Corona in Indien Das Leid der muslimischen Tagelöhner

«Es ist eine schreckliche Sache, in solchen Zeiten ein Tagelöhner zu sein, aber noch schlimmer ist es, ein muslimischer Arbeiter zu sein», sagt der 30jährige Ershad Hossain, Arbeiter in einer Textilfabrik der indischen Wirtschaftsmetropole Mumbai, gegenüber dem Online-Magazin The Wire. Sein Heimatdorf liegt mehr als 2000 Kilometer entfernt im Bundesstaat Westbengalen.

Von der Ankündigung bis zur Umsetzung der Ausgangssperre für die 1,3 Milliarden Inder vergingen nur vier Stunden. Seit dem 24.März ist das öffentliche Leben lahmgelegt, keine öffentlichen Verkehrsmittel fahren mehr. Millionen von Wanderarbeitern, die aus den Städten zurück in ihre Dörfer wollten, sind im Nirgendwo gestrandet.
«Zu Hause bleiben, soziale Distanz halten und Hände waschen», lautete auch das Motto der indischen Regierung. Damit haben Premierminister Narendra Modi und seine hindunationalistische Partei BJP zwar den Ton getroffen, den ihre ……

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