Während die Radar Echos von Flight24 zeigen, dass zwei aserbaidschanische Militärtransporter kurz vor und unmittelbar nach dem Angriff auf Artsach nach Israel Waren holen gekommen sind, hat der israelische Oberste Gerichtshof festgestellt, dass dies nicht beweist, dass heute israelische Waffen gegen die Armenier eingesetzt werden.

Während Amnesty International bezeugt hat, dass die aserbaidschanische Armee israelische Drohnen gegen armenische Zivilisten einsetzt, hat der israelische Oberste Gerichtshof festgestellt, dass dies nicht beweist, dass sie in voller Kenntnis der Sachlage verkauft wurden. Tatsächlich paradierte die aserbaidschanische Armee bereits 2015 mit israelischen Drohnen.

Richter Yosef Elron lehnte daher die Anfrage ab, die dem Obersten Gerichtshof vorgelegt wurde [2]. So wird es nicht einmal eine Zeugenvernehmung und ein Plädoyer geben. Dieser hohe Richter, ein ehemaliger Militärrichter, ist für seine Selbstgefälligkeit gegenüber den Sicherheitsdiensten bekannt.

Systematische Verteidiger Israels – wie Noam Chomsky [3] – hatten versucht, die israelische Haltung zu lindern, indem sie versicherten, dass der hebräische Staat an Aserbaidschan Waffen nur aus Geldgier verkauft habe. Darauf haben andere, ehrlichere Intellektuelle geantwortet. So stellte Israel W. Charny, Präsident des Instituts für Holocaust und Genozide in Jerusalem, folgende Frage: Stellen wir uns vor, dass die Nazis beschlossen hätten, nur die Zigeuner und nicht die Juden zu vernichten, hätte der Staat Israel, wenn es ihn damals gegeben hätte, ihnen dann die Waffen für den Völkermord liefern können?

Übersetzung
Horst Frohlich