Die WHO und ihre unendliche Liste von Fehlern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Hauptorganisation der Vereinten Nationen und zeichnet sich verantwortlich für die internationale öffentliche Gesundheit. In jüngster Zeit ist die WHO jedoch kritisiert worden, weil sie während verschiedenen Gesundheitskrisen entweder zu spät oder in nicht ausreichender Weise gehandelt hat. Es gab darunter mehrere Fälle, in denen die WHO völlig unvorbereitet dastand. Andere Male haben sich die Wissenschaftler und Forscher der WHO bei der Erstellung von Berichten banale Anfängerfehler geleistet. Das wirft die Frage auf: Warum macht die WHO so viele Fehler? Ist Vorsatz im Spiel? Oder gibt es einen anderen Grund für die nicht enden wollende Fehlerliste der WHO?
Beginnend mit der aktuellen Coronakrise wollen wir im folgenden einige der Vorfälle beleuchten, bei denen sich die Weltgesundheitsorganisation in unprofessioneller Weise Ungenauigkeiten, Fehler und Versäumnisse leistete:
1. Die Irrtümer der WHO bei der Risikobewertung des Coronavirus
Die in Genf ansässige UN-Behörde hatte in ihren früheren Berichten die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Ausbruch des Coronavirus zu einem globalen Risiko entwickelt, als „moderat“ bezeichnet. Später räumte die WHO jedoch ein, dass sie in ihren früheren Berichten bei der Einschätzung des Risikos einen Fehler gemacht hatten.
In ihrem Bericht ein paar Tage später sagte die WHO, das Risiko sei „sehr hoch in China, hoch auf regionaler Ebene und hoch auf globaler Ebene“. Sie gaben auch zu, wie das in den früheren Berichten als moderat bezeichnete globale Risiko falsch gewesen sei.
Auf die Frage nach den Fehlern meinte der stellvertretender Direktor des schweizerischen Instituts für Öffentliche Gesundheit Antoine Flahault gegenüber der AFP: „Es ist ein Fehler. Es ist definitiv ein beträchtlicher Fehler… aber ich glaube wirklich, dass es ein Fehler ist, der jetzt korrigiert worden ist.“
WHO Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus entschuldigte sich sogar bei Twitter für den fehlerhaften Bericht:
Ghebreyesus ist dabei schon vor Ausbruch des Coronavirus aufgrund seiner Verzögerung bei der Ausrufung der Situation als Notfall scharf kritisiert worden. Einige Journalisten deuteten sogar an, dass er die Entscheidung aus politischen Gründen verzögerte. Die Tatsache, dass es die WHO versäumt hat, eine korrekte Risikobewertung abzugeben, hat die Lage für den WHO Chef nur noch schlimmer gemacht.
2. Taiwan verlangt eine Entschuldigung vom WHO Chef
Taiwan verlangte nach dessen umstrittenen Anschuldigungen gegen das Land eine Entschuldigung von Ghebreyesus, der die WHO als Generalsekretär leitet, da er den Inselstaat und seine Bevölkerung des Rassismus bezichtigte.
In einer Pressekonferenz erhob Ghebreyesus schwere Anschuldigungen gegen Taiwan. Der WHO Chef sagte, er sei in den letzten drei Monaten aus Richtung Taiwan rassistisch beleidigt worden.
Die WHO wurde wegen ihres Umgangs mit der Coronapandemie einschließlich ihrer Behandlung Taiwans kritisiert. Aufgrund von Druch durch das kommunistische Festlandchina erkennt die UN Behörde die Souveränität Taiwans nicht an. Der Inselstaat wird nach wie vor als Territorium des chinesischen Festlandes erachtet. Dieser Ausschluss bedeutet, dass Taiwan keinerlei Zugriff auf die WHO hat und nicht in der Lage ist, im Zusammenhang mit der Coronapandemie wichtige Informationen zu erhalten oder auszutauschen.
Als eine Journalistin aus Honkong – in einem Videointerview – den WHO Berater Bruce Aylward über die Behandlung Taiwan befragte, da gab sich ärztliche Leiter der WHO stutzig und er beendete den Anruf abrupt.
3. WHO gibt Falschmeldung über Indien zu
Ein von der WHO veröffentlichter Lagebericht wurde Indien fälschlicherweise als sich im Stadium der sozialen Übertragung des Virus eingestuft. Erst als um Aufklärung gebeten wurde, sah sich die WHO gezwungen, den Irrtum gegenüber einem indischen Nachrichtensender zuzugeben, wonach es in Indien doch keine Häufung von Fällen und keine Übertragung in sozialen Gemeinschaften gibt.
Eine soziale Übertragung liegt dann vor, wenn die Infektionsfälle exponentiell ansteigen und diese auf mehreren, nicht zurückverfolgbaren Quellen basieren. Die indische Regierung bestritt nachdrücklich, dass das Land dieses dritte Stadium in Form der unkontrollierten sozialen Übertragung erreicht habe.
Der gemeinsame Sekretär des Gesundheitsministeriums, Lav Aggarwal, sagte: „Wenn es dazu kommt, dann werden wir die Ersten sein, die es Ihnen sagen. Wir werden den Menschen sagen, dass sie besonders wachsam sein müssen… Es gibt derzeit keine derartigen Infektionsübertragungen.“
4. Ein in Oxford ansässiger Analysedienst verwendet keine Coronazahlen der WHO mehr und verweisen auf Fehler
Our World in Data – einer zur Universität Oxford gehörende Internetseite – hat die Verwendung von Daten der WHO im Zusammenhang mit dem Coronavirus für ihre Forschung eingestellt. Die Betreiber kündigten an, dass sie ihre Modelle nicht mehr auf Zahlen der WHO stützen, wobei sie als Grund Fehler und andere Probleme anführen.
Die Forscher verwenden neuerdings vielmehr die Zahlen des Europäischen……

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