COVID19-Letalität: Wie man es nicht macht

Ein deutscher Medizinprofessor argumentiert, die Sterblichkeitsrate von Covid-19 (IFR) sei „fünf- bis zehnmal höher“ als die IFR der saisonalen Influenza. Doch er begeht zwei klassische Fehler.

Zunächst vergleicht er die IFR der saisonalen Influenza (bis zu 0,1%) mit frühen Modell­vor­hersagen der Covid19-IFR. Diese frühen Modellvorhersagen erwiesen sich jedoch als völlig unrealistisch (siehe oben). Zuletzt reduzierte sogar die US-Gesund­heits­behörde CDC ihren (immer noch vorsichtigen) Covid-IFR-Wert auf nur noch 0,26% (“best estimate”).

Der Professor schreibt sodann, dass Antikörperstudien in Brasilien und Spanien eine IFR von 1% oder mehr ergaben. Doch das stimmt nicht: Der Professor verwechselt die sogenannte „rohe IFR“ (Todesfälle geteilt durch Infektionen in einer Studiengruppe) mit der bevölkerungs­basierten IFR, die an das Alters- und das Risikoprofil einer Bevölkerung angepasst ist.

Diese Unterscheidung ist zentral, da Covid-19 hauptsächlich ältere Hochrisikogruppen (tödlich)……

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