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Fledermäuse, Gene Editing und Biowaffen: DARPA Experimente wecken Bedenken inmitten des Coronavirus-Ausbruchs

Fledermäuse, Gene Editing und Biowaffen: DARPA Experimente wecken Bedenken inmitten des Coronavirus-Ausbruchs

Die DARPA hat vor kurzem Millionen für die Coronavirus-Forschung an Fledermäusen ausgegeben, ebenso wie für das Gen-Editing von „Biowaffen“ – vor dem jüngsten Ausbruch des Coronavirus.

Hinweis: Es handelt sich um einen älteren Artikel von Januar 2020.Hervorhebungen im Text durch Fettschrift durch mich.

WASHINGTON D.C. – In den letzten Wochen hat die Besorgnis über das Auftreten eines neuartigen Coronavirus in China exponentiell zugenommen, da Medien, Experten und Regierungsbeamte auf der ganzen Welt öffentlich Besorgnis geäußert haben, dass diese neue Krankheit das Potenzial hätte, sich zu einer globalen Pandemie zu entwickeln.

In dem Maße, in dem die Besorgnis über die Zukunft des laufenden Ausbruchs wuchs, wuchs auch die Zahl der Theorien, die über den Ursprung des Ausbruchs spekulieren, von denen viele eine Reihe von staatlichen Akteuren und/oder umstrittenen Milliardären beschuldigen. Dies hat unweigerlich zu Bemühungen geführt, gegen „Fehlinformationen“ im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus vorzugehen, sowohl in den Mainstream-Medien als auch auf den großen Social-Media-Plattformen.

Doch während viele dieser Theorien eindeutig spekulativ sind, gibt es auch nachprüfbare Beweise für das jüngste Interesse einer umstrittenen US-Regierungsbehörde an neuartigen Coronaviren, insbesondere an solchen, die von Fledermäusen auf Menschen übertragen werden. Diese Agentur, die „Defense Advanced Research Project Agency“ (DARPA) des Pentagons, begann im Jahr 2018, Millionen für solche Forschungen auszugeben, und einige dieser vom Pentagon finanzierten Studien wurden in bekannten US-Militärlabors für Biowaffen an der Grenze zu China durchgeführt und führten erst im vergangenen April zur Entdeckung von Dutzenden neuer Coronavirus-Stämme. Darüber hinaus wurden die Verbindungen des wichtigsten Biowaffenlabors des Pentagons zu einem virologischen Institut in Wuhan, China – wo der aktuelle Ausbruch vermutlich begonnen hat – in englischsprachigen Medien bisher nicht berichtet.

Während vorerst völlig unbekannt bleibt, was den Ausbruch verursacht hat, sind die Details der jüngsten Experimente der DARPA und des Pentagons eindeutig im öffentlichen Interesse, vor allem, wenn man bedenkt, dass genau die Unternehmen, die kürzlich ausgewählt wurden, um einen Impfstoff zur Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs zu entwickeln, selbst strategische Verbündete der DARPA sind. Und nicht nur das: Diese von der DARPA unterstützten Unternehmen entwickeln umstrittene DNA- und mRNA-Impfstoffe für diesen speziellen Coronavirus-Stamm, eine Kategorie von Impfstoffen, die in den Vereinigten Staaten noch nie für den menschlichen Gebrauch zugelassen wurde.

Doch da die Ängste vor dem Pandemie-Potenzial des Coronavirus wachsen, werden diese Impfstoffe auf den Markt für den öffentlichen Gebrauch gescheucht werden, weshalb es wichtig ist, dass die Öffentlichkeit über die jüngsten Experimente der DARPA mit Coronaviren, Fledermäusen und Gen-Editing-Technologien und ihre breiteren Auswirkungen informiert ist.

Untersuchung des jüngsten Wuhan-Biowaffen-Narrativs

Da der Coronavirus-Ausbruch in den letzten Wochen die Schlagzeilen beherrscht hat, haben mehrere Medien Behauptungen verbreitet, dass das angebliche Epizentrum des Ausbruchs in Wuhan, China, auch der Standort von Laboren sei, die angeblich mit einem Biowaffenprogramm der chinesischen Regierung in Verbindung stehen.

Bei näherer Betrachtung der Quellen für diese schwerwiegende Behauptung stammen diese angeblichen Verbindungen zwischen dem Ausbruch und einem angeblichen chinesischen Biowaffenprogramm jedoch aus zwei höchst zweifelhaften Quellen.

Zum Beispiel war das erste Medium, das diese Behauptung verbreitete, „Radio Free Asia“, ein von der US-Regierung finanzierter Sender speziell für asiatisches Publikum, das von der CIA verdeckt betrieben und von der „New York Times“ als ein wichtiger Teil des „weltweiten Propaganda-Netzwerkes“ der Agentur beschrieben wurde. Obwohl es nicht mehr direkt von der CIA betrieben wird, wird es jetzt vom „Broadcasting Board of Governors“ (BBG) verwaltet, das ebenfalls von der Regierung finanziert wird und direkt an Außenminister Mike Pompeo Beericht erstattet, der unmittelbar vor seinem aktuellen Posten an der Spitze des State Department Direktor der CIA war.

Mit anderen Worten: „Radio Free Asia“ und andere von der BBG verwaltete Medien sind legale Kanäle für der US-Regierung für Propaganda. Bemerkenswerterweise wurde das seit langem bestehende Verbot der inländischen Nutzung von Propaganda der US-Regierung gegenüber US-Bürgern im Jahr 2013 aufgehoben – mit der offiziellen Begründung, der Regierung zu ermöglichen, „effektiv und glaubwürdig zu kommunizieren“ und den „Einfluss von Al-Qaida und anderen gewalttätigen Extremisten“ besser zu bekämpfen.

