Corona-Studie: der Plan hinter dem „Heinsberg-Protokoll“

DPA

Am Samstag, den 4. April, verschickte Hendrik Streeck über sein Twitter-Konto einen Tweet, ein großes Zitat in weißer Schrift auf grünem Grund. Thema natürlich: Die Studie, in der der Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Bonn gerade unter weltweiter Anteilnahme die Ausbreitung des Coronavirus im besonders betroffenen Ort Gangelt im Kreis Heinsberg untersucht. „Es geht hier nicht um Meinungen, das Ziel ist es, eine Faktenbasis zu schaffen“, schrieb er. Einen Tag später folgte ein weiterer Tweet: „Erst wenn wir in einer definierten Population die Dunkelziffer ermitteln können, können wir verstehen, wie gefährlich oder tödlich das Virus ist.“

Die Sätze, die über Streecks persönliches Konto auf dem Kurznachrichtendienst verbreitet wurden, sind kein Zufallsprodukt. Sie finden sich wortgleich in einem Konzept der Kommunikationsagentur Storymachine, die die Öffentlichkeitsarbeit für Streecks Feldstudie übernommen hat. Die 22 Seiten, die Capital vorliegen, lesen…..

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