Schweden: Das rechte Bullerbü

Ein Fenster an einer roten HauswandBild: vauvau: “Geraniums in the window” (Attribution License)

Wenn sich deutsche Medien mit Schweden befassen, verfallen sie oft in bekannte Muster. Gerade wenn es etwa um das Anwachsen des Rechtspopulismus oder um Auswüchse der Bandenkriminalität geht, darf der Vergleich mit „Bullerbü“ nicht fehlen: „Aufruhr in Bullerbü“, „Bomben in Bullerbü“, „Was ist los in Bullerbü?“, „Abschied von Bullerbü“, lauten dann die Schlagzeilen. Das von Astrid Lindgren vermittelte Schwedengefühl aus der Kinderbuchreihe „Wir Kinder aus Bullerbü“ dient deutschen Medienprofis so als eine Art Kontrastmittel zu den aktuellen schwedischen Verhältnissen.

Da schwingt Empörung mit: Was erlaubt sich die Realität in dem skandinavischen Land eigentlich, der deutschen Heile-Welt-Projektion auf Schweden zu widersprechen? Das stört die verklärende Betrachtung eines Landes, das scheinbar nicht mit einer so schrecklichen Vergangenheit belastet ist wie das eigene und in dem ein ländliches Heimatgefühl mit roten Häuschen gefeiert werden darf, ganz ohne Gefahr zu laufen, deswegen als „rechts“ zu gelten.

Dabei bietet ausgerechnet „Bullerbü“ einen gut geeigneten Einstieg in ein nur….

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