Um zum Thema zurückzukehren: Der jüngste Bericht von „Radio Free Asia“ über den angeblichen Ursprung des Ausbruchs, der mit einem chinesischen, staatlich gelenkten virologischen Zentrum in Verbindung gebracht wird, zitierte für diese Behauptung nur Ren Ruihong, den ehemaligen Leiter der Abteilung für medizinische Hilfe beim chinesischen Roten Kreuz. Ruihong wurde in mehreren Berichten von „Radio Free Asia“ über Krankheitsausbrüche in China als Experte zitiert, aber von keinem anderen englischsprachigen Medienunternehmen.

Das sagte Ruihong gegenüber Radio Free Asia:

„Es ist eine neue Art von mutiertem Coronavirus. Sie haben die genetische Sequenz nicht öffentlich gemacht, weil es hoch ansteckend ist … Die Gentechnik ist inzwischen so weit, und in Wuhan gibt es ein Virenforschungszentrum, das unter der Schirmherrschaft der Chinesischen Akademie der Wissenschaften steht, das ist die höchste Forschungseinrichtung in China.“

Obwohl Ruihong nicht direkt sagte, dass die chinesische Regierung eine Biowaffe in der Anlage in Wuhan herstellte, deutete sie an, dass genetische Experimente in der Anlage zur Schaffung dieses neuen „mutierten Coronavirus“ im Zentrum des Ausbruchs geführt haben könnten.

Nachdem „Radio Free Asia“ und seine einzige Quelle über Verbindungen der chinesischen Regierung zur Erschaffung des neuen Coronavirus spekuliert hatten, ging die „Washington Times“ in einem Bericht mit dem Titel „Virus-hit Wuhan has two laboratories linked to Chinese bio-warfare program“ bald noch viel weiter. Dieser Artikel, ähnlich wie der frühere Bericht von „Radio Free Asia“, zitiert eine einzige Quelle für diese Behauptung – den ehemaligen israelischen Biowaffen-Spezialisten des Militärgeheimdienstes, Dany Shoham.

Doch wenn man den Artikel liest, stellt Shoham nicht einmal direkt die Behauptung auf, die in der Überschrift des Artikels zitiert wird, da er der „Washington Times“ nur sagte, dass „bestimmte Laboratorien im Institut [Wuhan] wahrscheinlich, was Forschung und Entwicklung angeht, an chinesischen [biologischen Waffen] beteiligt [waren], zumindest kollateral, aber nicht als Haupteinrichtung der chinesischen BW-Ausrichtung.“

Obwohl Shohams Behauptungen eindeutig spekulativ sind, ist es bezeichnend, dass die Washington Times sich überhaupt die Mühe macht, ihn überhaupt zu zitieren, vor allem angesichts der Schlüsselrolle, die er bei der Förderung falscher Behauptungen spielte, die Anthrax-Angriffe von 2001 seien das Werk des irakischen Diktators Saddam Hussein gewesen. Shohams Behauptungen über die irakische Regierung und waffenfähiges Anthrax, die zur Untermauerung der Argumente für die Invasion des Irak im Jahr 2003 verwendet wurden, haben sich inzwischen als völlig falsch erwiesen, da sich herausstellte, dass der Irak weder die chemischen noch die biologischen „Massenvernichtungswaffen“ besitzt, deren Existenz „Experten“ wie Shoham behauptet hatten.

Abgesehen von Shohams eigener Geschichte, verdächtige Behauptungen aufzustellen, ist es auch erwähnenswert, dass Shohams früherer Arbeitgeber, der israelische Militärgeheimdienst, eine beunruhigende Vergangenheit mit Biowaffen hat. Zum Beispiel wurde in den späten 1990er Jahren von mehreren Stellen berichtet, dass Israel kurz davor stünde, eine genetische Biowaffe zu entwickeln, die Araber, insbesondere Iraker, angreifen würde, aber israelische Juden unberührt ließe.

Angesichts der zweifelhaften Vergangenheit von Shoham und des eindeutig spekulativen Charakters sowohl seiner Behauptungen als auch derjenigen im „Radio Free Asia“-Bericht ist eine Passage im Artikel der „Washington Times“ besonders aufschlussreich darüber, warum diese Behauptungen kürzlich aufgetaucht sein könnten:

„Ein unheilvolles Zeichen, so ein US-Beamter, sei, dass die falschen Gerüchte, die seit Beginn des Ausbruches vor einigen Wochen im chinesischen Internet zirkulieren, behaupten, das Virus sei Teil einer US-Verschwörung zur Verbreitung biologischer Waffen. Das könnte darauf hindeuten, dass China Propagandaseiten darauf vorbereitet, zukünftigen Vorwürfen entgegenzuwirken dahingehend, dass das neue Virus aus einem der zivilen oder militärischen Forschungslabors in Wuhan entwichen sein könnte.“

Wie jedoch in eben diesem Artikel zu sehen ist, ist der Vorwurf, dass das Coronavirus aus einem mit dem chinesischen Staat verbundenen Labor entwichen ist, kaum ein „zukünftigrt“, da sowohl die „Washington Times“ als auch „Radio Free Asia“ diese Behauptung ja bereits aufgestellt haben. Stattdessen deutet diese Passage darauf hin, dass die Berichte sowohl in „Radio Free Asia“ als auch in der „Washington Times“ Reaktionen auf die in China kursierenden Behauptungen waren, dass der Ausbruch mit einer „US-Verschwörung zur Verbreitung von Keimwaffen“ zusammenhängen könne.

Obwohl die meisten englischsprachigen Medien bis heute eine solche Möglichkeit nicht untersucht haben, gibt es beträchtliche unterstützende Indizien, die es verdienen, untersucht zu werden. Zum Beispiel hatte nicht nur das US-Militär einschließlich seines umstrittenen Forschungsarms – der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) – , vor kurzem Studien in und in der Nähe von China finanziert, die neue, mutierte Coronaviren aus Fledermäusen entdeckt haben, sondern das Pentagon äußerte vor kurzem auch Befürchtungen über einen möglichen Einsatz von Fledermäusen als Biowaffen.

