Zersetzung

Als ich am 2. Januar 1969 in die Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth bei Nürnberg einrückte, hingen überall Plakate aus, mit welchen die Soldaten für SpiSaZer sensibilisiert werden sollten. Angst vor Spionage, Sabotage und Zersetzung, vorgetragen von feindlichen Mächten, bewegte den MAD damals, auch noch dem letzten Wehrpflichtigen nahezubringen, mit welch infamen Mitteln die Sowjetunion versuchen könnte, die Schlagkraft der Bundeswehr zu schädigen.

In letzter Zeit kommen mir diese SpiSaZer-Warnungen wieder oft in den Sinn.

Speziell der Aspekt der Zersetzung ist es, der mich unruhig macht.

Dabei denke ich weder an Russland noch an China, nicht an Frankreich und auch nicht an die USA, die unter Umständen ein Interesse daran haben könnten, mit dem Instrument der Zersetzung auf die deutschen Streitkräfte einzuwirken. Es ist so eine Art „Selbstzersetzung“, die allerdings nicht nur den Streitkräften, sondern auch der Polizei zu schaffen macht.

Ein Blick nach Atlanta, Georgia, USA macht vielleicht am deutlichsten, was ich meine. Dort haben weite Teile der Polizei den Dienst verweigert, die….

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