Dirk Pohlmann und Markus Fiedler haben in Hamburg auch die Berufung vor dem OLG gewonnen

Markus Fiedler und ich haben in Hamburg auch die Berufung vor dem OLG gewonnen. Und das OLG Ergebnis ist noch weitreichender als das erste Urteil.

In Fußgängerdeutsch: es gibt kein Recht auf Anonymität in Wikipedia, wenn man Themen des gesellschaftlichen Meinungsstreites bearbeitet, noch dazu parteiisch. Die Regeln der Wikipedia gelten nicht im deutschen Medienrecht.

Das wird die Tätigkeit der Wikipedia-Junta dann doch in ein neues Licht stellen.

Micha Joanni kommentierte das mit “A Hund isser schon, der Kompa!” Als Preuße habe ich diesen nordösterreichischen/südbayrischen Satz nicht richtig verstanden und so kommentiert. (Wurde aber jetzt aufgeklärt. ich beherrsche jetzt einen Brocken Südbayrisch mehr):

Sprich mir nicht schlecht von Jagdhunden. Es gibt zu wenige. Im Beruf des Journalisten (und des Rechtsanwaltes) ist jahrzehntelang, viel zu lange, Schoßhund eingezüchtet worden. Die “Rekompaisierung” ist überfällig. Darf ich daran erinnern, dass Fiedler und ich ins Risiko gegangen sind, wir sind mit Wikihausen die Urheber der Causa Feliks.

Übrigens genau mit der juristischen Analyse meinerseits, dass ich die deutsche Rechtsprechung so verstehe, dass die Regeln des Medienrechtes analog auf Wikipedia angewandt werden müssen.

Was in der Wikipedia zur Lachnummer gemacht wurde, zum Beispiel von den Heckenschützen-Trollen KarlV und Jonaster. Zum Glück müssen jetzt nicht Fiedler/Pohlmann 30.000 Euro zahlen, sondern Feliks. Aber – wer zahlt eigentlich für Feliks? Er selbst? Oder war das ein Wikipedia Musterprozess unter offiziellem Ausschluss von Wikipedia? Immerhin hat ja Feliks zurückgezogen, und so den für Wikipedia angerichteten Schaden minimiert. Er hatte nichts davon. Das war im Interesse Wikipedias. Via Dirk Pohlmann

 

OLG Hamburg: Deanonymisierung von Autoren politischer Beiträge zulässig

Ein gewisser „Feliks“ hatte am Landgericht Hamburg zunächst eine einstweilige Verfügung erstritten, die es den Mandanten verbot, Feliks echten Namen zu verraten. Feliks gehört zu den ca. 300 Wikipedia-Autoren, die in kontroversen Beiträgen im Ergebnis die Macht haben, diese zu kontrollieren — dieses, obwohl er häufig extrem subjektiv editiert und Interessenkonflikte nicht offenlegt. So kontrollierte er eine beträchtliche Anzahl an Wikipedia-Biographien von Politikern der Linkspartei sowie politische Lemmata, obwohl er selbst Mitglied der Linken ist, sogar mal im Vorstand der bayrischen PDS saß. Wer immer Feliks‘ (extreme) Meinung zum Nahost-Konflikt nicht, musste damit rechnen, gebrandmarkt und verächtlich gemacht zu werden.

Das Landgericht Hamburg hatte vor einem Jahr die einstweilige Verfügung unter….

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