Fledermäuse als Biowaffen

Während sich der anhaltende Coronavirus-Ausbruch in China auf andere Länder ausbreitet und für eine wachsende Zahl von Todesfällen verantwortlich gemacht wird, hat sich ein Konsens herausgebildet, dass dieses spezielle Virus, das derzeit als „neuartiges [d. h. neues] Coronavirus“ eingestuft wird, vermutlich von Fledermäusen stamme und in Wuhan, China, über einen Markt für Meeresfrüchte, auf dem auch exotische Tiere gehandelt wurden, auf Menschen übertragen wurde. Sogenannte „Feuchtmärkte“ wie der in Wuhan, wurden schon in der Vergangenheit für tödliche Coronavirus-Ausbrüche in China verantwortlich gemacht, wie z. B. für den Ausbruch des „Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms“ (SARS) im Jahr 2003.

Darüber hinaus hat eine vorläufige Studie über das Coronavirus, das für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist, herausgefunden, dass der Rezeptor, das „Angiotensin-converting Enzyme 2“ (ACE2), nicht nur derselbe ist wie der des SARS-Coronavirus, sondern dass Ostasiaten einen viel höheren Anteil an Lungenzellen aufweisen, die diesen Rezeptor exprimieren, als die anderen Ethnien (Kaukasier und Afroamerikaner), die in die Studie einbezogen waren. Diese Ergebnisse sind jedoch vorläufig und die Stichprobengröße ist zu klein, um aus diesen vorläufigen Daten endgültige Schlüsse zu ziehen.

Vor zwei Jahren kamen Medienberichte auf über die plötzliche Besorgnis des Pentagons, dass Fledermäuse als biologische Waffen eingesetzt werden könnten, insbesondere bei der Verbreitung von Coronaviren und anderen tödlichen Krankheiten. Die „Washington Post“ behauptete, dass das Interesse des Pentagons an der Untersuchung des möglichen Einsatzes von Fledermäusen zur Verbreitung von waffenfähigen und tödlichen Krankheiten auf angebliche russische Bemühungen zurückzuführen sei, dasselbe zu tun. Diese Behauptungen über das russische Interesse an der Verwendung von Fledermäusen als Biowaffen gehen jedoch auf die 1980er Jahre zurück, als die Sowjetunion verdeckte Forschungen mit dem Marburg-Virus betrieb, Forschungen, die nicht einmal Fledermäuse involvierten und die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion in 1991 endeten.

Wie ein Großteil der umstrittenen Forschungsprogramme des Pentagons, wurde die Forschung zu Fledermäusen, die als Biowaffen eingesetzt werden, als rein defensiv beschrieben – trotz der Tatsache, dass keine unmittelbare Bedrohung durch Biowaffen, die von Fledermäusen verbreitet werden könnten, anerkannt wurde. Jedoch haben unabhängige Wissenschaftler vor kurzem das Pentagon beschuldigt, vor allem seinen Forschungsarm DARPA, öffentlich zu behaupten, dieser sei an Forschungen beteiligt, der zwar als „defensiv“ ausgegeben werde, in Wahrheit aber „offensiv“ sei.

Das jüngste Beispiel dafür war das „Insect Allies“-Programm der DARPA, das offiziell „die landwirtschaftliche Lebensmittelversorgung der USA schützen will, indem es Pflanzen über Insekten, die für die Übertragung der meisten Pflanzenviren verantwortlich sind, schützende Gene zuführt“ und „die Lebensmittelsicherheit im Falle einer großen Bedrohung“ gewährleisten solle, so die DARPA sowie Medienberichte.

Jedoch enthüllte eine Gruppe angesehener, unabhängiger Wissenschaftler in einer vernichtenden Analyse des Programms, dass dieses weit von einem rein „defensiven“ Forschungsprojekt entfernt, sondern auf die Herstellung und Freisetzung einer „neuen Klasse biologischer Waffen“ ausgerichtet sei. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Richard Guy Reeves vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Deutschland warnten in ihrem Schreiben an die Zeitschrift „Science“, dass DARPA-Programm – das Insekten als Träger von Stoffen zur genetischen Veränderung der Umwelt (HEGAAS) [„Horizontal Environmental Genetic Alteration Agents“, Anm. d. Übersetzers] – offenbare „eine Absicht, ein Mittel zur Lieferung von HEGAAs für offensive Zwecke zu entwickeln.“

Was auch immer die wirkliche Motivation hinter der plötzlichen und jüngsten Besorgnis des Pentagons über Fledermäuse, die als Vehikel für Biowaffen benutzt werden könnten, sein mag: das US-Militär hat in den letzten Jahren Millionen von Dollar ausgegeben, um Forschungn an Fledermäusen zu finanzieren sowie an tödlichen Viren, die sie beherbergen könnten – einschließlich Coronaviren – und wie diese Viren von Fledermäusen auf den Menschen übertragen werden.

So gab die DARPA im Jahre 2018 10 Millionen Dollar für ein Projekt aus, „um die komplexen Ursachen der von Fledermäusen übertragenen Viren zu enträtseln, die vor kurzem den Sprung auf den Menschen geschafft haben und bei den globalen Gesundheitsbehörden Besorgnis hervorrufen.“ In einem anderen Forschungsprojekt, das sowohl von der DARPA als auch von den NIH unterstützt wurde, untersuchten Forscher der Colorado State University das Coronavirus, das das „Middle East Respiratory Syndrome“ (MERS) verursacht, in Fledermäusen und Kamelen, „um die Rolle dieser Wirte bei der Übertragung der Krankheit auf den Menschen zu verstehen.“ Andere vom US-Militär finanzierte Studien, auf die später in diesem Bericht näher eingegangen wird, entdeckten mehrere Stämme neuartiger Coronaviren, die von Fledermäusen getragen werden, sowohl innerhalb Chinas als auch in den an China angrenzenden Ländern.

Viele dieser aktuellen Forschungsprojekte stehen im Zusammenhang mit dem „Preventing Emerging Pathogenic Threats“-(PREEMPT)-Programm der DARPA, das im April 2018 offiziell angekündigt wurde. PREEMPT konzentriert sich speziell auf tierische Krankheitsreservoire, insbesondere Fledermäuse, und die DARPA merkte in ihrer Pressemitteilung zum Programm sogar an, dass sie sich „der Sensibilitäten in Bezug auf Biosicherheit bewusst ist, die aufgrund der Art dieser Forschung entstehen könnten“.

