Corona-Hilfen: Keine Vorfahrt für die Autolobby!

Die Bundesregierung schnürt Milliardenpakete zur Bewältigung der Corona-Krise. Es wäre fatal, wenn sie sich dabei einseitig an den Wünschen der mächtigsten Lobbygruppen orientiert. Doch genau das ist beim bevorstehenden Autogipfel zu befürchten: Am 5. Mai wollen die Konzernchefs im umfangreiche Zusagen von der Bundesregierung – möglichst ohne Umweltauflagen. Zu der exklusiven Runde sind Umwelt- und Verbraucherverbände nicht eingeladen.

Wir fordern eine offene, ausgewogen besetzte Debatte über die Corona-Hilfen – und Vergabekriterien, die sich am Gemeinwohl orientieren. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrter Herr Bundesminister Altmaier,
sehr geehrte Frau Bundesministerin Karlicek,
sehr geehrter Herr Bundesminster Scholz,

es ist richtig und notwendig, dass Sie als Bundesregierung Milliardenhilfen für jene bereitstellen, die besonders unter der Krise leiden. Doch die Bundesregierung sollte sich bei der Vergabe von Steuergeldern nicht einseitig an den Interessen mächtiger Lobbyakteure orientieren. Genau dies befürchten wir jedoch beim bevorstehenden „Autogipfel“ mit den Vorstandschefs der Automobilkonzerne.

Die privilegierte Behandlung dieser Branche hat in der Vergangenheit zu verheerenden Folgen für das Gemeinwohl geführt – Stichwort Dieselskandal. Handeln Sie diesmal mit mehr Weitsicht und geben Sie dem Gemeinwohl Vorrang!

Beziehen Sie in die Verhandlungen über Hilfen für die Autobranche auch Umwelt- und Verbraucherverbände ein. Ermöglichen Sie eine offene Debatte darüber, wie Corona-Hilfen für diesen Sektor den Notwendigkeiten eines ökologischen Strukturwandels, zukunftsfähiger Mobilität und damit der auch langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen Rechnung tragen können.

Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name wird automatisch angehängt]

Hintergrund
Worum geht es beim Autogipfel?

Am 5. Mai treffen sich Vertreter:innen der Bundesregierung mit den……

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