Zukunft der Menschheit Genhacking oder Untergang?

Ist die «humangenetische Revolution» unausweichlich? Der einflussreiche Technofuturist Jamie Metzl fordert eine weltweite Debatte über die Chancen und Risiken gentechnischer Eingriffe am Menschen. Klingt gut, ist aus seinem Mund aber scheinheilig.

Genome Editing konkret: Das Crispr-Protein zerschneidet an der gewünschten Stelle einen DNA-Strang (blau). VISUALISIERUNG: CARLOS CLARIVAN, SPL / KEYSTONE

Ein moralischer Aufschrei ging Ende November 2018 um die Welt: Der chinesische Biophysiker He Jiankui hatte die Geburt von Zwillingen verkündet, deren Erbgut er mittels gentechnischer Eingriffe in die Keimbahn verändert hatte.

Eine Keimbahntherapie soll genetisch bedingte Krankheiten verhindern – was im Fall von He gar nicht das Ziel war –, sie wirkt sich aber auch auf künftige Generationen aus (vgl. «Eine Welt ohne zystische Fibrose?» im Anschluss an diesen Text). Aktuell ist sie in praktisch allen Ländern verboten. Möglich gemacht hat Hes Eingriff das sogenannte Genome Editing – genauer gesagt, die Crispr/Cas-Methode, die oft als «Genschere» oder «molekulares Skalpell» für Eingriffe ins…..

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