Corona im globalen Süden: Die Katastrophe sind die «Massnahmen»

Milliarden Menschen weltweit wurden seit März Opfer von gewalttätigen Aktionen, mit der Regierungen ihre Ausgangssperren durchsetzen wollen. Jetzt ist die große Stunde der Gemeinschaftsbildung und gegenseitigen Hilfe.

Die Straßenkinder von Kitale mit selbst genähten Masken: in Kenia werden die Maßnahmen mit Polizeigewalt durchgesetzt (Bild: zvg, Leila Dregger)

Madonna irrte. Angesichts des Todes eines Schauspieler-Kollegen hatte sie Corona den «großen Gleichmacher» genannt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Corona-Krise verschärft Ungleichheiten. Viele Beobachter sind sich sicher, dass weitaus mehr Menschen an Hunger und staatlicher Gewalt zur Durchsetzung der Maßnahmen sterben werden als an Covid 19.

Ausgangssperren und soziale Distanz sind lebensbedrohlich, wo die Menschen von der Hand in den Mund leben. In Uganda, Peru und vielen anderen Ländern prügelte die Polizei auf Hungrige ein, die an Lebensmittelläden Schlange stehen. In Kenia wurden im Slum Kibera Bewohner durch «Warnschüsse» der Polizei getötet…….

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