Wenn wir einen zugelassenen Impfstoff haben…. was dann?

Hier ein Gedankenexperiment: Nachdem die RMS Titanic mit einem Eisberg kollidierte, wurde es notwendig, Sitzplätze in den Rettungsbooten zuzuweisen; es gab nur etwa 700 Plätze für die 2208 Passagiere. Was wäre gewesen, wenn die Plätze versteigert worden wären, wobei der Preis durch Angebot und Nachfrage, d.h. durch die Marktkräfte bestimmt worden wäre? Es ist klar, dass die Wohlhabendsten die anderen verdrängt hätten. Stattdessen entschied der Kapitän, dass Frauen und Kinder Vorrang haben sollten. Natürlich hatten Kinder das meiste Leben zu verlieren, aber warum Frauen vor Männern? Ritterlichkeit? Das werden wir wohl nie erfahren.

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Ein aktuelles Beispiel für die Grenzen rein marktwirtschaftlicher Verteilungsmodelle nähert sich rasch, da ein oder mehrere Impfstoffe zur Verhinderung einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus, das COVID-19 verursacht, auf den Markt kommen.

Die Situation ist in vielerlei Hinsicht überaus komplex, und die “Lösung” wird unweigerlich Elemente der Medizin, Wissenschaft, Ethik und Politik mit einbeziehen.

Die klinischen Ergebnisse aus der Erprobung verschiedener Impfstoffe, die auf verschiedenen Plattformen erstellt wurden, werden zwangsläufig in einer Weise variieren, die wir nicht vorhersehen können, und das wird viele Fragen aufwerfen. Zum Beispiel, wie wirksam werden die Impfstoffe für verschiedene demografische Gruppen sein – insbesondere für ältere Menschen, die am anfälligsten für schwere Krankheiten und Todesfälle sind, aber eine weniger heftige Immunantwort hervorrufen?

Eines scheint jedoch klar zu sein: Wir haben von keiner Seite…..

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