Nach den Todesfällen in Südkorea setzt Singapur die Grippeimpfungen aus

Singapur hat angekündigt, dass es den Einsatz von zwei Grippeimpfstoffen vorübergehend einstellen wird, nachdem 48 Menschen in Südkorea nach der Impfung gestorben sind. Mit diesem Schritt gehört der südostasiatische Stadtstaat zu den ersten Ländern, die den Einsatz der Impfstoffe für Impfprogramme einstellen.

Das Gesundheitsministerium des Landes sagte in einer Erklärung vom 25. Oktober, die Aussetzung diene als “Vorsichtsmaßnahme bezüglich der gemeldeten Todesfällen nach der Grippeimpfung in Südkorea”. Während es in Singapur keine Todesfälle im Zusammenhang mit Grippeimpfungen gab, beobachten das Ministerium und die Health Sciences Authority (HSA) die Situation genau. In der Erklärung des MOH hieß es: “Die HSA steht mit den südkoreanischen Behörden in Kontakt, um weitere Informationen zu erhalten, während diese untersuchen, ob die Todesfälle im Zusammenhang mit Grippeimpfungen stehen.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, dass bis zum 24. Oktober insgesamt 48 Todesfälle nach einer saisonalen Impfung aufgetreten seien. Trotz der Todesfälle sagte der südkoreanische Gesundheitsminister Park Neung-hoo, das Grippe-Impfprogramm des Landes werde fortgesetzt, da seine Aussetzung “unwissenschaftlich” und “gefährlich” sei.

Südkoreanische Beamte gaben an, die Opfer hätten sieben Grippeimpfstoffe erhalten – zwei davon seien in Singapur erhältlich. So informierten die Gesundheitsbehörden die Gesundheitspraktiker, den Einsatz von SK Bioscience’s SKYCellflu Quadrivalent und Sanofi’s VaxigripTetra einzustellen – zwei weitere Grippeimpfstoffe, die für die Grippesaison 2020-2021 auf der nördlichen Hemisphäre nach Singapur gebracht wurden, dürfen jedoch weiterhin verwendet werden.

Das MOH sagte, dass Singapurer, die gegen die Grippe geimpft werden sollen, einschließlich Erwachsene und Kinder im Rahmen ihrer jeweiligen nationalen Impfpläne, dies auch weiterhin mit anderen Impfstoffmarken tun können.

Quelle: Singapore suspends use of flu jabs after deaths in South Korea

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