Keine Experimente – Putin auf der Zielgeraden | Teil 2

Wird Putin 2024 abtreten oder erneut für die Präsidentschaft kandidieren? | Bild: Shutterstock

„Putin“ ist zum Alpha und Omega jeder Russland-Betrachtung geworden. Wobei wir immer weniger über den real existierenden Putin reden, sondern über ein von uns geschaffenes Konstrukt, über eine Projektionsfläche, auf der Putin mal zum furchteinflößenden Dämon verzerrt, mal zum Hoffnungsträger und Heilsbringer verklärt wird.

Teil 1 des Artikels ist hier zu lesen.

Nehmen wir die Mainstream-Medien: Für sie ist Putin das glatte Gegenteil des lupenreinen Demokraten. Er ist der „starke Mann“, der Autokrat: machtbewusst, zynisch, gerissen, korrupt, unberechenbar, aggressiv, gefährlich. Obendrein werden ihm sagenhafte Kräfte und abseitige Interessen angedichtet.

So manipuliert er angeblich nicht nur sein eigenes Volk, sondern entscheidet Wahlen und Abstimmungen auf der ganzen Welt zu seinen Gunsten. Wo andere – etwa die Präsidentschaftsbewerber in den USA – Millionen und Milliarden in ihre Wahlkämpfe investieren, reichen Putin wenige gezielte Low-Budget-Interventionen (hier ein paar Facebook-Posts, dort ein wenig RT-Propaganda), um die Sache in….

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