Sterben in Zeiten von Corona

In der Informationsgesellschaft blähen sich Angstkonstrukte mit immer größerer Dynamik auf, die Politik läuft immer schneller Gefahr, jedes Maß zu verlieren

Durch die Fluxusbewegung inspiriert, hat Bazon Brock in Bezug auf das Sterben den Nagel schon vor langer Zeit auf den Kopf getroffen: “der Tod muß abgeschafft werden, diese verdammte Schweinerei muss aufhören. Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter.” Und so wie es in der Fluxusbewegung weniger auf das Kunstwerk selbst, als vielmehr auf die ihm innewohnende schöpferische Idee ankommt, scheint es auch in Zeiten von Corona weniger auf das Werk des Lockdown mit allen seinen Widersprüchen, als vielmehr auf die dahinter liegende schöpferische Idee der Rettung von Menschenleben anzukommen.

Die Schweinerei hört aber nicht auf

Menschen sterben – mit Corona oder durch Corona, vor allem aber auch in vergleichsweise großem Umfang (weltweit, europäisch oder lokal in Deutschland) vollkommen unabhängig von Corona. In konkreten Zahlen heißt das: Im langjährigen jährlichen Mittel etwa 11,5 Sterbefälle pro 1000 Einwohner in Deutschland. Die statistische Sterberate zeigt dabei im Rückblick der Jahre immer wieder leichte Schwankungen, wird aber beispielsweise für das Jahr 2018 in Statistikportalen ohne besondere Auffälligkeiten mit genau diesem Wert…..

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