Zu Gast beim General der Viren

Der Schweizer Bundesrat Alain Berset, zuständig für Inneres und Gesundheit, arbeitet derzeit wie viele im Homeoffice. Im Zuge der Corona-Massnahmen ist der Sozialdemokrat derart populär geworden, dass das Organ der Finanzelite, die “Neue Zürcher Zeitung” (NZZ), sich schon genötigt sah, in großen Lettern auf der Titelseite vor einem drohenden “Seuchen-Sozialismus” zu warnen. Die “Weltwoche” ernannte ihn nach dem Schweizer Nationalhelden des 2. Weltkriegs, General Henri Guisan, zum “General der Viren” und der “Tagesanzeiger” brachte ein großformatiges Foto, wie er mit Lederjacke und Schlapphut auf dem kahlen Schädel cool und lässig durch Bern schlendert und kontrolliert, inwieweit sich die Bürgerinnen und Bürger an die vorgeschriebenen Kontaktsperren halten. Dass sie das weitesgehend tun hat sicher auch damit zu tun, dass der Bundesrat jeden Abend aus seinem Homeoffice direkt zu seinem “lieben Schweizervolk” spricht. Von einem solchen Pandemie-Heroen eingeladen zu werden ist natürlich eine große Ehre und so fand ich mich in der bescheidenen Hütte des Virengenerals ein – um seine Sorgen zum Thema “Corona-Verschwörungen” mit ihm zu erörtern…

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