Die Welt nach der Pandemie

Die politischen Reaktionen auf die Covid-19-Pandemie offenbaren überraschende Schwächen in westlichen Demokratien: Vorurteile und Ignoranz. China und Kuba scheinen dagegen fähiger zu sein, sich der Zukunft zu stellen.

Die Präsidenten Xi und Diaz-Canel im November 2018. Kuba hat das Labor von ChangHeber in Jilin eingerichtet, das eines der Medikamente produziert, die gegen Covid-19 erfolgreich eingesetzt werden. Den beiden “kommunistischen Diktatoren” gelang es, ihre Mitbürger besser zu schützen als den “liberalen Demokraten”.

Die plötzliche weitverbreitete Schließung von Grenzen, und in vielen Ländern, von Schulen, Universitäten, Unternehmen und öffentlichen Diensten, sowie das Versammlungsverbot, verändern die Gesellschaften grundlegend. Sie werden in ein paar Monaten nicht mehr das sein, was sie vor der Pandemie waren.

Vor allem ändert diese Realität unsere Auffassung von Freiheit; ein Konzept, auf dem die Vereinigten Staaten aufgebaut wurden. Nach ihrer Auslegung — die sie als einzige aufrechterhalten — sollten der Freiheit keine Grenzen gesetzt werden. Im Gegenteil, alle anderen Staaten der Welt gestehen sehr wohl zu, dass es keine Freiheit ohne Verantwortung gibt; daher behaupten sie, dass Freiheit nicht ausgeübt werden könne, ohne ihre Grenzen zu definieren. Heute hat die US-Kultur einen entscheidenden Einfluss auf der ganzen Welt. Die Pandemie hat ihr gerade widersprochen.

Keine offene Gesellschaft mehr

Für den Philosophen Karl Popper wird die Freiheit in einer Gesellschaft an ihrer Offenheit gemessen. Es wäre selbstverständlich, dass der freie Personen-, Waren- und Kapitalverkehr das Kennzeichen der Moderne sei. Diese Ansicht herrschte während der Flüchtlingskrise 2015. Natürlich haben manche schon lange…..

Kommentare sind geschlossen.