Spanische Polizei greift streikende Stahlarbeiter an

Angehörige der Militärischen Notfalleinheit treffen am 23. März am Bahnhof Bilbao-Abando in Nordspanien ein. (AP Photo/Alvaro Barrientos)

Am vergangenen Freitag ist die spanische Polizei gewaltsam gegen Stahlarbeiter vorgegangen, die im Baskenland gegen den Befehl protestierten, trotz der tödlichen COVID-19-Pandemie an ihre unsicheren, nicht lebenswichtigen Arbeitsplätze zurückzukehren. Spanien ist mit 87.956 Erkrankten und 7.716 Toten (Stand Montagabend) – mehr als doppelt so viele wie in China – eines der am stärksten betroffenen Länder und hat der Bevölkerung strenge Ausgangsbeschränken auferlegt. Doch große Firmen fordern trotzdem, dass Millionen von Arbeitern unnötigerweise zur Arbeit erscheinen und Profite für die herrschende Klasse erwirtschaften.

Unter diesen Bedingungen ließ die Regierungskoalition aus der Partido Socialista Obrero Español (PSOE) und der kleinbürgerlichen Podemos die Polizei gegen Arbeiter vorgehen, die ihre Gesundheit und ihr Leben gegen das Diktat der Banken verteidigen wollen.

Am Freitag streikten die Arbeiter des Stahlherstellers Sidenor im spanischen Baskenland, nachdem die baskisch-nationalistischen Gewerkschaften zu einer Protestkundgebung aufgerufen hatten. In dem Appell hieß es, der Protest solle „sicherstellen, dass die Gesundheit der Bevölkerung Vorrang hat……

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