Drogenhandel – schon immer ein globales Geschäft

Risiken und Nebenwirkungen heutiger Medikamentenproduktion
von Klaus Engert

Die rasend schnelle Verbreitung von Infektionskrankheiten rund um den Globus gehört zu den negativen Folgen der kapitalistischen Globalisierung. Multiresistente Erreger, die zuhauf z.B. in Indien produziert werden, begleiten die globalen Handelsreisenden in den Rest der Welt.

Die internationale Vermarktung von Medikamenten einschließlich der Werbung bei gleichzeitig zentralisierter Produktion ist kein neues Phänomen. Eine der ersten weltweiten Werbekampganen in den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts stammt von der deutschen Firma Bayer, kurz nachdem sie von einer Farbenfabrik zum Pharmaproduzenten erweitert worden war.
In zwölf Sprachen wurde damals international für Diamorphin als Husten- und Schmerzmittel geworben, außerdem als Entzugsmittel bei Opium- und Morphinsucht. Besser bekannt wurde der Markenname, den sich Bayer 1898 schützen ließ: Heroin. Seitdem die Wahrheit über die verheerenden Folgen dieses Medikaments ruchbar wurden, wechselte es später sozusagen die Seite und ist nur noch im illegalen Handel, allerdings immer noch international, erhältlich…

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