Der frohe Untertan

Dumm. Aber genial.

Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König.

Wenn der Text dieses Kanons unter der Jugend unseres Landes auch kaum noch bekannt sein dürfte, so bringt er doch in bestürzender Weise exakt jenen Irrsinn zum Ausdruck, mit dem das, was sich heute „links“ und  „grün“ und irreführend „Mitte“ nennt, seit etlichen Jahren das Denken der Jugend vergiftet.

Begründung?

Erstens

Was ist das eigentlich, „froh“?

Wenn dieses Wort heute noch gebraucht wird, dann ausschließlich als Ausdruck dafür, einer Gefahr entronnen, einen Verlust vermieden, oder eben den Schlüssel tatsächlich unter der Laterne wiedergefunden zu haben. Froh zu sein, ist der Zustand, der eintritt, wenn sich eine Angst als unbegründet, eine schwache Hoffnung doch noch als berechtigt herausgestellt hat. Frohsein, beschreibt das Aufatmen, das möglich wird, weil mir eine Last von der Seele genommen wurde.

„Sei froh, dass du nur querschnittsgelähmt bist, du hättest auch tot sein können“, diese Aufforderung bringt den Nachdenklichen schon näher an die Perversion des Frohseins heran, die oft genug nur das „Schlimme“ mit dem „Noch-Schlimmeren“ ins Verhältnis setzt, also das Leid qua Relativierung in eine Art „Pseudo-Glück“ ummünzt, aber gerne auch persönliches Versagen zum Teilerfolg hochstilisiert.

Obwohl „froh“ und „fröhlich“ vom gleichen Wortstamm kommen, bedeuten sie doch sehr Unterschiedliches.

  • Wirklich fröhlich ist, wer seinen Tag frei von Sorgen, Ängsten und Nöten beginnen – und beenden kann.
  • Froh ist, wer einen Tag überstanden hat, an dem keine seiner schlimmsten Befürchtungen wahr geworden ist.

Von daher ist „froh zu sein“ immer mit negativem Stress assoziiert…..

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