Die Ankündigung der DARPA für PREEMPT kam nur wenige Monate, nachdem die US-Regierung beschlossen hatte, ein umstrittenes Moratorium für sogenannte „Gain-of-Function“-Studien mit gefährlichen Krankheitserregern zu beenden. „VICE News“ erklärte „Gain-of-Function“-Forschung wie folgt:

„Bei dieser Art von Forschung, die als ‚Gain-of-Function‘-Studien bekannt ist, geht es vordergründig darum, der Natur einen Schritt voraus zu sein. Durch die Herstellung von Superviren, die pathogener und leichter übertragbar sind, können die Wissenschaftler untersuchen, wie sich diese Viren entwickeln können und wie genetische Veränderungen die Art und Weise beeinflussen, wie ein Virus mit seinem Wirt interagiert. Mit diesen Informationen können die Wissenschaftler versuchen, dem natürlichen Auftreten dieser Eigenschaften zuvorzukommen, indem sie antivirale Medikamente entwickeln, die in der Lage sind, eine Pandemie abzuwehren.“

Darüber hinaus – während sowohl das PREEMPT-Programm der DARPA als auch das Pentagon im Jahre 2018 offenes Interesse an Fledermäusen als Biowaffen bekundeten – begann das US-Militär ein Jahr zuvor, also 2017, vor allem im Rahmen des „Cooperative Threat Reduction Program“ des Verteidigungsministeriums, die Finanzierung der Forschung an Fledermäusen und tödlichen Krankheitserregern, einschließlich Coronaviren wie MERS und SARS. Eine dieser Studien konzentrierte sich auf „Bat-Borne Zoonotic Disease Emergence in Western Asia“ und beteiligte das „Lugar Center“ in Georgien, das von ehemaligen georgischen Regierungsbeamten, der russischen Regierung sowie der unabhängigen, investigativen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva als verdecktes US-Biowaffen Labor identifiziert wurde.

Es ist auch wichtig, auf die Tatsache hinzuweisen, dass die wichtigsten Laboratorien des US-Militärs, in denen tödliche Krankheitserreger untersucht werden, darunter Coronaviren, Ebola und andere, im vergangenen Juli plötzlich geschlossen wurden, nachdem das „Center for Disease Control and Prevention“ (CDC) große „Biosicherheitslücken“ in der Einrichtung festgestellt hatte.

Das „US Army Medical Research Institute of Infectious Diseases“ (USAMRIID) in Fort Detrick, Maryland – die US-Militärs betreiben Labors für Forschung in Sachen der „biologischen Verteidigung“ seit den späten 1960er Jahren – wurde gezwungen, alle Forschungen an tödlichen Krankheitserregern zu stoppen, nachdem die CDC herausgefunden hatte, dass es an „ausreichenden Systemen [fehlte], um Abwasser [aus seinen Labors der höchsten Sicherheitsstufe] zu dekontaminieren“ und das Personal darin versagte, den Sicherheitsprotokollen zu folgen – neben anderen Fehltritten. Die Einrichtung enthält sowohl Labore der Stufe 3 als auch der Stufe 4 für biologische Sicherheit. Während es nicht bekannt ist, ob Experimente mit Coronaviren zu der Zeit im Gange waren, war USAMRIID vor kurzem an Forschungen beteiligt, die aus der Sorge des Pentagon um eine mögliche Verwendung von Fledermäusen als Biowaffe entstanden.

Die Entscheidung, USAMRIID zu schließen, fand überraschend wenig Beachtung in den Medien, ebenso wie die überraschende Entscheidung der CDC, der angeschlagenen Einrichtung die „teilweise Wiederaufnahme“ der Forschung Ende November letzten Jahres zu erlauben, obwohl die Einrichtung noch immer nicht „voll einsatzfähig“ war und ist. Die problematische Sicherheitsbilanz des USAMRIID in solchen Einrichtungen ist besonders besorgniserregend im Hinblick auf den jüngsten Ausbruch des Coronavirus in China. Wie dieser Bericht bald enthüllen wird, liegt dies daran, dass USAMRIID eine jahrzehntelange und enge Partnerschaft mit dem Institut für medizinische Virologie der Universität Wuhan unterhält, das sich im Epizentrum des aktuellen Ausbruchs befindet.

Das Pentagon in Wuhan?

Abgesehen von den jüngsten finanziellen Ausgaben des US-Militärs für solche Forschungen sowie dem Interesse an der Verwendung von Fledermäusen als Biowaffen, lohnt es sich auch, die jüngsten Studien zu untersuchen, die das Militär in Bezug auf Fledermäuse und „neuartige Coronaviren“ finanzierte – so wie diejenige zum jüngsten Ausbruch innerhalb oder in unmittelbarer Nähe Chinas.

Eine Studie zum Beispiel, die 2018 in Südchina durchgeführt wurde, führte zur Entdeckung von 89 neuen „neuartigen Fledermaus-Coronavirus“-Stämmen, die denselben Rezeptor wie das als „Middle East Respiratory Syndrome“ (MERS) bekannte Coronavirus verwenden. Diese Studie wurde gemeinsam vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie der chinesischen Regierung finanziert, USAID – einer Organisation, die seit langem verdächtigt wird, eine Fassade für US-Geheimdienste zu sein – sowie den „National Institutes of Health“ – die sowohl mit der CIA als auch dem Pentagon bei Forschungen zu Infektionskrankheiten und Biowaffen zusammengearbeitet haben.

Die Autoren der Studie sequenzierten auch die kompletten Genome für zwei dieser Stämme und stellten außerdem fest, dass bestehende MERS-Impfstoffe gegen diese Viren unwirksam wären, was sie zu dem Vorschlag veranlasste, einen solchen im Voraus zu entwickeln. Dies geschah jedoch nicht.

