Wie war ich?

Fährt Chefredaktor Eric Gujer mit seiner digitalen Deutschland­strategie die «Neue Zürcher Zeitung» gegen die Wand? Treffen mit einem Journalisten, der aus der Kälte kam.

Angetrieben von Ideologie oder Angst, Strategie oder Unsicherheit? Eric Gujer, seit 2015 Chefredaktor der NZZ

Der Auslandschweizer

Epidemien breiten sich schleichend aus. In Wuhan behandelte ein Arzt einige Patienten mit einer heftigen Lungen­entzündung. Weder die Behörden noch die Öffentlichkeit nahmen gross Notiz davon. Das war Anfang Dezember. Unterdessen ist der chinesische Arzt wie über 1400 weitere Personen dem Corona­virus erlegen. (…) Auch die CDU hat sich mit einer Krankheit infiziert. Sie nahm ihren Ausgang irgendwann, nachdem Angela Merkel Kanzlerin geworden war. (…) Seuchen bekämpft man mit dem Mittel der Quarantäne. Angela Merkel ist dazu nicht mehr in der Lage.

Eric Gujer in der NZZ, Februar 2020.

Du musst ein paar Dinge wissen, sagen zwei langjährige Weg­gefährten des heutigen NZZ-Chefredaktors Eric Gujer. Dinge, die zentral sind, um den Mann zu verstehen, der die Zeitung seit 2015 führt und Print-Abonnements in der Schweiz auf einen historischen Tiefstand geführt hat (von 106’000 auf 75’000 in fünf Jahren) und der gleichzeitig, während die NZZ in der Schweiz bedauerlicher­weise rasant an Bedeutung verliert, davon besessen ist, mit der «Neuen Zürcher Zeitung» Deutschland zu erobern.

Zuerst einmal und ganz zuvorderst, sagen sie, die Altgedienten: Du wirst bei deinen Interviews einem Ausland­schweizer gegenüber­sitzen. Es steht zwar……

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