Der Krieg um Berg-Karabach – oder: Warum “Neutralität” Parteinahme ist

Bild: Artsakh Defense Army

In der Berichterstattung der deutschen Leitmedien über den wieder aufgeflammten Krieg um Berg-Karabach dominiert eine Pseudo-Objektivität, die de facto auf eine Übernahme des aserbaidschanischen Narrativs hinausläuft. Die Fakten sind aber deutlich komplizierter

“Viele versuchen dem Radikalismus zu entgehen, indem sie ‘die Wahrheit in der Mitte suchen’. Das klingt einigermaßen abgeklärt, ist aber nicht unbedingt aufgeklärt. Denn die Wahrheit folgt keinen geometrischen Vorgaben. Hier irrt sich der ‘Extremismus der Mitte’.” Sätze von Michael Schmidt-Salomon, die exakt auf die aktuelle Berichterstattung der deutschen Medien über den am 27. September wieder aufgetauten kriegerischen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach (armenisch: Arzach) gemünzt sein könnten!

Seit die Kämpfe vor drei Wochen wieder aufflammten, kommt besonders in den öffentlich-rechtlichen Medien fast kein Bericht über die aktuelle Lage ohne drei gratis mitgelieferte Kommentare aus:

  1. “Die Region Berg-Karabach wird mehrheitlich von armenisch-stämmigen Menschen bewohnt……

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