ZUERST!-Interview zur Eskalation im Südkaukasus: „Das ist ein Angriff auf die zivilisierte Welt“

In den frühen Morgenstunden des 27. September eskalierte der Konflikt im Südkaukasus. Aserbaidschan griff die Republik Arzach (Bergkarabach) an. Armenien und Aserbaidschan scheinen sich am Rande eines Krieges zu befinden. ZUERST! sprach darüber exklusiv mit David Babayan, dem Berater für internationale Beziehungen des Präsidenten der Republik Arzach.

Herr Babayan, am frühen Morgen des 27. September eskalierte plötzlich der Konflikt zwischen der Republik Arzach (Bergkarabach) und Aserbaidschan. Die aserbaidschanischen Streitkräfte attackierten Stepanakert, die Hauptstadt von Arzach, mit Raketen. Außerdem hat die aserbaidschanische Armee die Grenze zu Arzach überschritten und angegriffen. Der Konflikt besteht bereits seit Jahrzehnten, warum kommt diese Eskalation gerade jetzt?

Babayan: Der Zeitpunkt war sehr günstig für Aserbaidschan. Dort wurde gerade ein türkisch-aserbaidschanisches Manöver abgehalten, es befinden sich also türkische Streitkräfte im Land. Die Türkei ist der wichtigste Verbündete Aserbaidschans. Durch diese strategisch günstige Lage war es wohl die Türkei, die Aserbaidschan dazu drängte, diesen terroristischen Angriff auf die Republik Arzach durchzuführen. Aber es ist nicht nur ein Angriff auf Arzach und Armenien, es ist ein Angriff auf die zivilisierte Welt.

Wie meinen Sie das?

Babayan: Bereits im Vorfeld hat die Türkei hunderte von Söldnern und….

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