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Welt­ge­sund­heits­po­litik zwischen Panik und Verdrän­gung

Inmitten der Corona-Pandemie steckt die Weltgesundheitsorganisation WHO in der Krise. Ihr Schicksal hängt davon ab, ob sich die wohlhabendsten Staaten der Erde zu einem nachhaltigen Engagement für die globale Gesundheit durchringen können. Es wäre allerdings in der Geschichte das erste Mal.

Unmit­telbar nach dem Ende des Zweiten Welt­kriegs schien es, als würde die zukünf­tige Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) tatsäch­lich die Staaten der Erde im Kampf gegen Krank­heiten vereinen können. Immerhin genoss sie für einen Augen­blick den unge­teilten Rück­halt der Verei­nigten Staaten: Im Herbst 1945 plädierte der US-Kongress eupho­risch für die Grün­dung einer Insti­tu­tion, die einen „großen inter­na­tio­nalen Kreuzzug gegen Krank­heiten“ anführen könne. Aber es kam anders. Bald wurde die Orga­ni­sa­tion von Kriti­kern als Agent einer socia­lized medi­cine und damit als Einfallstor für den Sozia­lismus denun­ziert. Und Mitglied wurden die USA 1948 nur zu erheb­li­chen Sonder­kon­di­tionen: Unter anderem erließ der….

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