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Ringier, der Goldschatz und die Demokratie

Marc Walder weibelt als CEO von Ringier für eine E-Identität. Folgt man seiner Datenspur, sieht man schnell, über welch gigantische kommerzielle Interessen am 7. März abgestimmt wird. Und welche Gefahren drohen.

Wenn grosse Geschichten erzählt werden, nehmen sie meist einen gewöhnlichen Anfang. So auch die Geschichte von Digitalswitzerland. «Das Abenteuer begann in einer Kaffeepause am WEF 2015», heisst es auf der Website unter «Mission». Marc Walder, CEO des Medienkonzerns Ringier, habe Schweizer Firmenchefs um sich geschart und ihnen drei simple Fragen gestellt: Verändert die Digitalisierung Ihr Unternehmen? Soll die Schweiz ein führender Wirtschaftsstandort bleiben? Muss die Schweiz auch bei der Digitalisierung führend werden? «Die Antwort war ein einstimmiges Ja.»

Kurz darauf wurde Digitalswitzerland mit Post, SBB, Swisscom, Migros, Ernst & Young, UBS, Google, der ETH und natürlich Ringier gegründet. Heute zählt die sogenannte Standortinitiative mehr als 150 Mitglieder, das Ziel lautet in schönstem Schweizer Geschäftsenglisch: «Making Switzerland a leading digital innovation hub. Worldwide!»