Eine weitere von der US-Regierung finanzierte Studie, die noch mehr neue Stämme von „neuartigen Fledermaus-Coronaviren“ entdeckte, wurde erst letztes Jahr veröffentlicht. Unter dem Titel „Discovery and Characterization of Novel Bat Coronavirus Lineages from Kazakhstan“ (Entdeckung und Charakterisierung neuartiger Fledermaus-Coronavirus-Linien aus Kasachstan) konzentrierte sich die Studie auf „die Fledermausfauna Zentralasiens, die China mit Osteuropa verbindet“ – und die neuartigen Fledermaus-Coronavirus-Linien, die während der Studie entdeckt wurden, erwiesen sich als „eng verwandt mit Fledermaus-Coronaviren aus China, Frankreich, Spanien und Südafrika, was darauf hindeutet, dass eine gemeinsame Zirkulation von Coronaviren bei mehreren Fledermausarten mit überlappender geografischer Verbreitung üblich ist.“ Mit anderen Worten: Die in dieser Studie entdeckten Coronaviren wurden in Fledermauspopulationen identifiziert, die unter anderem zwischen China und Kasachstan wandern, und sind eng verwandt mit Fledermaus-Coronaviren in mehreren Ländern, darunter China.

Die Studie wurde vollständig vom US-Verteidigungsministerium finanziert, insbesondere von der „Defense Threat Reduction Agency“ (DTRA) als Teil eines Projekts zur Untersuchung von Coronaviren, die MERS ähnlich sind – wie die bereits erwähnte Studie von 2018. Doch über die Finanzierung dieser Studie von 2019 hinaus sind auch die an der Durchführung dieser Studie beteiligten Institutionen aufgrund ihrer eigenen engen Verbindungen zum US-Militär und zur Regierung erwähnenswert.

Die Autoren der Studie sind entweder mit dem in Kasachstan ansässigen „Research Institute for Biological Safety Problems“ und/oder der Duke University verbunden. Das Forschungsinstitut für biologische Sicherheitsprobleme, obwohl offiziell Teil des Nationalen Zentrums für Biotechnologie in Kasachstan, hat Millionen von der US-Regierung erhalten, das meiste davon aus dem „Cooperative Threat Reduction Program“ des Pentagons. Es ist das offizielle Depot der kasachischen Regierung für „hochgefährliche Tier- und Vogelinfektionen, mit einer Sammlung von 278 pathogenen Stämmen von 46 Infektionskrankheiten.“ Es ist Teil eines Netzwerks von Pentagon-finanzierten „Biowaffen-Labors“ in der gesamten zentralasiatischen Region, das an beide der US „Top-Rivalen“-Staaten – China und Russland – angrenzt.

Die Beteiligung der Duke University an dieser Studie ist auch deshalb interessant, weil Duke ein wichtiger Partner des DARPA-Programms „Pandemic Prevention Platform“ (P3) ist, dessen offizielles Ziel es ist, „die Entdeckung, Integration, präklinische Erprobung und Herstellung von medizinischen Gegenmaßnahmen gegen Infektionskrankheiten dramatisch zu beschleunigen.“ Der erste Schritt des Duke/DARPA-Programms beinhaltet die Entdeckung potenziell bedrohlicher Viren und „die Entwicklung von Methoden zur Unterstützung der Virusvermehrung, damit das Virus für nachgeschaltete Studien verwendet werden kann.“

Die Duke University arbeitet auch mit der chinesischen Wuhan University zusammen, die in der Stadt ansässig ist, in der der aktuelle Coronavirus-Ausbruch begann, was zur Eröffnung der in China ansässigen Duke Kunshan University (DKU) im Jahr 2018 führte. Bemerkenswert ist, dass die chinesische Wuhan-Universität – zusätzlich zu ihrer Partnerschaft mit Duke – auch ein Multi-Labor-Institut für medizinische Virologie umfasst, das laut ihrer Website seit den 1980er Jahren eng mit dem „US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases“ zusammenarbeitet. Wie bereits erwähnt, wurde die USAMRIID-Einrichtung in den USA im Juli letzten Jahres wegen Verstößen gegen die Biosicherheitsvorschriften und die ordnungsgemäße Abfallentsorgung geschlossen, durfte aber Ende November letzten Jahres einige Experimente teilweise wieder aufnehmen.

Die dunkle Geschichte der bakteriellen Kriegsführung des Pentagons

Das US-Militär hat eine beunruhigende Vergangenheit, in der es in Kriegszeiten Krankheiten als Waffe eingesetzt hat. Ein Beispiel dafür war der Einsatz von Bakterien während des Koreakrieges, als die USA sowohl Nordkorea als auch China angriffen, indem sie mitten in der Nacht aus Flugzeugen kranke Insekten und Wühlmäuse abwarfen, die eine Vielzahl von Krankheitserregern trugen – darunter Beulenpest und hämorrhagisches Fieber. Trotz der Berge von Beweisen und der Aussagen von US-Soldaten, die an diesem Programm beteiligt waren, leugneten die US-Regierung und das Militär die Behauptungen und ordneten die Zerstörung der relevanten Dokumentation an.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sind weitere Beispiele für die US-Forschung zur Entwicklung biologischer Waffen aufgetaucht, von denen einige vor kurzem die Aufmerksamkeit der Medien erhalten haben. Ein solches Beispiel ereignete sich im vergangenen Juli, als das US-Repräsentantenhaus vom US-Militär Informationen über seine früheren Bemühungen zur Bewaffnung von Insekten und Borreliose zwischen 1950 und 1975 verlangte.

Die USA haben behauptet, dass sie seit 1969 keine offensiven biologischen Waffen mehr entwickelt haben, was durch die Ratifizierung der Biowaffenkonvention (BWC) durch die USA, die 1975 in Kraft trat, weiter unterstützt wurde. Es gibt jedoch umfangreiche Indizien dafür, dass die USA in den Jahren seither weiterhin verdeckt an solchen Waffen geforscht und sie entwickelt haben, vieles davon im Ausland und ausgelagert an private Firmen, aber immer noch finanziert durch das US-Militär. Mehrere Ermittler, darunter Dilyana Gaytandzhieva, haben dokumentiert, wie die USA tödliche Viren, Bakterien und andere Gifte in Einrichtungen außerhalb der USA produzieren – viele davon in Osteuropa, Afrika und Südasien – in klarer Verletzung der BWC.

