Miami versinkt

Stadtentwicklung im Überschwemmungsgebiet

von Laura Raim

Wenn man heißes Wasser eingießt, verschwindet Florida von der Weltkarte. Diese sehr spe­ziel­le Tasse gibt es in allen Souvenirläden von Miami Beach. „Der Klimawandel ist da“, steht auf den Bussen, in der Lokalpresse ist er ständig Thema, und der Miami Herald hat seit zwei Jahren sogar einen eigenen Klima-Korrespondenten.

Früher war Ron DeSantis, der republikanische Gouverneur von Florida, Klimaskeptiker, doch letztes Jahr hat er Klimaforscher und Resilienz­berater1 angestellt, um die Halbinsel auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.

Seit 1992 ist der Meeresspiegel um 7 Zentimeter gestiegen, in den letzten fünfzehn Jahren hat sich das Tempo noch einmal erhöht. Bis 2060 könnte das Wasser um 86 Zentimeter steigen. Davon wären auch die Millionäre in Mia­mi Beach oder auf den nahen Inseln Fisher Island, Star Island oder Indian Creek betroffen. Zu den potenziellen Luxus-Klimaflüchtlingen gehört auch der US-Präsident. Donald Trumps privates Anwesen Mar-a-Lago dürfte bis 2050 an 210 Tagen im Jahr 30 Zentimeter unter Wasser stehen. Auch als Podcast….hier…..

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