Medien in Asien über das das Schlachtfeld in Beirut: Kolonie des Westens oder zurück in den Osten?

asiatimes.com  Pepe Escobar

Beirut ist ein absolut wichtiger Knotenpunkt für die geopolitische und geoökonomische Anbindung des östlichen Mittelmeerraums an das BRI (Neue Seidenstraße)

Der Libanon kann nach dieser Sprengung alles gewinnen, wenn er die neoliberalen Forderungen des Westens zurückweist und sich Chinas Belt and Road anschließt…

So sehr Covid-19 durch die wenigen von 0,001% zum sozialen Ingenieur eines Great Reset instrumentalisiert worden ist, so sehr wird die Beiruter Tragödie bereits durch die üblichen Verdächtigen instrumentalisiert, um den Libanon in der versklavung zu halten.

Bild: AFP via Nurphoto/Stringer

Angesichts der so zeitgemäßen farbigen “Revolutionen” ist die gegenwärtige libanesische Regierung unter Premierminister Diab bereits zurückgetreten. Schon vor der tragödie am Hafen hatte Beirut beim IWF eine Kreditlinie in Höhe von 10 Milliarden Dollar beantragt, der verweigert wurde, solange die neoliberalen “Reformen” des Washingtoner Konsens nicht umgesetzt wurden: radikale Kürzung der öffentlichen Ausgaben, Massenentlassungen und allgemeine Privatisierung.

Nach der Tragödie hat sich Präsident Emmanuel Macron – der nicht einmal in der Lage ist, einen Dialog mit den Gelbe Westen in Frankreich aufzunehmen – opportunistisch in den vollen neokolonialen Modus begeben, um sich als “Retter” des Libanon auszugeben, solange natürlich diese “Reformen” umgesetzt werden.

Am Sonntag organisierten Frankreich und die UNO eine Videokonferenz, um die Reaktion der Geber zu koordinieren – in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission (EK), dem IWF und der Weltbank. Das Ergebnis war nicht gerade brillant: Es wurden lächerliche 252 Millionen Euro zugesagt – wieder einmal bedingt durch “institutionelle Reformen”.

Frankreich kam auf 30 Millionen Euro, Kuwait auf 40 Millionen, Katar auf 50 Millionen und die Europäische Kommission auf 68 Millionen. Entscheidend war, dass weder Russland noch der Iran zu den Gebern zählten. Die USA – die den Libanon hart sanktionieren – und die GCC-Verbündeten Saudi-Arabien und VAE sagten nichts zu. China hatte nur eine Pro-Forma-Präsenz.

Parallel dazu schicken maronitische Christen in Brasilien – eine sehr mächtige Gemeinschaft – Gelder für die Proteste der farbigen Revolution. Der ehemalige Präsident Michel Temer und der Industriemagnat Paulo Skaf flogen sogar nach Beirut. Der ehemalige libanesische Präsident Amin Gemayel (1982-1988) unterhielt viele Geschäfte in Brasilien mit Geldern, die er während seiner Amtszeit abgeschöpft hatte.

All dies deutet darauf hin, dass der Neoliberalismus keine Gefangenen macht, wenn es darum geht, seinen tödlichen Griff nach dem Libanon aufrechtzuerhalten.

Das Hariri-Modell

Die tiefgreifende Wirtschaftskrise des Libanon, die durch die Explosion des Hafens von Beirut nun noch verschärft wird, hat nichts mit Covid-19 oder dem Stellvertreterkrieg der USA gegen Syrien zu tun, der eine Million Flüchtlinge ins Land gebracht hat. Es geht um den sprichwörtlichen neoliberalen Schock und die…..

 

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