Wenn die Angst regiert

Mit Drohnen, Apps und Demoverboten: Im Zuge der Coronakrise werden grundlegende Freiheiten ausgehebelt. Passen wir nicht auf, bleiben sie es auch nach dem Lockdown – doch die Extremsituation bietet auch Grund zur Hoffnung.

Foto: Rupert Oberhäuser, Imago Image

Es sind bloss Nachrichtenschnipsel, die durch die Ticker schwirren, doch sie lassen aufhorchen: In München wird man fürs Verweilen auf der Parkbank gebüsst, in Barcelona fürs Frische-Luft-Schnappen nach dem Homeoffice. Draussen aufhalten dürfen sich sowieso nur Kleingruppen, und in Rom werden Obdachlose bestraft, die während des Lockdowns nirgends hinkönnen. Schöne neue Welt.

Während die Versammlungsfreiheit ausgesetzt ist, breitet sich die digitale Kontrolle aus: Im Aargau überwacht die Polizei den öffentlichen Raum in Echtzeit. In Genf kontrollieren Drohnen Ausgangssperren, in Nizza lassen sie behördliche Parolen auf die Leute niederprasseln. Und über allem schwebt das Heilsversprechen einer Überwachungs-App, mit der sich die Ausbreitung des Virus durch Contact Tracing – noch so ein schönes neues Wort in diesen Tagen – verhindern lässt. So sieht es aus, das Leben in Zeiten der Pandemie, zumindest……

Kommentare sind geschlossen.