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China nimmt Jack Ma’s Ant-Fintech-Imperium endgültig in die Zange
Via FT

China nimmt Jack Ma’s Ant-Fintech-Imperium endgültig in die Zange

Es scheint, als hätten die chinesischen Behörden Jack Ma endlich zum Einlenken bewegt.

Nachdem der Mitbegründer von Alibaba und Ant in den letzten Monaten aus der Öffentlichkeit verschwand, das wohl damit zu tun hatte da es mit einer verstärkten staatlichen Kontrolle über sein enorm erfolgreiches und schnell expandierendes Fintech-Unternehmen Ant Financial zusammenfiel, das seit Dezember Gegenstand einer kartellrechtlichen Untersuchung war, hat China offenbar klargestellt, dass der einzige Weg, wie Ma Wiedergutmachung dafür leisten könnte darin besteht, dass Peking die regulatorische Kontrolle über Ant erhält.

Ein neuer Bericht von Bloomberg beendet endlich die monatelangen Spekulationen darüber, ob Ma sich dem chinesischen Durchgreifen widersetzen würde, das auch dazu führte, dass die Behörden einen geplanten Blockbuster-Börsengang im November abrupt stoppten, insbesondere nachdem Ma persönlich Präsident Xi verärgert hatte: „Ant Group Co. und die chinesischen Regulierungsbehörden haben sich auf einen Restrukturierungsplan geeinigt, der Jack Ma’s Fintech-Riesen in eine Finanzholding verwandeln wird, wodurch er ähnlichen Kapitalanforderungen unterliegt wie Banken.“

Der Plan ist zwar noch nicht offiziell angekündigt, aber „der dieser sieht vor, alle Geschäfte von Ant in die Holding einzubringen, einschließlich der Technologieangebote in Bereichen wie Blockchain und Lebensmittelzustellung, so Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind“, schreibt Bloomberg weiter.

Und es ist wahrscheinlich, dass weitere strenge Regulierungsmaßnahmen von zentralen Behörden kommen werden:

Ant’s Restrukturierungsplan markiert den ersten großen Schritt in einem voraussichtlich langwierigen Überholungsprozess, da die Regulierungsbehörden detaillierte Kapitalanforderungen und andere Richtlinien für Unternehmen, die mehrere Finanzgeschäftsbereiche umfassen, ausarbeiten.

Kurz gesagt: Die Ant Group wird nun von Chinas Zentralbank beaufsichtigt werden.

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass das Schweigen von Ma oder sogar jegliche offizielle Berichterstattung über die Kartelluntersuchung ein deutlicher Hinweis auf die Sensibilität dieses Themas auf den höchsten Ebenen der chinesischen Politik ist und im Wesentlichen darauf hindeutet, dass Ma seine Nützlichkeit überlebt hat und dass Peking niemals einen Milliardär mit so viel Macht und Einfluss tolerieren würde, sowohl im Inland als auch im Westen.

Chinas regulatorischer Rahmen, der die Regeln für Finanzholdings diktiert, wurde erst im September vorgestellt und „wird das Unternehmen mit ziemlicher Sicherheit dazu zwingen, das rasante Expansionstempo zu verlangsamen, das es zu Chinas dominantem Fintech-Player und einem der wertvollsten Startups der Welt gemacht hat“, schreibt Bloomberg weiter.

Während Ant angeblich immer noch über Wege nachdenkt, seinen Börsengang wiederzubeleben, ist diese jüngste Nachricht der deutlichste Indikator in der ganzen Saga, dass es noch lange dauern wird, wenn überhaupt, bis es soweit ist.