US-Militärplaner raten zu erweiterter psychologischer Online-Kriegsführung gegen China

Noch vor drei Jahren hatten die Amerikaner eine neutrale Sicht auf China (und vor neun Jahren war sie stark positiv). Heute zeigen die gleichen Umfragen, dass 66 Prozent der Amerikaner das Land nicht mögen.

US China Feature photoPatrick Semansky | AP

(zahlreiche Links und Quellen im Original!)

Während das US-Militär seine Aufmerksamkeit vom Nahen Osten auf den Konflikt mit Russland und China richtet, raten amerikanische Kriegsplaner dazu, dass die Vereinigten Staaten ihre eigenen “psychologischen Online-Operationen” gegen Peking stark ausweiten.

Ein neuer Bericht der Financial Times beschreibt im Detail, wie die hohen Tiere in Washington einen neuen Kalten Krieg mit China planen und beschreibt ihn weniger als den Dritten Weltkrieg, sondern eher als “sich gegenseitig unter dem Tisch treten”. Letzte Woche sagte General Richard Clarke, Leiter des Sondereinsatzkommandos, dass die “Tötungs- und Gefangennahme-Missionen”, die das Militär in Afghanistan durchführte, für diesen neuen Konflikt ungeeignet seien und dass die Sondereinsätze stattdessen auf Kampagnen zur Beeinflussung des Cyberspace ausgerichtet werden müssten.

Der Militäranalytiker David Maxwell, selbst ehemaliger Special-Ops-Soldat, plädierte für einen weit verbreiteten Kulturkrieg, in dessen Rahmen das Pentagon die von ihm so genannten “taiwanesischen Tom Clancy”-Romane in Auftrag geben würde, die China verteufeln und seine Bürger demoralisieren sollten, und argumentierte, Washington solle Chinas Ein-Kind-Politik “bewaffnen”, indem es das chinesische Volk mit Geschichten über den Kriegstod seiner einzigen Kinder und damit seiner Blutlinie bombardiert.

Eine nicht unähnliche Taktik wurde während des ersten Kalten Krieges gegen die Sowjetunion angewandt, als der CIA ein riesiges Netzwerk von Künstlern, Schriftstellern und Denkern unterstützte, um die liberale und sozialdemokratische Kritik der UdSSR zu fördern, ohne dass die Öffentlichkeit und manchmal sogar die Künstler selbst davon wusste.

Innerhalb weniger Monate ist die Trump-Administration dazu übergegangen von dem Lob Chinas, betreffend COVID-19-Pandemie bewältigung, sie nun für den Ausbruch verantwortlich zu machen und sogar vorzuschlagen, Wiedergutmachung für ihre angebliche Fahrlässigkeit zu leisten. Noch vor drei Jahren hatten die Amerikaner eine neutrale Sicht auf China (und vor neun Jahren war sie stark positiv). Heute zeigen dieselben Umfragen, dass 66 Prozent der Amerikaner China nicht mögen, während nur 26 Prozent eine positive Meinung von China haben. Mehr als vier von fünf Menschen befürworten im Wesentlichen einen umfassenden Wirtschaftskrieg mit Peking, mit dessen Durchführung der Präsident letzte Woche gedroht hat.

Auch die Wirtschaftspresse trägt sicherlich ihren Teil dazu bei, indem sie China ständig als autoritäre Bedrohung für die Vereinigten Staaten und nicht als neutrale Kraft oder gar als potenziellen Verbündeten hinstellt, was zu einem Anstieg antichinesischer rassistischer Angriffe im eigenen Land führt.

Die Umschulung für einen interkontinentalen Krieg…….

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