Corona-App Wie freiwillig ist freiwillig?

Manchen Zwangsmassnahmen weht zum Glück noch ein rauer Wind entgegen. Das musste jüngst CVP-Ständerätin Andrea Gmür erleben, als sie ein Obligatorium für sogenannte Contact-Tracing-Apps forderte. Damit sollen enge Kontakte zu anderen Menschen auf dem Smartphone via Bluetooth nachverfolgt und diese im Fall einer Corona-Ansteckung darüber informiert werden. Offenbar ging den meisten – von SP-Wermuth bis FDP-Wasserfallen – ein staatlicher Zwang zur Selbstüberwachung dann doch zu weit. Stattdessen sollen es Freiwilligkeit und Eigenverantwortung richten. Zum gleichen, fast einstimmigen Ergebnis kam denn auch die Staatspolitische Kommission des Nationalrats: Jede Anwendung der bald fertig programmierten Corona-App müsse freiwillig bleiben.

Aber wie würde denn diese ominöse Freiwilligkeit in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext aussehen? Können wir tatsächlich frei entscheiden, ob wir die App auf unserem Smartphone installieren, wenn wir sonst beim Grillfest wieder ausgeladen werden? Ist eine Nutzung noch freiwillig, wenn wir am Arbeitsplatz mit…..

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