Abgesehen von der eigenen Forschung des Militärs hat die umstrittene neokonservative Denkfabrik – das inzwischen aufgelöste „Project for a New American Century“ (PNAC), offen für den Einsatz einer rassenspezifischen, genetisch veränderten Biowaffe als „politisch nützliches Werkzeug“ geworben. In dem wohl umstrittensten Dokument der Denkfabrik mit dem Titel „Rebuilding America’s Defenses“ gibt es einige Passagen, die offen den Nutzen von Biowaffen diskutieren, darunter die folgenden Sätze:

„… der Kampf wird wahrscheinlich in neuen Dimensionen stattfinden: im Weltraum, im ‚Cyberspace‘ und vielleicht in der Welt der Mikroben …fortgeschrittene Formen der biologischen Kriegsführung, die auf bestimmte Genotypen ‚zielen‘ können, könnten die biologische Kriegsführung aus dem Reich des Terrors in ein politisch nützliches Werkzeug verwandeln.“

Obwohl zahlreiche Mitglieder des PNAC in der Regierung von George W. Bush vorherrschend waren, sind viele seiner umstritteneren Mitglieder in der Trump-Administration wieder zu politischer Prominenz aufgestiegen.

Einige Jahre nach der Veröffentlichung von „Rebuilding America’s Defenses“ veröffentlichte die U.S. Air Force ein Dokument mit dem Titel „Biotechnology: Genetically Engineered Pathogens„, das die folgende Passage enthält:

„Die JASON-Gruppe, bestehend aus akademischen Wissenschaftlern, diente als technischer Berater der US-Regierung. Ihre Studie ergab sechs breite Klassen von gentechnisch veränderten Krankheitserregern, die eine ernsthafte Bedrohung für die Gesellschaft darstellen könnten. Dazu gehören unter anderem binäre biologische Waffen, Designer-Gene, Gentherapie als Waffe, Stealth-Viren, Host-Swapping-Krankheiten und Designer-Krankheiten.“

Bedenken über Pentagon-Experimente mit biologischen Waffen haben erneute Aufmerksamkeit in den Medien erlangt, vor allem, nachdem 2017 offenbart wurde, dass die DARPA der Top-Finanzier der umstrittenen „Gene-Drive“-Technologie war, die die Macht hat, dauerhaft die Genetik ganzer Populationen zu verändern, während andere auf ihre Ausrottung abzielen. Mindestens zwei der DARPA-Studien mit dieser umstrittenen Technologie wurden als geheim eingesuft und „konzentrierten sich“ Medienberichten zufolge „auf die potenzielle militärische Anwendung der Gene-Drive-Technologie und die Verwendung von Gene-Drives in der Landwirtschaft.“

Die Enthüllung kam, nachdem eine Organisation namens „ETC Group“ über 1.000 E-Mails über das Interesse des Militärs an der Technologie im Rahmen einer „Freedom of Information Act“(FOIA)-Anfrage erhalten hatte. Der Co-Direktor der „ETC-Gruppe“, Jim Thomas, sagte, dass diese Technologie als biologische Waffe verwendet werden kann:

„Gene Drives sind eine mächtige und gefährliche neue Technologie, und potenzielle biologische Waffen könnten katastrophale Auswirkungen auf den Frieden, die Ernährungssicherheit und die Umwelt haben, vor allem, wenn sie missbraucht werden. Die Tatsache, dass die Entwicklung von Gene Drives jetzt hauptsächlich vom US-Militär finanziert und strukturiert wird, wirft alarmierende Fragen zu diesem gesamten Bereich auf.“

Obwohl die genaue Motivation hinter dem Interesse des Militärs an dieser Technologie unbekannt ist, äußerte sich das Pentagon offen über die Tatsache, dass es einen Großteil seiner Ressourcen in Richtung der Eindämmung dessen lenkt, was es als die beiden größten Bedrohungen für die militärische Hegemonie der USA ansieht: Russland und China. China wurde von mehreren Pentagon-Beamten als die größte Bedrohung der beiden Länder zitiert, einschließlich John Rood, Top-Berater des Pentagon für die Verteidigungspolitik, der China als die größte Bedrohung für „unsere Lebensweise in den Vereinigten Staaten“ auf dem „Aspen Security Forum“ im vergangenen Juli beschrieb.

Seit das Pentagon begann, seine Politik und Forschung in Richtung eines „langen Krieges“ mit Russland und China neu zu gestalten, hat das russische Militär dem US-Militär vorgeworfen, die Sammlung der DNA von Russen sei Teil eines verdeckten Biowaffenprogramms – ein Vorwurf, den das Pentagon hartnäckig bestritt. Generalmajor Igor Kirillov, der Leiter der Schutzeinheit des des russischen Militärs vor Strahlung sowie chemischen und biologischen Waffen, der diese Anschuldigungen erhob, behauptet außerdem, die USA würden solche Waffen in unmittelbarer Nähe zu russischen und chinesischen Grenzen entwickeln.

Auch China hat das US-Militär beschuldigt, DNA von chinesischen Bürgern mit bösen Absichten zu ernten, wie zum Beispiel, als 200.000 chinesische Bauern in 12 genetischen Experimenten ohne informierte Zustimmung als Versuchskaninchen verwendet wurden. Diese Experimente waren von Harvard-Forschern als Teil eines von der US-Regierung finanzierten Projekts durchgeführt worden.

Die DARPA und ihre Partner wurden für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus ausgewählt

Am vergangenen Donnerstag gab die „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) bekannt, dass sie drei separate Programme finanzieren wird, um die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus zu fördern, das für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist.

