Der IWF “klopft an Erdogans Tür”

Ο Τούρκος Πρόεδρος Ταγίπ ΕρντογάνBild:AP

Die türkische Währung befindet sich in einer Abwertungsspirale und notiert auf einem Rekordtief zum Dollar. Das Land konnte erfolgreich eine Milliarden-Anleihe platzieren – doch der Zins lag zwei Prozentpunkte über dem der letzten Emission.

Soeben forderten Senatoren in Washington Sanktionen gegen die Türkei, weil das Nato-Mitglied das von Russland erworben Flugabwehrsystem S-400 jetzt erproben will.

Die Waffengänge des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Syrien, Libyen, Irak und jetzt seine Unterstützung des Öl- und Gaslieferanten Aserbaidschan im Krieg gegen Armenien stoßen international auf Kritik. Mit Amerika und Russland liegt er im Streit, auch mit der EU. Dass Erdogan wochenlang in umstrittenen Gewässern vor Griechenland und Zypern Gas suchen ließ, veranlasste die EU dazu mit Sanktionen zu drohen, was die Währung des auf den Handel mit der EU angewiesenen Staates weiter destabilisierte. Dass es dann nicht zu den Einschränkungen kam, half der Lira aber auch nicht. Am Freitag mussten für einen Dollar zeitweise mehr als 7,95 Lira bezahlt werden, so viel wie nie zuvor.

Die Inflation ist zweistellig, der Realzins trotz Anhebung des Leitzinses um 2 Prozentpunkte auf 10,25 Prozent negativ. Eine Zahlungsbilanzkrise mit drastischen Auswirkungen sieht die DZ Bank am Horizont, Ghose von der Commerzbank meint: „Letztlich wird es schwierig, so etwas wie ein IWF-Hilfspaket zu vermeiden.“ Erdogan hat das ausgeschlossen. Quelle: Το ΔΝΤ “χτυπάει την πόρτα” του Ερντογάν

Kommentare sind geschlossen.