Internationale Beziehungen verstehen (1/2)

In Sachen der internationalen Beziehungen scheinen viele Sachen so offensichtlich, dass man nicht auf sie eingehen muss. Es ist jedoch immer besser, sie klar zu stellen. In diesem ersten Teil behandelt der Autor das Gefühl der Überlegenheit, das wir alle haben, und unsere unbewussten Vorurteile über die Bosheit unserer Gesprächspartner. In der kommenden Folge wird er sich mit den Besonderheiten des Nahen Ostens befassen.
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In diesem Gemälde der Schlacht von Poitiers (die im 8. Jahrhundert stattfand) von Charles de Steuben, wurden die Muslime im 19. Jahrhundert sowohl als gewalttätige als auch laszive Barbaren dargestellt.

In vielen E-Mail-Gesprächen stellte sich heraus, dass viele Dinge, die ich für selbstverständlich halte, für manche meiner Leser nicht selbstverständlich sind. Deshalb möchte ich auf einige Gedanken zurückkommen, von denen Ihnen manche nur als allgemeine Darlegungen erscheinen, andere sie jedoch überraschen werden.

Wir sind alle menschlich, aber verschieden

Es ist möglich, in ein fernes Land zu reisen und nur Hotels und sonnige Strände zu besuchen. Das ist gut für die Bräunung, aber menschlich gesehen, ist es eine verpasste Gelegenheit. Egal welches Land wir besuchen, es ist von Menschen wie unsereins bewohnt, die vielleicht anders aussehen, vielleicht auch nicht, und mit denen wir hätten sprechen können. Wahrscheinlich hätten wir uns mit einigen von ihnen auch anfreunden können.

Im Allgemeinen wird jeder Reisende dafür sorgen, dass er über mehr Mittel verfügt als die Leute des Landes, das er besucht. Das ist ziemlich logisch, weil er mit…..

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