CEPI – das sich selbst als „eine Partnerschaft von öffentlichen, privaten, philanthropischen und zivilen Organisationen“ beschreibt, die die Entwicklung von Impfstoffen gegen „hochprioritäre Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit finanzieren und koordinieren wird“ – wurde 2017 von den Regierungen Norwegens und Indiens zusammen mit dem Weltwirtschaftsforum und der Bill and Melinda Gates Foundation gegründet. Durch die massive Finanzierung und die engen Verbindungen zu öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Organisationen ist sie in der Lage, die schnelle Entwicklung von Impfstoffen zu finanzieren und diese weit zu verbreiten.

Die jüngste Ankündigung des CEPI enthüllte, dass es zwei Pharmaunternehmen – Inovio Pharmaceuticals und Moderna Inc. – sowie die australische University of Queensland, die Anfang letzten Jahres Partner des CEPI wurde, finanzieren würde. Bemerkenswert ist, dass die beiden ausgewählten Pharmafirmen enge Verbindungen und/oder strategische Partnerschaften mit der DARPA haben und Impfstoffe entwickeln, die kontroverserweise genetisches Material und/oder Gen-Editing beinhalten. Die Universität von Queensland hat ebenfalls Verbindungen zur DARPA, aber diese Verbindungen stehen nicht im Zusammenhang mit der biotechnologischen Forschung der Universität, sondern mit Ingenieurwesen und Raketenentwicklung.

Zu den Top-Finanziers von Inovio Pharmaceuticals gehören beispielsweise sowohl die DARPA als auch die „Defense Threat Reduction Agency“ (DTRA) des Pentagons. Das Unternehmen hat von der DARPA Zuschüsse in Millionenhöhe erhalten, darunter einen Zuschuss in Höhe von 45 Millionen Dollar für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Ebola. Inovio hat sich auf die Entwicklung von DNA-Immuntherapien und DNA-Impfstoffen spezialisiert. Diese enthalten gentechnisch veränderte DNA, die die Zellen des Empfängers zur Produktion eines Antigens veranlasst und die DNA einer Person dauerhaft verändern kann. Inovio hat bereits einen DNA-Impfstoff gegen das Zika-Virus entwickelt, aber – bis heute – ist kein DNA-Impfstoff für den Einsatz beim Menschen in den Vereinigten Staaten zugelassen worden. Inovio erhielt außerdem kürzlich vom US-Militär über 8 Millionen Dollar für die Entwicklung eines kleinen, tragbaren intradermalen Geräts zur Verabreichung von DNA-Impfstoffen, das gemeinsam von Inovio und USAMRIID entwickelt wurde.

Der CEPI-Zuschuss zur Bekämpfung des Coronavirus könnte dies jedoch ändern, da er speziell die Bemühungen von Inovio finanziert, seinen DNA-Impfstoff gegen das Coronavirus, das MERS verursacht, weiterzuentwickeln. Das MERS-Impfstoffprogramm von Inovio begann 2018 in Partnerschaft mit CEPI mit einem Deal im Wert von 56 Millionen US-Dollar. Der Impfstoff, der derzeit entwickelt wird, verwendet „Inovios DNA-Medizin-Plattform, um optimierte synthetische antigene Gene in Zellen zu liefern, wo sie in Protein-Antigene übersetzt werden, die das Immunsystem eines Individuums aktivieren“, und das Programm ist unter anderem mit dem „U.S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases“ (USAMRIID) und den NIH verpartnert. Dieses Programm wird derzeit im Nahen Osten getestet.

Inovios Zusammenarbeit mit dem US-Militär in Bezug auf DNA-Impfstoffe ist nichts Neues, da ihre früheren Bemühungen, einen DNA-Impfstoff für Ebola und das Marburg-Virus zu entwickeln, auch Teil dessen waren, was Inovios CEO Dr. Joseph Kim sein „aktives Bioverteidigungsprogramm“ nannte, das „mehrere Zuschüsse vom Verteidigungsministerium, der Defense Threat Reduction Agency (DTRA), dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) und anderen Regierungsbehörden erhalten hat.“

Das Interesse der CEPI, ihre Unterstützung für dieses MERS-spezifische Programm zu erhöhen, scheint im Widerspruch zu ihrer Behauptung zu stehen, dass dadurch der aktuelle Coronavirus-Ausbruch bekämpft wird, da MERS und das betreffende neue Coronavirus nicht analog sind und sich Behandlungen für bestimmte Coronaviren als unwirksam gegen andere Stämme erwiesen haben.

Es ist auch erwähnenswert, dass Inovio Pharmaceuticals das einzige von CEPI ausgewählte Unternehmen war, das durch seine Partnerschaft mit der chinesischen ApolloBio Corp. einen direkten Zugang zum chinesischen Pharmamarkt hat. ApolloBio Corp. hat derzeit eine exklusive Lizenz für den Verkauf der von Inovio hergestellten DNA-Immuntherapie-Produkte an chinesische Kunden.

Das zweite pharmazeutische Unternehmen, das vom CEPI für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus ausgewählt wurde, ist Moderna Inc. und wird in Zusammenarbeit mit den U.S.-NIH einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus entwickeln, der vollständig vom CEPI finanziert wird. Der betreffende Impfstoff wird im Gegensatz zum DNA-Impfstoff von Inovio ein Boten-RNA (mRNA)-Impfstoff sein. Obwohl er sich von einem DNA-Impfstoff unterscheidet, verwenden mRNA-Impfstoffe immer noch genetisches Material, „um die Zellen des Körpers anzuweisen, intrazelluläre, membranständige oder sekretierte Proteine zu produzieren.“

Die mRNA-Behandlungen von Moderna, einschließlich der mRNA-Impfstoffe, wurden größtenteils mit Hilfe eines 25-Millionen-Dollar-Zuschusses der DARPA entwickelt und das Unternehmen wirbt in Pressemitteilungen häufig mit seiner strategischen Allianz mit der DARPA. Zu den vergangenen und laufenden Forschungsbemühungen von Moderna gehörte die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen, die auf die einzigartige DNA eines Individuums zugeschnitten sind, sowie ein erfolgloser Versuch, einen mRNA-Impfstoff gegen das Zika-Virus zu entwickeln, der von der US-Regierung finanziert wurde.

