie Überwachung und Propaganda in der “Freien Welt” funktionieren

Von Brian Cloughley

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Ein Bloomberg-Bericht vom 22. Oktober war prägnant und kompromißlos, als er Rußland zum Überwachungsstaat erklärte. Rückblickend auf die guten alten Tagen des Kalten Krieges, wie dies von den von den westlichen Medien zunehmend praktiziert wird, schrieb Bloomberg: „Die vierte von 10 Grundregeln, die westliche Spione befolgten, als sie versuchten, die russische Hauptstadt während des Kalten Krieges zu infiltrieren – dreh Dich niemals um, weil Du nie allein bist – ist aktueller denn je. In diesen Tagen werden dort nicht nur Ausländer ausspioniert, sondern auch alle 12.6 Millionen Moskauer. Moskauer Behörden haben die vergangenen Jahre mit der systematischen Aufbau einer der weltweit umfangreichsten Videoüberwachungsoperationen verbracht. Das aus 200.000 Kameras bestehende öffentlich-private Netzwerk zeichnet jährlich 1,5 Milliarden Stunden an Beweismitteln auf, auf die 16.000 Regierungsangestellte, Geheimdienstbeamte und Mitarbeiter der Exekutive zugreifen können.“

Erschreckend, könnte man meinen. Das scheint direkt Orwells 1984 zu entspringen, wozu sich die Welt nach dieser dystopischen Prophezeiung entwickeln könnte, in der, wie eine Beschreibung hervorhebt, Sie das Gesicht von Big Brother, des symbolischen Staatsführers, „schweigend von Plakaten und Werbetafeln aus anstarrt. Seine Allgegenwart erschafft die Gegenwart eines all-sehenden Auges. Die Vorstellung, daß es ständig alles beschattet schafft eine Art sozialer Ordnung. Nun wird niemand mehr Die Partei kritisieren – weil Big Brother is watching you (der Große Bruder Dich beobachtet). Vergiß das nicht.“ Das ist das erschreckende Bild, welches Bloomberg von Moskau malt, wo sich angeblich 200.000 Videokameras befinden. Und warten Sie auf die nächste Phase, in der Big Brother Sie lachen hören wird.

Dem westlichen Ansatz entsprechend, wird die Überwachung in anderen Städten kaum erwähnt…….

Der ′Krieg′ um die Zukunft im Nahen Osten

Von Alastair Crook

Übersetzung©: Andreas Ungerer

Stratregic Culture Foundarion

Oh, oh, sind wir schon wieder dort angelangt! Im Jahr 1967 war es die “Bedrohung” durch die stehenden arabischen Heere (und des darauf folgenden Sechstagekriegs gegen Ägypten und Syrien), 1980 war es der Iran (und der darauf folgende Krieg irakisch-iranische Krieg), 1996 war es außenpolitische Berater, David Wurmser, mit seinem (aus dem berüchtigten Strategiepapier, „A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm*, abgeleiteten) Bericht, Coping with Crumbling States* [der Umgang mit auseinanderbrechenden Staaten], der damals säkular-arabische nationalistisch ausgerichtete Staaten ins Visier nahm, die ebenso als „zerfallende Relikte der ´bösen´ UdSSR“ wie auch als von Natur aus Israel feindlich betrachtet wurden, und in den Kriegen von 2003 und 2006 war es zunächst Saddam Hussein und dann die Hisbollah, welche die Sicherheit des Vorpostens der zivilisierten westlichen Welt im Nahen Osten bedrohten.

Und nun sind wir schon wieder an dem Punkt angelangt, an dem Israel nicht in Sicherheit gemeinsam mit einer bewaffneten Hisbollah in einer Region ´existieren´ kann. Hier weiter…..