Stunde der Verrückten

Italien Der Widerstand gegen den Halb-Lockdown gärt besonders in Neapels armem Bahnhofsviertel Vasco
Stunde der Verrückten
Demonstrant*innen verkleideten sich als Geister und protestierten so gegen Schließungen und Ausgangssperren in Italien Foto: Independent Foto Agency Inc./Imago Images
In der pittoresk zugemüllten Metropole des Südens begannen die die Proteste, die sich über ganz Italien ausbreiten – also fahre ich nach Neapel. Alles fing am 23. Oktober an, als der kampanische Regionalpräsident eine nächtliche Ausgangssperre verhängte und einen harten Lockdown für ganz Italien forderte. Vincenze De Luca war seit jeher für seinen „schwierigen Charakter“ bekannt, nicht von ungefähr ruft man den zu einem Law-&-Order-Populisten gewandelten Ex-Kommunisten „Sheriff“ oder „Pol Pot“. Nun flogen Steine und Flaschen vor seinem Amtssitz, und sieben Polizisten wurden verletzt. Zwei der Krawallmacher, beide 32 Jahre alt und beide auf vornehme antike Namen getauft, wurden direttissimo-…..

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