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Erst Corona, dann der Krieg
ELN-Kämpfer in Kolumbien. Bild: TV San Jorge, CC BY 4.0

Erst Corona, dann der Krieg

Eine Studie der TU Braunschweig weist darauf hin, wie die Pandemie bestehende Krisen und bewaffnete Konflikte anheizen könnte

Die globale Corona-Pandemie könnte bestehende Krisen und bewaffnete Konflikte weiter verstärken, wenn die sozialen Folgen der Eindämmungsmaßnahmen nicht erkannt und neutralisiert werden. Dabei spielen internationale Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit eine wichtige Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Braunschweig. Tobias Ide vom dortigen Institut für Internationale Beziehungen hat in der knapp 20-seitigen Analyse die bisherigen Auswirkungen auf neun weltweit bestehende Konflikte untersucht.

Sein Ergebnis: In vier Fällen sei es aufgrund strategischer Entscheidung von Regierungs- und Rebellenkräften zu einem Abflauen der Kämpfe gekommen. In fünf der untersuchten Krisen hätten die