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«Als wären wir Menschen zweiter Klasse»

Der Bund kündigte Unterstützung für KleinunternehmerInnen an. Doch die involvierten Departemente sind sich uneinig über die Umsetzung. Für die Betroffenen ist das Warten zermürbend. Besonders hart trifft es TaxifahrerInnen wie Yahiaoui Chaouki.

«Einfach rumfahren», sagt Yahiaoui Chaouki, «in der Hoffnung, dass irgendjemand den Arm hebt.» Es ist der 30. März. Früher Nachmittag. Seit zwei Wochen ist die Schweiz im Lockdown. Chaouki ist nach Hause zurückgekehrt, ohne dass irgendjemand sein Taxi an den Strassenrand gewinkt hat. 67 Kilometer durch die Stadt Zürich sei er gefahren, sagt er. «Null Umsatz.»

TaxifahrerInnen spürten die Krise schon vor den meisten anderen Branchen. Und das in einer ohnehin schon schwierigen Situation. Chaouki bläst den Rauch seiner Pfeife in den Videochat und erzählt wie einer, der das Leben und sein Tücken kennt. Vor zwanzig Jahren kam er aus Tunesien in die Schweiz. Lange war er in der Gastronomie tätig, hatte irgendwann seinen eigenen Betrieb. Seit 2015 fährt er Taxi. Einst lief es gut. «Man muss sich schon etwas bemühen», sagt er, «einen……

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