Auf allen Kanälen – Perfekt inszenierte Leere

Die neue, selbstherrliche Netflix-Doku über Michelle Obama umschifft jede relevante politische Aussage. Angesichts von Donald Trump ist das eine obszöne Unterlassung.

Die Kritik meinte es nicht gut mit «Becoming». «Yes, We Cash In» übertitelte die «Wirtschaftswoche» ihre Abrechnung mit der neuen Netflix-Dokumentation über Michelle Obama. Die Kinozeitschrift «Variety» nannte den Film «ein verlängertes Promovideo» für die vormalige First Lady. Immerhin das Fazit «watchable» – sehenswert – rang sich der «Guardian» ab. Die «New York Times» wollte nett sein und machte alles nur noch schlimmer: «Was Michelle Obama tut, wird immer von Interesse sein, sogar wenn es nicht interessant ist.» Tatsächlich fällt es schwer, etwas Freundliches über «Becoming» zu sagen.

Die notdürftig als Dokumentarfilm verpackte Huldigung trägt denselben…..

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