Sexarbeit Die Krise im Milieu hält an

Fast drei Monate lang durften SexarbeiterInnen wegen der Coronapandemie nicht arbeiten. Getan haben es viele trotzdem – weil sie kaum eine andere Wahl hatten. Unterwegs im Zürcher Langstrassenquartier.

Masken, Präservative und wichtige Tipps: Corona-«Schutzbeutel» der Isla Victoria, der Beratungsstelle für Sexarbeitende.

6. Juni: Die «neue Normalität» an der Zürcher Langstrasse sieht an diesem Samstagabend der alten Normalität zum Verwechseln ähnlich: Menschenmassen drängen sich vor Bars, Autos hupen auf der Strasse, Polizisten intervenieren zwischen vollgedröhnten Streithähnen. «Eine katastrophale Nacht», sagt Ajana*, 33, die anders als die meisten nicht zum Vergnügen draussen steht. «Bis 6 Uhr habe ich gearbeitet, aber nur 400 Franken gemacht.» An einem Samstag lägen sonst bis zu 1000 Franken drin, unter der Woche 300 bis 500 pro Tag. Doch egal, wie mies es läuft: Wichtig sei, dass man lächle. Alles andere ruiniere das Geschäft.

Einen Monat zuvor, in einer erst kürzlich eingerichteten…..

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