Corona-Entschädigung Tiefer geht nimmer

Selbstständige, deren Betriebe zwangsgeschlossen wurden, werden mit Tagessätzen nach Erwerbsersatzordnung entschädigt. Anders als im Militärdienst gibt es aber keinen Mindestsatz – deshalb soll die Inhaberin einer Buchhandlung mit 1.60 Franken pro Tag auskommen.

Als Carmen Cavegn den Betrag sah, glaubte sie zunächst an ein Missverständnis. Wie alle Betroffenen von Zwangsschliessungen hatte sich die Inhaberin der Buchhandlung Karlihof in Chur Überbrückungshilfe erhofft. Viel habe sie nicht erwartet, vielleicht 2500 Franken, aber auf dieses läppische Trinkgeld war sie nicht gefasst: 1.60 Franken mal 15 Tage – minus 1.25 Franken Abzug für die AHV.

Insgesamt werden der Mittvierzigerin so für den Monat März 22 Franken und 75 Rappen ausbezahlt. Es sei kein Fehler passiert, erfuhr Cavegn bei einem Anruf bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) Graubünden. Dass sie mit 1.60 Franken pro Tag durchkommen soll, empfindet sie als Demütigung: «Wie soll das gehen?»

Direkte Hilfe in der Altstadt

«Immerhin gehören alle Bücher wirklich mir», sagt Cavegn stolz. Solange der…..

Kommentare sind geschlossen.