Edward Snowden kritisiert Amazon wegen der Einstellung des ehemaligen Direktors der NSA

Edward Snowden, a former CIA worker before turning whistleblower, speaks via satellite at the IT fair CeBIT in Hanover, Germany, Tuesday March 21, 2017© AP Photo / Friso Gentsch/dpa

Im Jahr 2013 ließ der ehemalige NSA-Auftragnehmer einen Cache mit streng geheimen US-Geheimdienstdokumenten durchsickern, die eine massive Überwachungskampagne der Amerikaner enthüllten. Die Dokumente enthüllten unter anderem, dass der Geheimdienst illegal auf Informationen über Millionen von Menschen in den USA und auf der ganzen Welt zugriff und sogar an führenden Persönlichkeiten der Welt schnüffelte.

Der US-amerikanische Whistleblower Edward Snowden kritisierte Amazon, nachdem berichtet wurde, dass Keith Alexander, ein ehemaliger Chef der US-amerikanischen National Security Agency (NSA), der diesen Posten innehatte, als der globale Überwachungsskandal ausbrach, als Direktor in den Vorstand des E-Commerce-Giganten eingetreten war. Snowden nahm auf Twitter zur Kenntnis, dass Alexander persönlich für das illegale Massenüberwachungsprogramm der NSA verantwortlich sei.

Amazons Schritt wurde von der Organisation Privacy International kritisiert, die den Schritt als “beunruhigend” bezeichnete.

“Jeden Tag treffen große Technologieunternehmen wie Amazon riesige ethische Entscheidungen, die das Leben der Menschen beeinflussen, ohne jegliche demokratische Rechenschaftspflicht. Natürlich ist es beunruhigend, dass im Zentrum dieser Entscheidungen nun jemand steht, der jahrelang geheime Datenzugriffe verteidigt hat, die sich später als ungesetzlich erwiesen haben. Wir brauchen keine weitere NSA – nicht einmal eine mit einer Datenschutzrichtlinie”, sagte Edin Omanovic, Advocacy Director bei Privacy International.

“Amazon will jetzt auf dem lukrativen Verteidigungs- und Sicherheitsmarkt Fuß fassen – und damit die Schlüssel zu den riesigen Datenbeständen der Regierungen. Es ist kein Geheimnis, dass der Schlüssel dazu die Einstellung einflussreicher ehemaliger Staatsbeamter ist. Die Machtkonzentration, die sich daraus ergeben wird, ist schlecht für die Menschen, schlecht für Unternehmen und schlecht für die Gesellschaften”, sagte Omanovic. sputniknews.com

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