Erste Hinweise zeigen, dass Impfstoffhersteller die Corona-Krise für Profit missbrauchen

coronacrisisDer Lobby-Wachhund Corporate Europe Observatory (CEO) konnte E-Mails und Abschriften von Telefongesprächen zwischen der Agrarlobby und der Europäischen Kommission lesen. Was stellt sich heraus? Die Pharmaindustrie versucht, die Coronakrise zu nutzen, um möglichst viel Gewinn zu erzielen.

Durch Wob-Anfragen gelang es dem Watchdog, Dutzende von Dokumenten aufzudecken. Die Untersuchung des CEO zeigt, dass Big Pharma nicht so sehr die Coronakrise beenden will, sondern vor allem Geld verdienen will. Sehr viel Geld. So viel Geld wie möglich. “Sie wollen uns nicht retten. Sie wollen Profit”.

Die Pharmaindustrie investiert riesige Summen in die Lobbyarbeit. Die größten Pharmaunternehmen in Brüssel geben zwischen 14,75 bis 16,5 Millionen Euro pro Jahr für Lobbyarbeit aus. Die Branche beschäftigt etwa 175 Lobbyisten, die versuchen, die europäische Politik zu beeinflussen.

Die Lobbyisten nutzten die Ängste der Politiker und forderten die politischen Entscheidungsträger auf, früh anzureisen, um nichts zu verpassen.

Big Pharma erweist sich als äußerst gerissen, unter anderem bei den lukrativen Impfstoffgeschäften, die mit den einzelnen Ländern abgeschlossen wurden. Diese haben mit der EU Verträge über Millionen von Impfstoffdosen abgeschlossen, die möglicherweise nicht einmal funktionieren. Diese Abkommen werden hinter verschlossenen Türen ausgehandelt. Der Steuerzahler zahlt, und Big-Pharma können nicht für Schäden haftbar gemacht werden.

CEO-Forscher Olivier Hoedeman hält dies für inakzeptabel. “Selbst die Namen der Verhandlungsführer werden geheim gehalten.”

“Die EU-Politiker müssen mehr tun, um das öffentliche Interesse zu schützen, angefangen bei der Transparenz der Verhandlungen und der mit der Pharmaindustrie abgeschlossenen Verträge. Die Entscheidungsfindung im Bereich der öffentlichen Gesundheit sowie der Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln muss besser vor Pharmaunternehmen und ihren Lobbygruppen geschützt werden”, so Hoedeman.

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