Eine Neubetrachtung der US-Präsidentschaftswahl – Das Imperium stirbt und nichts kann es retten

Anfang Juli schrieb ich ein Stück mit dem Titel „Spielt die Präsidentschaftswahl überhaupt eine Rolle?“

http://thesaker.is/does-the-next-presidential-election-even-matter/

Darin behauptete ich, dass eine Stimmabgabe bei der kommenden Wahl, darüber, wer die nächste Marionette im Weißen Haus sein wird, einer Wahl darüber gleicht, wer der nächste Kapitän auf der sinkenden Titanic sein soll. Ich führte drei spezifische Gründe an, warum ich dachte, dass die nächste Wahl ziemlich bedeutungslos wäre:

  1. Das US-System ist manipuliert. Es übergibt die ganze Macht an Minderheiten und ignoriert den Willen des Volkes.
  2. Die Wahl zwischen den Demolikanern und den Republikraten ist gar keine Wahl.
  3. Die systemische Krise der USA ist zu tief, als dass sie davon beeinflusst würde, wer im Weißen Haus die Macht hat.

Ich habe jetzt meine Haltung neu überdacht und habe erkannt, dass ich falsch lag, weil ich etwas Wichtiges übersehen hatte:

In den vergangenen Monaten ist viel passiert und ich bin jetzt zu dem Schluss gekommen, dass zwar die Wahl eines Kapitäns keinen Unterschied beim Untergang der Titanic macht, aber dass es einen riesigen Unterschied für jene Passagiere macht, die von einer Amok-laufenden Gruppe von Passagieren bedroht werden. Mit anderen Worten: Während ich immer noch glaube, dass die nächste Wahl für den Rest des Planeten keine großen Veränderungen bringen wird (der Niedergang des Imperiums wird weitergehen), so wird doch nach und nach offensichtlich, dass für die Vereinigten Staaten selbst der Unterschied zwischen den beiden Seiten sehr real sein wird.

Warum?

Dies ist vielleicht die erste Präsidentenwahl in der US-Geschichte, bei der die Wahl nicht zwischen zwei politischen Programmen oder zwei……

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