Libysches Parlament erteilt Ägypten Mandat für Intervention

Ägyptischer Militärschlag gegen türkische Invasoren in Libyen steht bevor

Der Sprecher und Vorsitzende des libyschen Repräsentantenhauses, Aguila Saleh Issa, begrüßte die Möglichkeit einer Militärintervention von Ägypten in Libyen, zur Unterstützung der libyschen Streitkräfte gegen den Terrorismus und den türkischen Besatzungstruppen. Damit wäre ein Militärschlag Ägyptens zur Unterstützung eines befreundeten Staates auch durch die Charta der Vereinten Nationen gedeckt und damit völkerrechtskonform.

Laut arabischen Medienberichten versucht die ägyptische Regierung jedoch noch alle diplomatischen Mittel für eine friedliche Lösung des Konflikts auszuschöpfen.

Die von der UN installierte und von der Türkei und Katar unterstützte Muslim-Bruderschaft-Regierung in Tripolis weigert sich jedoch mit dem Parlament in Tobruk zusammenzuarbeiten. Die sogenannte Regierung in Tripolis wird ausschließlich durch islamistische Terrormilizen gestützt, welche wiederum von der Türkei und Katar gesponsert werden. Der Großteil der libyschen Bevölkerung und alle wichtigen Stämme des Landes unterstützen hingegen das demokratisch gewählte und von der UN anerkannte Parlament, welche wegen der Gefahr durch Terrorgruppen ihren Sitz vorübergehend von Tripolis nach Tobruk verschieben musste.

Neben Ägypten, unterstützen auch Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Griechenland, Frankreich und noch weitere Staaten das Parlament in Tobruk.

Das ägyptische Militär gab am Samstag bekannt, dass die Stadt Sirte eine rote Linie sei und die ägyptische Armee bei überschreiten dieser Linie ohne Vorwarnung gegen türkische Truppen und von der Türkei unterstützte Terroristen in Aktion treten wird.

In türkischen und westlichen Medien werden die von der Türkei unterstützten Terrormilizen fälschlicherweise als „Libyens Armee“ bezeichnet. Und die libyschen Streitkräfte, welche vom Parament beauftragt wurden, das Land von Terroristen zu säubern, werden in türkischen und westlichen Medien als „Rebellen“ tituliert. Außerdem wird in diesen Medien verschwiegen, dass die Türkei Zehntausende Terroristen aus Syrien nach Libyen verlegt hat, um die Terrormilizen in Libyen gegen die Armee zu unterstützen. Die Türkei verfolgt mit der Intervention in Libyen geostrategische und energiepolitische Interessen in dem arabischen Land selbst und im gesamten östlichen Mittelmeer. Außerdem ist die Verbreitung des islamistischen Terrorismus ein offensichtliches Ziel des türkischen Präsidenten, Recep Erdogan – der gleichzeitig ein bekennendes Mitglied der Muslim-Bruderschaft ist. Ein Libyen unter der Herrschaft der pro-türkischen Islamisten würde darüberhinaus auch das Flüchtlingsproblem in Europa verschärfen.

Hinter den Kulissen

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