Sowohl DNA- als auch mRNA-Impfstoffe beinhalten die Einführung von fremdem und manipuliertem genetischen Material in die Zellen einer Person, und frühere Studien haben festgestellt, dass solche Impfstoffe „eine erhebliche Unvorhersehbarkeit und eine Reihe inhärenter schädlicher potenzieller Gefahren besitzen“ und dass „es unzureichende Kenntnisse gibt, um entweder die Wahrscheinlichkeit unbeabsichtigter Ereignisse oder die Folgen genetischer Veränderungen zu definieren.“ Nichtsdestotrotz könnte das Klima der Angst, das den Ausbruch des Coronavirus umgibt, ausreichen, damit der öffentliche und private Sektor aus Angst vor dem epidemischen Potenzial des aktuellen Ausbruchs solche umstrittenen Behandlungen entwickelt und vertreibt.

Die Therapien, die von Inovio, Moderna und der University of Queensland entwickelt werden, stehen jedoch im Einklang mit den Zielen der DARPA in Bezug auf Gen-Editing und Impfstofftechnologie. So beschrieb der DARPA-Genetiker Colonel Daniel Wattendorf im Jahr 2015, wie die Behörde eine „neue Methode der Impfstoffherstellung [untersucht], bei der dem Körper Anweisungen zur Herstellung bestimmter Antikörper gegeben werden. Da der Körper sein eigener Bioreaktor wäre, könnte der Impfstoff viel schneller als mit herkömmlichen Methoden hergestellt werden und das Ergebnis wäre ein höherer Schutz.“

Laut Medienberichten über Wattendorfs damalige Aussagen würde der Impfstoff wie folgt entwickelt werden:

„Wissenschaftler würden virale Antikörper von jemandem ernten, der sich von einer Krankheit wie Grippe oder Ebola erholt hat. Nachdem sie die Fähigkeit der Antikörper, Viren in einer Petrischale zu neutralisieren, getestet haben, würden sie den wirksamsten isolieren, die Gene bestimmen, die für die Herstellung dieses Antikörpers benötigt werden, und dann viele Kopien dieser Gene in ein zirkuläres Stück genetischen Materials kodieren – entweder DNA oder RNA, das der Körper der Person dann als ‚Kochbuch‘ verwenden würde, um den Antikörper zusammenzusetzen.“

Obwohl Wattendorf behauptete, dass die Auswirkungen dieser Impfstoffe nicht dauerhaft sein würden, hat die DARPA seitdem permanente Genmodifikationen als Mittel zum Schutz der US-Truppen vor biologischen Waffen und Infektionskrankheiten gefördert. „Warum macht die DARPA das? [Um] einen Soldaten auf dem Schlachtfeld vor chemischen und biologischen Waffen zu schützen, indem man sein Genom kontrolliert – damit das Genom Proteine produziert, die den Soldaten automatisch von innen heraus schützen“, sagte der damalige DARPA-Direktor Steve Walker (jetzt bei Lockheed Martin) im vergangenen September über das Projekt, das als „Safe Genes“ bekannt ist.

Fazit

Die vom Pentagon und speziell von der DARPA durchgeführten Forschungen geben immer wieder Anlass zur Sorge, nicht nur im Bereich der Biowaffen und der Biotechnologie, sondern auch in den Bereichen der Nanotechnologie, der Robotik und einigen anderen. DARPA, zum Beispiel, hat eine Reihe von beunruhigenden Forschungsprojekten entwickelt, die von Mikrochips, die Erinnerungen im menschlichen Gehirn erschaffen oder daraus löschen können, bis zu Wahlmaschinen-Software reicht, die viele Probleme aufwirft.

Nun, da die Angst bezüglich des aktuellen Coronavirus-Ausbruchs ihren Höhepunkt erreicht, wurden Unternehmen mit direkten Verbindungen zur DARPA mit der Entwicklung des Impfstoffs beauftragt, dessen langfristige Auswirkungen auf Mensch und Umwelt unbekannt sind und bis zur erwarteten Markteinführung des Impfstoffs in einigen Wochen unbekannt bleiben werden.

Darüber hinaus wurden die frühere Geschichte der DARPA und des Pentagons mit Biowaffen und ihre neueren Experimente mit genetischen Veränderungen und Auslöschungstechnologien sowie Fledermäusen und Coronaviren in der Nähe von China weitgehend aus den offiziellen Erzählungen herausgelassen, obwohl die Informationen öffentlich zugänglich sind. Auch in den Mainstreammedien wurden die direkten Verbindungen sowohl der USAMRIID und der mit der DARPA verpartnerten Duke University zur Stadt Wuhan, einschließlich ihres Institutes für medizinische Virologie, nicht erwähnt.

Obwohl viel über die Ursprünge des Coronavirus-Ausbruches unbekannt bleibt, sind die Verbindungen die US-Militärs zu den oben genannten Forschungsstudien und -Rinrichtungen es wert, im Detail beleuchtet zu werden – da diese im Namen der „nationalen Sicherheit“ betriebene Forschung das erschreckende Potenzial hat, unbeabsichtigte, weltverändernde Konsequenzen zu zeitigen. Der Mangel an Transparenz über diese Forschung, wie z.B. die Entscheidung der DARPA, ihre umstrittene Forschung zur genetischen Auslöschung und den Einsatz der Technologie als Kriegswaffe der Geheimhaltung zu unterwerfen, verstärkt diese Bedenken. Obwohl es wichtig ist, leichtsinnige Spekulationen so weit wie möglich zu vermeiden, ist es die Meinung dieser Autorin, dass die Informationen in diesem Bericht im öffentlichen Interesse sind und dass die Leser diese Informationen nutzen sollten, um ihre eigenen Schlüsse über die hier diskutierten Themen zu ziehen.