Pflege am Limit. Der Kampf um das öffentliche Gesundheitswesen. Teil 1: Coronavirus trifft auf profitorientierte Kliniken

RTS38M33.JPGChristian Hartmann/REUTERS

Die Coronapandemie legt die Schwachstellen der Gesundheitssysteme in der westlich-kapitalistischen Welt gnadenlos offen: Die Eindämmung des Virus ist gescheitert, EU und USA sind zu den Epizentren geworden. Vielerorts reichen die Behandlungskapazitäten längst nicht mehr aus. Es fehlt an Intensivbetten, Personal und Schutzausrüstung. Auch in Deutschland droht weiterhin der Kollaps, denn das hiesige Gesundheitssystem wird seit mehr als zwanzig Jahren immer stärker der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen.

Längst folgen Therapiepläne nicht mehr in erster Linie medizinischen Notwendigkeiten, sondern betriebswirtschaftlichem Kalkül. Der große Ausverkauf läuft seit den 1990er Jahren. Zuvor waren 90 Prozent der Krankenhausplätze in öffentlicher Hand. Es galt das Prinzip der Kostendeckung, Gewinne mussten…..

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